Dieser Auftrag prägt die praktische und politische Migrations- und Integrationsarbeit der Caritas. Sie wird auf Bundesebene durch das Referat Migration und Integration in der Zentrale des Deutschen Caritasverbandes koordiniert und fachlich begleitet.
Das Referat Migration und Integration ist insbesondere in folgenden Arbeitsbereichen tätig:
Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE)
Die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) ist fester Bestandteil der Integrationslandschaft in Deutschland und wird vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) gefördert. Als Teil des Migrationsdienstes der Caritas ist es Ziel der MBE, die Teilhabechancen Ratsuchender in rechtlicher, sozialer, ökonomischer, politischer und kultureller Hinsicht zu verbessern, aber auch durch strukturelle bzw. politische Arbeit im Sozialraum zum Gelingen von Integrationsprozessen beizutragen. Die Aufgaben der MBE gemäß Förderrichtlinie sind: Einzelfallberatung (u.a. Case Management), Gruppenangebote, Mitarbeit in kommunalen Netzwerken, Mitwirkung bei der interkulturellen Öffnung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Caritas bietet MBE derzeit an rund 300 Standorten mit circa 500 Mitarbeiter_innen an.
Kontakt: Stefan Peetz, Telefon: 030 284 447-52, E-Mail: stefan.peetz@caritas.de
Der Deutsche Caritasverband setzt sich in seinen politischen Aktivitäten für eine Gesellschaft ein, die allen Menschen Teilhabe ermöglicht und in der Vorurteile und Exklusion keinen Platz haben. Das Referat Migration und Integration entwickelt migrations- und integrationspolitische Aktivitäten und Positionen, die geprägt sind von unserer Überzeugung der Gleichwertigkeit aller Menschen und unserem biblischen Auftrag, allen Schutz, Gastfreundschaft und Solidarität zu gewähren. Dazu zählen sowohl Bürger_innen aus anderen EU-Ländern als auch diejenigen, die aus anderen Ländern beispielsweise zu Erwerbszwecken oder als Schutzsuchende in die EU und nach Deutschland kommen oder kamen und hier leben. Dabei kann es sich um Menschen mit Aufenthaltsrecht handeln oder um Menschen, die ausreisepflichtig sind, wie zum Beispiel Personen in Duldung. Ebenso nehmen wir die Schwierigkeiten für Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität in den Blick.
Wir engagieren uns dafür, dass Deutschland und die EU ihren rechtlich bindenden Pflichten und ihrer humanitären Verantwortung im Flüchtlingsschutz gerecht werden und ein solidarisches gemeinsames Asylsystem entwickeln und umsetzen. Daneben setzen wir uns dafür ein, die Möglichkeiten für legale Arbeitskräftezuwanderung zu erweitern, wobei nicht nur die Interessen Deutschlands, sondern gleichberechtigt die Folgen für die Herkunftsländer sowie die Rechte und Interessen der Migrant_innen zu berücksichtigen sind.
Um politische Entscheidungen in diesem Sinne zu beeinflussen, erarbeiten wir Positionspapiere, führen Aktionen und Initiativen zu Anliegen in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft durch (zum Beispiel die Initiative für Gesellschaftlichen Zusammenhalt) und entwickeln strukturelle Partnerschaften. Wir machen Lobbyarbeit in Berlin und Brüssel, nehmen Stellung zu Gesetzentwürfen und bringen uns in aktuelle Debatten ein (Fachthema Migration).
Ebenso zielt unsere Arbeit darauf ab, öffentlich für spezifische Schwierigkeiten neu zugewanderter Menschen und bereits lange in Deutschland lebender Menschen mit Migrationshintergrund zu sensibilisieren und Akzeptanz und Verständnis zu steigern. Dafür erarbeiten wir Materialien für die Öffentlichkeit, initiieren und organisieren Tagungen und bringen uns in den öffentlichen Diskurs ein.
Jugendmigrationsdienste (JMD)

Die Arbeit der Jugendmigrationsdienste (JMD) wird durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Die Caritas und weitere katholische Träger halten an derzeit 127 Standorten mit rund 280 Mitarbeiter_innen Jugendmigrationsdienste vor. Die Aufgaben der JMD sind: Einzelfallberatung, Gruppenarbeit, Vernetzung der Angebote für Jugendliche in den Sozialräumen, Unterstützung beim Prozess der interkulturellen Öffnung der Einrichtungen und Dienste.
www.jugendmigrationsdienste.de
Kontakt: Sönke Lungfiel, Telefon: 0761 200-355, E-Mail: soenke.lungfiel@caritas.de
Asylverfahrensberatung (AVB)

Die behördenunabhängige Asylverfahrensberatung (AVB) und besondere Rechtsberatung für queere und weitere vulnerable Schutzsuchende wird durch das Bundesministerium des Innern gefördert. Teilweise leisten die Bundesländer eine Kofinanzierung. An knapp 40 Standorten bieten Träger der Caritas eine individuelle Beratung für Schutzsuchende an, die sich im Asylverfahren befinden. Damit tragen Sie zu fairen und effizienten Asylverfahren sowie zur Identifizierung besonderer Schutzbedarfe und zur Verfahrensbeschleunigung bei.
Kontakt: Lorena Haupt, Telefon: 030 28444 7507, E-Mail: lorena.haupt@caritas.de
Förderung von Psychosozialen Zentren

