Gut zu wissen

Infografik

Infografik - Mixtur für ein gesundes Leben / Deutscher Caritasverband e. V.

Ein gesundheitsförderlicher Lebensstil ist nicht nur eine Frage des individuellen Verhaltens. Die Gesundheitschancen eines Menschen werden in Deutschland stark von gesellschaftlichen Voraussetzungen beeinflusst: Bildungschancen, den daraus resultierenden Arbeitsmarktchancen, der Wohnsituation sowie dem Zugang zur medizinischen Versorgung.

Fakten

Armut macht krank

Mann im Krankenbett / KNA / Oppitz

Mann im Krankenbett / KNA / Oppitz

Das deutsche Gesundheitswesen ist eines der besten der Welt. Doch Ärzte, Kliniken und Medikamente reichen nicht, um eine der größten Krankheitsursachen in Griff zu bekommen – die Armut. Wer lange ohne Job ist, kein Einkommen hat oder als Asylbewerber hier lebt, ist häufiger krank als der Rest der Bevölkerung. mehr

Klartext

Jeder verdient Gesundheit

Frau mit rotgefärbten Haaren / KNA / Oppitz

Frau mit rotgefärbten Haaren / KNA / Oppitz

In Deutschland darf Gesundheit nicht länger von Einkommen, Bildung oder dem Aufenthaltsstatus eines Menschen abhängen. Wir brauchen ein Gesundheitssystem, zu dem alle Zugang haben. Dazu eine Politik, die Armut und Arbeitslosigkeit bekämpft, denn jeder verdient Gesundheit. mehr

 

Nachricht

Deutsche würden Bedürftige mitfinanzieren

Umfrage: Was würden Sie zahlen um Bedürftigen eine medizinische Vollversorgung ohne Zuzahlung zu ermöglichen? / DCV/GfK

Umfrage: Was würden Sie zahlen um Bedürftigen eine medizinische Vollversorgung ohne Zuzahlung zu ermöglichen? / DCV/GfK

In Deutschland gibt es nach wie vor eine hohe Bereitschaft zu solidarischem Handeln. Dies belegt eine repräsentative Umfrage zur Gesundheitsversorgung von Obdachlosen, Asylbewerbern und Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus, die der Deutsche Caritasverband bei der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Auftrag gegeben hat. mehr

Nachgefragt

Helfen und gleichzeitig Probleme benennen

Kampagnen-Plakat 2012. Motiv: Suchtkranker Mann

Kampagnen-Plakat 2012. Motiv: Suchtkranker Mann

Die Kampagne „Armut macht krank“ stand im Zentrum des diesjährigen Caritas-Sonntags. In Aachen machte Caritas-Präsident Neher deutlich, dass es dabei nicht nur politische Forderungen gehe: „Als Christen können wir nicht zu einem Bedürftigen sagen: Wir arbeiten gerade an einer politischen Lösung. Komme doch in einem Jahr wieder.“ mehr


Selbst erlebt

Mit Armut ist nicht zu spaßen

Drei Jugendliche, die in Berlin als Armutsdetektive unterwegs waren / Caritas Berlin

Drei Jugendliche, die in Berlin als Armutsdetektive unterwegs waren / Caritas Berlin

Berlins Bürgermeister Wowereit beschreibt seine Stadt augenzwinkernd als „arm, aber sexy“. Doch wer in armen Verhältnissen aufwächst, kann darüber nicht lachen. Das zeigen 50 Kinder und Jugendliche, die als Caritas-Armutsdetektive in der Hauptstadt unterwegs waren. Auf Facebook zeichnen sie nun ein neues Bild des „armen Berlins“. mehr

Im Portrait

Wohnungslose haben keine Aktenordner

Das Leben auf der Straße bringt viele Krankheiten mit sich. Die meisten davon sind behandelbar. Doch die Hürden zum Arzt zu gehen, sind für wohnungslose Menschen einfach zu hoch. Gerade die Zuzahlungen und die Verwaltung der Belege sind für wohnungslose Menschen eine untragbare Situation. mehr


Hintergründe

Der Arztbesuch ist nicht selbstverständlich

Patient mit Infusionsständer im Krankenhaus unterwegs

Patient mit Infusionsständer im Krankenhaus unterwegs

In Deutschland stehen jedem gesetzlich Versicherten die gleichen Leistungen zu – unabhängig davon, welchen Beitrag er oder sie in die Krankenversicherung einbezahlt hat. Doch die Chancengleichheit in der gesundheitlichen Versorgung existiert für manche nur auf dem Papier. mehr

Langzeitarbeitslose

Praxisgebühr und Zuzahlungen abschaffen

Die Praxisgebühr wurde eingeführt, um medizinisch nicht notwendige Arztbesuche einzuschränken. Diese steuernde Wirkung hat sie nicht erreicht. Sie ist nur ein ergänzendes Finanzierungsinstrument mit hohen Bürokratiekosten. mehr