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Sozialraum Bahnhof Blog

Aktuelles und Aktionen

Informationen und Impressionen rund um das Projekt "Sozialraum Bahnhof"


Bahnhofsquartiere für alle: Gemeinsam den Bahnhof der Zukunft gestalten

Workshop auf dem Caritaskongress am Donnerstag, 25. Juni 2026

Ein Bahnhofsszenario aus bunten Legosteinen auf einem Tisch.Ein Bahnhofs der Zukunft soll mehr sein als ein Verkehrsknotenpunkt.DCV/Annette Riedl

Wie können Bahnhöfe und ihre Quartiere zu Orten werden, an denen sich Menschen aller Generationen gerne aufhalten, begegnen und beteiligen? Mit dieser Leitfrage beschäftigten sich rund 30 Teilnehmende beim Workshop „Bahnhofsquartiere für alle – Mobilität und Innenstädte generationengerecht gestalten“ im Rahmen des Caritaskongresses auf dem EUREF-Campus in Berlin. 

Eine Frau und ein Mann beschäftigen sich mit einem Bahnhof aus Legos, der auf einem Tisch aufgebaut ist. Auch Bundesminister a.D., Thomas de Maizière, zeigte Interesse am Bahnhof der Zukunft.Deutscher Caritasverband e.V.

In einer altersgemischten Gruppe entwickelten die Teilnehmenden mit Hilfe von Lego-Steinen ihre Vision eines Bahnhofs der Zukunft. Dabei wurde deutlich: Bahnhöfe und ihr innerstädtisches Umfeld können weit mehr sein als reine Verkehrsknotenpunkte. Sie haben das Potenzial, zu lebendigen sozialen Räumen zu werden, die Begegnung ermöglichen, Teilhabe fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Der Workshop bot Raum für den Austausch unterschiedlicher Perspektiven und zeigte, wie wichtig es ist, Bahnhofsquartiere generationengerecht und gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu gestalten.

Besonders gefreut hat uns das Interesse von Thomas de Maizière, der sich bereits im Vorfeld über die Fragestellungen und Ziele des Workshops informierte und das Projekt kennenlernen wollte.

Ein Mann (links) und eine Frau (rechts) mit Namensschildern um den Hals stehen vor einem Flipchart, auf dem der

Ein herzlicher Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen der Bahnhofsmissionen in Essen (Martin Lauscher) und Dortmund (Christina Wittler) die die Konzeption und Durchführung des Workshops maßgeblich mitgestaltet haben und auf diese und andere Weise sehr engagiert im Projekt Sozialraum Bahnhof mitwirken.


Jahrestreffen des Projekts Sozialraum Bahnhof im Deutschen Bundestag am 9. und 10. Juni 2026

Austausch, Rückblick und neue Impulse

Gruppenbild vor einer Fassade, an der ein Roll-up zur Caritas-Kampagne 2026 mit der Aufschrift

Das Bild zeigt vier Personen (eine Frau und drei Männer) unter der Glaskuppel des Berliner Hauptbahnhofs an Gelis 12. Im Hintergrund sieht man einen Zug.

Auf Einladung von MdB Carl-Philipp Sassenrath kamen in diesem Jahr am 9. und 10. Juni 2026 die beteiligten Standorte des Projekts Sozialraum Bahnhof für das Jahrestreffen im Deutschen Bundestag zusammen. Nach gut einem Jahr gemeinsamer Projektarbeit bot das Treffen Gelegenheit, Bilanz zu ziehen, Erfahrungen aus den verschiedenen Standorten auszutauschen und gemeinsam die nächsten Schritte zu planen.

Im Mittelpunkt standen die Vernetzung der Projektpartner, der Wissenstransfer zwischen den Standorten sowie die Weiterentwicklung gemeinsamer Ansätze für lebenswerte und soziale Bahnhofsquartiere. 

