Sozialcourage

Projekt Trommelwirbel

Jungs unter sich

Mit ihrem Betreuer Aleksej Davydov setzen sie Spielgeräte für den Offenen Ganztag (OGS) des Caritasverbandes im Kreisdekanat Warendorf instand oder basteln an eigenen Projekten wie kleinen Holzhäusern.

Schüler der ersten bis vierten Klasse besuchen die spezielle Werk-AG, die sich ausschließlich an Jungen richtet. Ihr AG-Leiter Aleksej Davydov hat im März die praxisbegleitende Fortbildung „Geschlechterbewusste Arbeit mit Jungen im Offenen Ganztag an Grundschulen“ abgeschlossen. Und sich damit qualifiziert, Jungen in ihrer Entwicklung zu selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten unterstützen zu können. Im Rahmen des Projektes „Trommelwirbel“ will der Caritasverband für die Diözese Münster damit die Jungenarbeit stärker in den Fokus rücken.

„Jungen gehen ganz anders miteinander um, wenn sie unter sich sind“, berichtet Davydov aus den AG-Treffen. Sie bräuchten einen Raum nur für sich. Das jüngste Projekt der AG ist eine Holzbank. Die Jungen haben der alten Sitzgelegenheit einen neuen Anstrich im BVB-Look verpasst und sie anschließend mit Lack wetterfest gemacht. Zukünftig soll sie im OGS-Bereich stehen und zum Verweilen einladen. Handwerkliche Tätigkeiten wie diese seien optimal für Jungen, denn „sie arbeiten eher ergebnis- und erlebnisorientiert“, bekräftigt Davydov.

Im Anschluss an die Werk-AG beginnt freitags die Eisenbahn-AG, ebenfalls ein Angebot ausschließlich für männliche Teilnehmer. In Kooperation mit einem örtlichen Eisenbahn-Verein ist im Laufe des Schuljahres eine kleine Modellwelt entstanden. Schüler konnten diese bereits während einer Exkursion bestaunen.

Beide AGs werden im kommenden Schuljahr fortgesetzt. Außerdem wird als weiterer Baustein von „Trommelwirbel“ eine Intensivphase in den Herbstferien angeboten. Ein Team aus männlichen Fachkräften wird eine Woche lang mit den Jungen Theater spielen und Instrumente bauen.

Fünf weitere örtliche Caritasverbände im Bistum Münster sind an dem auf drei Jahre angelegten OGS-Projekt beteiligt. Sie wollen langfristig jungenspezifische Angebote etablieren. Die Erfahrungen aus dem ersten Jahr in Freckenhorst zeigen deutlich, dass ein spezifisches Angebot von einer männlichen Fachkraft für Jungen nachgefragt und angenommen wird.

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