Die Welt in der Kitteltasche
Der Förderverein des Christlichen Klinikums Paderborn hat drei Übersetzungsgeräte für Mitarbeitende des Christlichen Klinikums Paderborn gekauft. Über diese Erleichterung im Arbeitsalltag freuen sich (von links) Christoph Robrecht, Kai Klössing (Chefarzt Klinik für Notfallmedizin), Björn Schlüter, Manuela Cortinas-Rodriguez, Sascha Miks und Burkard Backhaus. (Foto: CKP)
Der Horror für Patienten und Ärzte in einer bedrohlichen Situation: Die Patientin kann nicht verständlich machen, was ihr fehlt - die Ärztin weiß nicht, wie sie schnell und effektiv helfen kann. Eine Übersetzerin ist nicht im Haus, die Akkus der Handys sind leer.
Mitarbeitende der Zentralen Notaufnahme, der Intensivstation und der onkologischen Ambulanz des Christlichen Klinikums Paderborn (CKP) haben jetzt die Welt in der Kitteltasche - in Form handlicher Übersetzungsgeräte, die der Förderverein des Christlichen Klinikums gekauft hat.
Die KI-gesteuerten Sprach-Computer übersetzen das gesprochene Wort in Echtzeit, und zwar in hundert Sprachen. "Gerade in kritischen Situationen auf der Intensivstation ist Kommunikation ungeheuer wichtig", sagt Sascha Miks, Pflegefachkraft der Intensivstation, "manchmal darf einfach keine Zeit vergehen, bis jemand verfügbar ist, der übersetzen kann." Der Förderverein des Christlichen Klinikums Paderborn hat deshalb drei Übersetzungsgeräte im Wert von 1.200 Euro für Mitarbeitende des CKP gekauft.
Diese Erfahrung macht auch Manuela Cortinas-Rodriguez, pflegerische Leiterin der Zentralen Notaufnahme: "Zu uns kommen jeden Tag Patienten, die in medizinischen Notfällen Verständigungsprobleme haben", sagt Cortinas-Rodriguez: "Die direkte Kommunikation mit den Patienten ist in der Notfallambulanz enorm wichtig und über Dolmetscher aus der Familie oft nur schwer zu ersetzen."
Björn Schlüter, Fachkrankenpfleger für Onkologie und Pflegeexperte, ergänzt: "Bei unseren Tumorpatienten ist kein Spielraum für sprachliche Interpretation. Wer schwer krank ist, hat ein besonders hohes Bedürfnis nach Klarheit. Das gilt vor allem mit Blick auf die immer komplexer werdenden Therapien."
Burkhard Backhaus, Vorsitzender des Fördervereins des Christlichen Klinikums Paderborn, und Christoph Robrecht, Direktor Unternehmenskultur und stellvertretender Vorsitzender des Vereins, freuen sich über die positive Resonanz: "Wir sind froh, dass wir helfen können, Sprachbarrieren in kritischen medizinischen Situationen zu überwinden."