Ein besonderer Höhepunkt des ersten Veranstaltungstages war eine exklusive Führung durch den Berliner Hauptbahnhof. Detlef Jessen-Klingenberg vom Architekturbüro gmp – Architekten von Gerkan, Marg und Partner, welches für den Bau des Berliner Hauptbahnhof gewesen ist. Die Führung gab den Teilnehmenden spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte, die architektonische Konzeption und die besonderen Herausforderungen bei der Planung eines der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte Europas.

Gruppenbild vor der Glasfassade des Berliner Hauptbahnhofs. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war eine exklusive Führung durch den Berliner Hauptbahnhof. Deutscher Caritasverband e.V.

Die Verbindung aus fachlichem Austausch und praktischen Einblicken des Jahrestreffens unterstrich den interdisziplinären Ansatz des Projekts Sozialraum Bahnhof: Bahnhöfe sind nicht nur Orte der Mobilität, sondern auch soziale Räume, deren Gestaltung das Zusammenleben in den angrenzenden Quartieren maßgeblich prägt.


Gemeinsam anpacken im Sozialraum Bahnhof Frankfurt

Begegnung schafft Zusammenhalt

Wie gesellschaftlicher Zusammenhalt ganz praktisch entstehen kann, zeigte eine gemeinsame Aufräum- und Entmüllungsaktion im Sozialraum Bahnhof Frankfurt am Main am 2. Juni 2026. Engagierte Menschen aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitswelten kamen zusammen, um das Bahnhofsviertel aktiv mitzugestalten – darunter Anwohnende, Studierende sowie Mitarbeitende aus der Unternehmensberatung.

Die Aktion machte deutlich, welches Potenzial in Bahnhofsvierteln als Begegnungsräumen steckt: Dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam Verantwortung übernehmen und sich für ihr Quartier engagieren, entstehen neue Verbindungen und ein stärkeres Miteinander.

Ein Gruppenbild mit vielen unterschiedlichen Menschen. Viele von ihnen tragen rote Käppis, manche haben schwarze Müllsäcke und Greifstöcke in der Hand. Engagierte aus unterschiedlichen Lebenswelten trafen sich zur Entmüllungsaktion im Sozialraum Bahnhof Frankfurt.Deutscher Caritasverband/Pedron

Initiiert wurde die Aktion von Nenad Caranovic, Standortkoordinator im Projekt Sozialraum Bahnhof vom SkF Frankfurt am Main.

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die mit ihrem Engagement zum Gelingen der Aktion beigetragen haben – insbesondere dem Team des Familienzentrums Monikahaus (SkF Frankfurt), den Mitarbeitenden von DB Management Consulting sowie den Stipendiatinnen und Stipendiaten der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). Ihr gemeinsamer Einsatz hat eindrucksvoll gezeigt: Bahnhofsviertel sind nicht nur Orte der Mobilität, sondern auch Orte der Begegnung, des Engagements und des gesellschaftlichen Zusammenhalts.


Gruppenbild in Marokko. Acht Personen (fünf Frauen und drei Männer) stehen im Vorraum einer Konferenz in Marokko. Alle tragen Namensschilder um den Hals. An der Wand im Hintergrund die Aufschrift Auf Einladung der Stiftung Mercator nahm Dr. Anna-Maria Pedron an der On Think Tanks Conference in Rabat teil.Deutscher Caritasverband e.V.

Inspiration aus Marokko: Bahnhöfe als soziale und kulturelle Räume

Eine hübsche Frau mit rotem Caritas-Tuch und Sonnenbrille macht ein Selfie vor dem Bahnhof in Rabbat.

Im Anschluss an eine Konferenzreise vom 22. bis 24. Mai nach Rabat bot sich für die Projektleitung Dr. Anna-Maria Pedron die Gelegenheit, mehrere marokkanische Bahnhöfe und ihre angrenzenden Stadträume kennenzulernen. Die Eindrücke unterstreichen, wie unterschiedlich Bahnhöfe weltweit gestaltet sind – und zugleich, wie universell ihre Bedeutung als Orte der Mobilität, Begegnung und gesellschaftlichen Vielfalt ist.

