"Wir haben bereits heute eine hohe Dunkelziffer von älteren Menschen, die in verdeckter Armut leben. Zwei von drei Menschen über 65 Jahren, die ergänzende Grundsicherung im Alter beziehen könnten, nehmen diese staatliche Hilfe nicht in Anspruch", macht Caritas-Präsident Peter Neher deutlich. Dabei sei die Furcht vor Verlust der eigenen Wohnung und Kostenheranziehung der Kinder häufig unbegründet. Abhilfe könne hier eine bessere Information durch die Rentenkassen schaffen.
Über eine rentenpolitische Diskussion hinaus fordert Neher, auch die Teilhabe von älteren Menschen in der Gesellschaft in den Blick zu nehmen. "Altersarmut und fehlende Teilhabe darf nicht nur als materielles Problem verstanden werden. Heute hat fast jeder dritte Mensch ab 65 Jahren weniger als einmal im Monat Kontakt zu Freunden, Verwandten oder Nachbarn. Dies ist eine Herausforderung für uns alle für mehr Solidarität im Alltag mit älteren Menschen", so Neher.
Erforderlich sei der Ausbau einer wohnortnahen Infrastruktur, die Förderung von altersgerechten Wohnungen und der Ausbau ambulanter Dienstleistungen, um auch in hohem Alter im vertrauten Umfeld bleiben zu können.
Der Deutsche Caritasverband hat die notwendigen Schritte in Eckpunkten zur Bekämpfung von Altersarmut zusammengefasst.
Pressemitteilung
Berlin
Mehr Solidarität mit älteren Menschen
Erschienen am:
21.03.2013
Herausgeber:
Deutscher Caritasverband e. V.
Pressestelle
Reinhardtstraße 13
10117 Berlin
+49 30 284447-42
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