Gefördert durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) werden in den 16 Psychosozialen Zentren (PSZ) der Caritas spezifische psychotherapeutische und psychosoziale Unterstützungsleistungen für schwer traumatisierte oder psychisch erkrankte Schutzsuchende und Flüchtlinge angeboten. Darüber hinaus werden vor Ort Netzwerke und Unterstützungsstrukturen aufgebaut, um die Öffnung der Regelsysteme für traumatisierte bzw. psychisch erkrankte geflüchtete Menschen zu unterstützen. Nicht zuletzt bieten die PSZ Sensibilisierungs-, Qualifikations- und Beratungsmaßnahmen für haupt- oder ehrenamtlich mit Schutzsuchenden und Flüchtlingen arbeitende Personen an.
Kontakt: Jakob Mast, Telefon 0761 200-467 E-Mail: jakob.mast@caritas.de
Patenschaftsprogramm „Menschen stärken Menschen”

Das Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses, gesellschaftliche Teilhabe durch Sport, Freizeit und Kultur, die Arbeitssuche oder Unterstützung beim Lernen: Im Tandem gelingt, was alleine nur schwer möglich ist. Das bundesweite Programm "Menschen stärken Menschen” setzt auf das Miteinander.
An 18 bundesweit verteilten Standorten der Caritas werden derzeit Patenschaften vermittelt. Die Ehrenamtlichen werden durch hauptamtliche Koordinator_innen darin begleitet, im Rahmen einer Patenschaft, andere Menschen zu unterstützen. Die möglichen Tandempartner:innen sind vielfältig - Kinder, Jugendliche, Menschen mit Fluchterfahrung, Familien oder Senior_innen.
Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Kinder (BMBFSFJ) gefördert.
Kontakt: Dr. Verena Liessem, Telefon: 0761 200-484, E-Mail: verena.liessem@caritas.de
Caritas Rechtsberaternetz
Unterstützt durch:


Die Caritas arbeitet im Flüchtlings- und Ausländerrecht bundesweit mit spezialisierten Rechtsanwält_innen zusammen. Diese unterstützen die Beratungsarbeit etwa durch Fortbildungen für Mitarbeitende des Migrationsdienstes oder telefonische Beratung in komplexen flüchtlings-, ausländer- oder sozialrechtlichen Einzelfällen. Durch das Zusammenspiel von spezialisierten Anwält_innen und Mitarbeitenden des Migrationsdienstes können Flüchtlinge und Migrant_innen bei der Durchsetzung elementarer Rechte unterstützt werden.
Das Rechtsberaternetz der Caritas wird unterstützt aus Mitteln der Katholischen Arbeitsgemeinschaft Migration und der UNO-Flüchtlingshilfe.
Gemeinsam mit anderen Wohlfahrtsverbänden ist die Caritas Träger der Rechtsberaterkonferenz, in der zahlreiche Rechtsanwält_innen zusammengeschlossen sind, die mit den Verbänden in Fragen des Ausländer- und Asylrechts zusammenarbeiten. Dieses Rechtsberaternetzwerk blickt auf eine lange Geschichte seit seiner Entstehung in den 60er Jahren zurück und hat sich über die Jahre zu einem der wichtigsten bundesweiten Netzwerke von Rechtsanwält_innen in diesem Feld entwickelt.
Kontakt: Raphael Bolay, Telefon: 0761 200 331, E-Mail: raphael.bolay@caritas.de
Migrations- und Integrationspolitik
Migrations- und Integrationspolitik sowie Ausländer- und Asylrecht und verwandte Rechtsgebiete
Der Deutsche Caritasverband setzt sich in seinen politischen Aktivitäten für eine Gesellschaft ein, die allen Menschen Teilhabe ermöglicht und in der Vorurteile und Exklusion keinen Platz haben. Das Referat Migration und Integration entwickelt migrations- und integrationspolitische Aktivitäten und Positionen, die geprägt sind von unserer Überzeugung der Gleichwertigkeit aller Menschen und unserem biblischen Auftrag, allen Schutz, Gastfreundschaft und Solidarität zu gewähren. Dazu zählen sowohl Bürger_innen aus anderen EU-Ländern als auch diejenigen, die aus anderen Ländern beispielsweise zu Erwerbszwecken oder als Schutzsuchende in die EU und nach Deutschland kommen oder kamen und hier leben. Dabei kann es sich um Menschen mit Aufenthaltsrecht handeln oder um Menschen, die ausreisepflichtig sind, wie zum Beispiel Personen in Duldung. Ebenso nehmen wir die Schwierigkeiten für Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität in den Blick.
Wir engagieren uns dafür, dass Deutschland und die EU ihren rechtlich bindenden Pflichten und ihrer humanitären Verantwortung im Flüchtlingsschutz gerecht werden und ein solidarisches gemeinsames Asylsystem entwickeln und umsetzen. Daneben setzen wir uns dafür ein, die Möglichkeiten für legale Arbeitskräftezuwanderung zu erweitern, wobei nicht nur die Interessen Deutschlands, sondern gleichberechtigt die Folgen für die Herkunftsländer sowie die Rechte und Interessen der Migrant_innen zu berücksichtigen sind.
Um politische Entscheidungen in diesem Sinne zu beeinflussen, erarbeiten wir Positionspapiere, führen Aktionen und Initiativen zu Anliegen in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft durch (zum Beispiel die Initiative für Gesellschaftlichen Zusammenhalt) und entwickeln strukturelle Partnerschaften. Wir machen Lobbyarbeit in Berlin und Brüssel, nehmen Stellung zu Gesetzentwürfen und bringen uns in aktuelle Debatten ein (Fachthema Migration).
Ebenso zielt unsere Arbeit darauf ab, öffentlich für spezifische Schwierigkeiten neu zugewanderter Menschen und bereits lange in Deutschland lebender Menschen mit Migrationshintergrund zu sensibilisieren und Akzeptanz und Verständnis zu steigern. Dafür erarbeiten wir Materialien für die Öffentlichkeit, initiieren und organisieren Tagungen und bringen uns in den öffentlichen Diskurs ein.