Besonders beeindruckend war der Gare de Marrakech. Der moderne Bahnhof verbindet zeitgemäße Infrastruktur mit einer Architektur, die die kulturelle Identität des Landes sichtbar macht. Mosaike, Kupferlampen, Säulen und das markante Hufeisentor verleihen dem Gebäude eine hohe Aufenthaltsqualität und machen deutlich, dass Bahnhöfe weit mehr sein können als reine Verkehrsbauten.

Das Bild zeigt eine Bahnhofshalle in Marokko, in der ein buntes Treiben herrscht. Frauen mit Kopftuch, Tourist:innen mit Gepäck und Männer mit Mützen laufen Richtung Ausgang. Der Gare de Marrakech verbindet moderne Infrastruktur mit einer Architektur, die die kulturelle Identität des Landes sichtbar macht.Deutscher Caritasverband e.V.

Die Besuche boten wertvolle Anregungen für die Arbeit im Projekt Sozialraum Bahnhof. Sie verdeutlichen, wie eng Architektur, Mobilität und sozialer Raum miteinander verknüpft sind und wie Bahnhöfe als identitätsstiftende Orte das Leben in ihren Quartieren prägen können.

Die Reise wurde durch die Einladung der Stiftung Mercator zur On Think Tanks Conference in Rabat ermöglicht. Der fachliche Austausch auf der Konferenz und die anschließenden Eindrücke vor Ort liefern wertvolle Impulse für die weitere Arbeit an zukunftsfähigen und sozial gestalteten Bahnhofsquartieren.


Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa besuchen den Sozialraum Bahnhof in Trier-West, 13. März 2026

Wie können Bahnhöfe und ihr Umfeld sicherer und lebenswerter gestaltet werden? Welche Rolle können soziale Angebote dabei spielen? Über diese Fragen informierte sich Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gemeinsam mit Caritaspräsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa bei einem Besuch am Projektstandort Sozialraum Bahnhof in Trier-West am Freitag, 13. März 2026.

Vier Personen - darunter Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa, stehen im Gespräch in einem Flur. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa besuchen den Sozialraum Bahnhof.Deutscher Caritasverband e.V.

Der Standort Trier-West wirkt als assoziierter Projektpartner im Projekt Sozialraum Bahnhof mit. Er hat sich dem vom Deutschen Caritasverband und der Stiftung Mercator initiierten Projekt angeschlossen und bringt seine langjährigen Erfahrungen in der sozialräumlichen Arbeit rund um den Haltepunkt in den projektübergreifenden Austausch ein.

Vor Ort erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeit des Standorts und kamen mit den Mitarbeitenden über die Herausforderungen und Potenziale im Bahnhofsumfeld ins Gespräch. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen aus der Praxis und die Frage, welchen Beitrag sozialräumliche Ansätze für mehr Sicherheit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Aufenthaltsqualität leisten können.

Rechts Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa mit rotem Schirm, in der Mitte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gestikulierend, dahinter stehen drei weitere Herren in einem Bahnhofsambiente.Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa besuchen den Sozialraum Bahnhof.Deutscher Caritasverband e.V.

Der Besuch machte deutlich, dass Sicherheit an Bahnhöfen nicht allein durch ordnungspolitische Maßnahmen entsteht. Präventive soziale Arbeit, niedrigschwellige Unterstützungsangebote und eine enge Zusammenarbeit von Kommune, Wohlfahrtspflege, Deutscher Bahn, Sicherheitsakteuren und Zivilgesellschaft sind wichtige Bausteine für sichere und lebenswerte Quartiere.


Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken: Impulse vom Weltwirtschaftsforum in Davos, 19. bis 22. Januar 2026

Das Bild zeigt eine hübsche Frau mit rotem Caritas-Schal und Sonnenbrille vor einem verschneiten Bergpanorama in der Schweiz.Die Projektleitung des Sozialraum Bahnhofs, Dr. Anna-Maria Pedron, nahm am Weltwirtschaftsforum in Davos teil.Deutscher Caritasverband e.V.

