Fachverband

Kreuzbund e.V.

Der Kreuzbund hat zurzeit 1.500 Selbsthilfegruppen, in denen sich wöchentlich 28.000 Menschen treffen. Der Verband ist offen für alle Menschen, die Probleme mit Suchtmitteln haben oder unter der Suchterkrankung eines Angehörigen leiden. Ziel der Selbsthilfearbeit ist es, durch wechselseitige Solidarität und lösungsorientierte Hilfen die Gesundungschancen suchtbetroffener Menschen zu erhöhen und damit zur Entfaltung der Persönlichkeit beizutragen.

Beitrag zur Gesundheitsförderung

Erhebungen zeigen, dass 85 Prozent der Suchtkranken, die regelmäßig eine Kreuzbund-Gruppe besuchen, dauerhaft abstinent leben. Ein Drittel der Gruppenmitglieder hat zuvor keine professionelle Therapie durchlaufen. Der Kreuzbund leistet damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheitsförderung, zur Rehabilitation und zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen. Er ist ein wichtiges Bindeglied im System der Suchthilfe.

Geschichte

Der Verband wurde 1896 von Pfarrer Josef Neumann als Mäßigkeits- und Abstinenzverein gegründet. Etwa ab 1960 vollzog sich ein Wandel im verbandlichen Selbstverständnis vom Helferdienst zur Selbsthilfegemeinschaft. Nach der Anerkennung von Alkoholismus als Krankheit durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Bundessozialgericht 1968 entwickelte sich der Abstinenzverein zu einem Selbsthilfeverband für Suchtkranke und Angehörige. 

Ehrenamt im Kreuzbund

Heute haben rund 3.500 Mitglieder ehrenamtliche Funktionen im Kreuzbund übernommen, sei es in der Gruppe, auf regionaler Ebene oder in den 27 Diözesanverbänden. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer motivieren durch die eigene Abstinenz, Wege in ein suchtmittelfreies Leben zu finden. Sie werden durch Schulungsmaßnahmen kontinuierlich weiter qualifiziert,  informieren über Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten und klären die Öffentlichkeit über das Thema Suchtmittelmissbrauch und -abhängigkeit auf. Die Menschen sollen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Suchtmitteln sensibilisiert werden.

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