Sozialcourage

FSJ

Anderer Blick aufs Leben

Drei Männer spielen 'Mensch ärgere dich nicht'Einmal in der Woche organisiert der FSJler Daniel Burkard (Mitte) einen Spielenachmittag für die Bewohner der Wohnungslosen-Einrichtung. Bei seinem Einsatz lernt er viel für sein Leben – auch wenn er letztlich nicht im Sozialbereich arbeiten wird.Faith Simpson

Nach dem Abbruch seines Maschinenbaustudiums überbrückte Daniel Burkard aus Aalen das Jahr bis zum Ausbildungsbeginn mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ). Seine Mutter, die bei der Caritas in Heidenheim arbeitet, hatte ihn auf die Wohnungslosenhilfe in Aalen aufmerksam gemacht. Gleich zum Start seines FSJ im Oktober 2016 wurde Burkard vom Team und den Klienten sehr offen aufgenommen.

Gemeinsam mit einem FSJ-Kollegen holt er das Mittagessen für die Bewohner mit dem Auto, begleitet Klienten zum Arzt, geht mit ihnen einkaufen oder besucht sie im Krankenhaus. Einmal in der Woche organisiert er einen Spielenachmittag, einmal im Monat gibt es einen Kegelausflug für die Klienten. Der FSJler kann seine Arbeiten sehr frei einteilen und weitgehend selbstständig erledigen.

Für Daniel Burkard ist das FSJ eine gute Möglichkeit, einen Einblick in die Berufswelt zu erhalten. Er bekommt ein Gefühl dafür, wie es ist, jeden Tag acht Stunden zu arbeiten. „Das FSJ kann durchaus zur Berufsorientierung beitragen, auch wenn man dabei feststellt, dass ein sozialer Beruf nicht zu einem passt“, sagt der junge Mann. „Durch das FSJ hat sich mein Blick auf das Leben verändert. Vieles ist für mich nicht mehr selbstverständlich. Ich sehe bei meiner Arbeit Schicksale, die mir den Ernst des Lebens vor Augen führen.“ Das FSJ in der Wohnungslosenhilfe sei auf jeden Fall ein interessanter und spannender Abschnitt seines Lebens, so Burkard, „da ich hier für das Leben lerne“.

Info:

Die Caritas-Wohnungslosenhilfe in Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd sucht FSJler. Regulärer Beginn ist 1. September, Regeldauer sind 12 Monate. Aber auch Quereinstiege und Verkürzungen sind möglich. Interesse? Anfragen an Wolfgang Lohner (07361 55669-11, lohner@caritas-ost-wuerttemberg.de).

Sozialcourage

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