Der Global Risks Report des Weltwirtschaftsforums machte deutlich, dass neben geopolitischen Konflikten die zunehmende gesellschaftliche Spaltung zu den größten Herausforderungen unserer Zeit zählt. Polarisierung, soziale Ungleichheit und schwindendes Vertrauen gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt – weltweit ebenso wie in unseren Städten und Quartieren.

Eine Gruppe von Menschen von hinten, die in Winterkleidung vor einem verschneiten Bergpanorama in der Schweiz. Vorne steht ein Mann, der in ein Mikrofon spricht.

Diese Themen standen auch im Mittelpunkt des Austauschs beim Weltwirtschaftsforum in Davos, an dem die Projektleitung des Sozialraum Bahnhofs, Dr. Anna-Maria Pedron, teilnahm. Die dort geführten Debatten unterstrichen die Bedeutung sozialer Räume als Orte der Begegnung, Teilhabe und des gesellschaftlichen Miteinanders.

Die Impulse aus Davos bestätigten den Ansatz des Projekts: Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist keine Nebensache, sondern eine wesentliche Voraussetzung für resiliente Demokratien, nachhaltige Entwicklung und eine zukunftsfähige Gesellschaft. Dafür braucht es eine starke soziale Infrastruktur, eine engagierte Zivilgesellschaft und Räume, in denen Menschen miteinander in Kontakt kommen und ihre Lebenswelt gemeinsam gestalten können.


Erste Beiratssitzung „Sozialraum Bahnhof“ am 13. Oktober 2025:
Expert:innen beraten das Projekt u.a. über Förderung von Mikroprojekten

Am Montag, den 13. Oktober 2025, fand in Berlin die erste Sitzung des Beirats „Sozialraum Bahnhof“ statt. Die Sitzung wurde im Klara-Ullrich-Haus in Berlin-Mitte abgehalten, um die nächsten Schritte des Projekts zu beraten und die Förderung von Mikroprojekten in Bahnhofsumfeldern zu diskutieren.

Die Beiratsmitglieder setzten sich aus erfahrenen Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen zusammen:

  • Violaine Dobel (Projektleitung Stiftung Mercator)
  • Uli Grötsch (Polizeibeauftragter des Bundes im Deutschen Bundestag)
  • Bettina Klier-Zühlsdorff (Aufsichtsratsvorsitzende Klier Gruppe)
  • Peter Klotzki (Geschäftsführung Bundesverband der Freien Berufe)
  • Moritz Konradi (Geschäftsführung Camino Werkstatt)
  • Tim Lukas (Akademischer Oberrat, Bergische Universität Wuppertal)
  • Josef Lüttig (Vorstand Bahnhofsmission Deutschland)
  • Anna-Maria Pedron (Projektleitung Deutscher Caritasverband)
  • Andrea Redding (Vorstand IN VIA Köln)
  • Corinna Salander (Abteilungsleiterin a.D., Bundesministerium für Verkehr)
  • Carl-Philipp Sassenrath (MdB, Verkehrsausschuss)
  • Ralf Thieme (Vorstand Deutsche Bahn)
  • Eva Welskop-Deffaa (Präsidentin Caritasverband)

Ein wichtiger Punkt der Sitzung war die Auswahl der Mikroprojekte, die im Rahmen von Sozialraum Bahnhof gefördert werden: Wir gratulieren der Radstation von IN VIA Köln, der Bahnhofsmission Hannover und dem Tagestreff der Caritas in Eisenach herzlich zur erfolgreichen Förderung!

Die erste Beiratssitzung hat gezeigt, wie wichtig interdisziplinäre Beratung und Expertise für die Entwicklung und Förderung von Projekten im Sozialraum Bahnhof ist. Mit der Unterstützung des Beirats können die geförderten Mikroprojekte gezielt dazu beitragen, Bahnhofsbereiche sicherer, inklusiver und lebendiger zu gestalten.

Zwölf Personen sitzen in einem Besprechungsraum mit Holzboden und großen Milchglasfenstern mit der Aufschrift Der Beirat des Projekts "Sozialraum Bahnhof" @Achim Pohl


Besuch beim SkF Frankfurt am 30. September 2025:
Einblicke in die Arbeit im Sozialraum Bahnhof

Sechs Personen, fünf Frauen - darunter Caritas-Präsidentin Welskop-Deffaa, und ein Mann stehen auf einem Gehweg in Frankfurt und lächeln in die Kamera. im Hintergrund moderne Wolkenkratzer.Projekt "Sozialraum Bahnhof" zu Besuch beim SkF In Frankfurt.@Achim Pohl

Am 30. September 2025 besuchten Eva Welskop-Deffaa und Dr. Anna-Maria Pedron den SkF Frankfurt am Main, einen unserer Projektpartner im Rahmen des Projekts "Sozialraum Bahnhof". Das engagierte Team führte uns durch das Frankfurter Bahnhofsviertel und gab spannende Einblicke in ihre Arbeit vor Ort.

Besonders beeindruckend ist ihr Engagement für Familien und Kinder: Direkt in Bahnhofsnähe betreiben sie eine KiTa mit 100 Kindern, die den Familien im Viertel einen sicheren und unterstützenden Ort bietet. Unter herausfordernden Bedingungen leistet das SkF-Team täglich starke Arbeit und zeigt, wie soziale Projekte einen positiven Einfluss auf das gesamte Viertel haben können.

Die Arbeit des SkF trägt maßgeblich dazu bei, das Bahnhofsviertel lebendig, sicher und inklusiv zu gestalten. Durch ihre Angebote erfahren Menschen mehr Teilhabe, Familien erhalten Unterstützung, und Kinder können in einem geschützten Umfeld aufwachsen – ein wertvoller Beitrag zu einem sozialen, lebendigen Stadtbild.


Auftaktworkshop am 17. und 18. Juni 2025 in Berlin

Das Projekt „Sozialraum Bahnhof“ startete mit einem Auftaktworkshop am 17. und 18. Juni 2025 in Berlin in die Umsetzungsphase. Teilnehmende waren die Projektverantwortlichen der fünfzehn Trägerpartner, die im April 2025 aus insgesamt 57 Bewerbungen ausgewählt worden sind. Ziel des von der Mercator Stiftung geförderten Projekts ist es, Bahnhöfe als soziale Räume zu erschließen – als Orte, an denen Teilhabe, Sicherheit und Gemeinschaft möglich sind.

Eine dunkelhaarige Frau mit Brille und einem gartenähnlichen Legobauwerk in der Hand an einem Tisch lächelt in die Kamera. Vor ihr auf dem Tisch liegen weitere bunte Legoteile.Eine Vision entwickeln...Dr. Anna-Maria Pedron, Leiterin des Projekts@Caritas / Achim Pohl

Arbeit an einer Vision

Zum Auftakt kamen die Projektträger im Konferenzraum der Deutschen Bahn im Berliner Hauptbahnhof zusammen. Ein besonderes Highlight des ersten Tages war der interaktive Lego Serious Play-Workshop, in dem die Teilnehmenden gemeinsam an einer Vision für den Bahnhof als sozialen Raum bauten. Der Abend klang mit einem Abendessen in entspannter Atmosphäre aus – eine gute Gelegenheit zum informellen Austausch und zur Vernetzung.

Teilhabe und Sicherheit

Am zweiten Tag standen inhaltliche Schwerpunkte im Fokus: Nach einer Einführung in den Projektaufbau diskutierten die Teilnehmenden mit Herrn Konradi von der Camino-Werkstatt Fragen der Teilhabe und Sicherheit an und in Bahnhöfen. In einer weiteren Gesprächsrunde wurden diese Themen gemeinsam mit Herrn Thieme, Vorstand Personenbahnhöfe der Deutschen Bahn, vertieft

Zum Abschluss begrüßten Gisela Sauter-Ackermann, Katholische Bundesgeschäftsführerin der Bahnhofsmission Deutschland e.V., und Annette Meyns, Leiterin der Bahnhofsmission am Berliner Hauptbahnhof, die Projektteilnehmenden in der Bahnhofsmission am Berliner Hauptbahnhof – an diesem symbolträchtigen Ort, der eindrucksvoll zeigt, wie Türen für Menschen in schwierigen Lebenslagen geöffnet werden können.

Großer Bedarf

Der Auftakt hat gezeigt: Der Bedarf ist groß. Die teilnehmenden Träger bringen eine hohe Motivation, vielfältige Erfahrungen und kreative Ideen mit – beste Voraussetzungen, um Bahnhöfe und ihre angrenzenden Viertel positiv zu gestalten und nachhaltig zu stärken.

Impressionen des Auftaktworkshops
Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'Sechs Personen - vier Frauen und zwei Männer - in einem Besprechungsraum. Drei davon sitzend, vor ihnen auf dem Tisch Legobauwerke. Drei Personen stehen dahinter, eine dunkelhaarige Frau fotografiert mit ihrem Smartphone die Legowerke. (@Achim Pohl)'
Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'Ein Gruppenbild mit 16 Personen (acht davon stehen, die anderen vor ihnen in der Hocke) in einem Besprechungsraum vor einem großen Fenster, durch das man die Skyline von Frankfurt sieht. Alle von ihnen halten ein Legowerk in die Kamera. (@Achim Pohl)'
Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'Drei Männer mit Brille an einem Tisch. Im Vordergrund ein Herr im Profil mit Legofiguren an Fäden in der Hand. Im Hintergrund auf der Leinwand in schwarzer Schrift auf grünem Hintergrund "Erklär Dein Modell". (@Achim Pohl)'
Mehr zum Thema mit Link zur Seite: 'Sechs Personen - drei Männer und drei Frauen - an einem Tisch in einem Besprechungsraum. Auf dem Tisch stehen zwei Tablets, vor den Personen liegen Dokumente und Legoteile. Auf der Leinwand mit schwarzer Schrift vor grünem Hintergrund "Erkläre Dein Modell". (@Achim Pohl)'
Mehr zum Thema mit Link zur Seite: '15 Personen (zwölf Frauen und drei Männer) an einem langen grünen Tisch im Freien beim Essen lächeln in die Kamera. Vor ihnen Getränke, Salate und Flammkuchen. (@Achim Pohl)'

März 2025: Start des Projekts „Sozialraum Bahnhofsquartier"

Anfang März 2025 startet das Projekt „Sozialraum Bahnhof“ als Begleitprojekt zur Caritas-Jahreskampagne. Es bekräftigt: Der Claim unserer Kampagne Da kann ja jeder kommen. Caritas öffnet Türen. betrifft nicht nur unsere Einrichtungstüren – unsere offenen Türen werden mitten im Sozialraum gebraucht.

Jeder Streetworker und jede Sozialarbeiterin, die den öffentlichen Raum als Begegnungsort für alle zugänglich macht, sorgen dafür, dass Menschen an den Rändern unserer Gesellschaft nicht verloren gehen.

Gruppenbild vor einem Gebäude der Bahnhofsmission, ein Mann und drei Frauen, darunter Caritas-Präsidentin Welskop-Deffaa, hinter ihnen ein rotes Kampagnenplakat Martin Lauscher, Leiter der Bahnhofsmission; Anna-Maria Pedron, Projektleiterin beim Deutschen Caritasverband; Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa und Violaine Dobel von der Stiftung Mercator (v.l.n.r.) freuen sich über den Start des gemeinsamen Projekts „Sozialraum Bahnhof“.@Caritas / Achim Pohl

 

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