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Internetabhängigkeit

Fünf Tipps zu Computersucht

Tipp 1

Tipp 1: Finde heraus, ob der Computer deinem Leben schadet!

Ob du computersüchtig bist, lässt sich nicht nur an der Zeit festmachen, die du vor dem PC verbringst. Typische Anzeichen für eine Computersucht sind unter anderem

  • wenn du zunehmend Stress mit deiner Familie, deinen Freunden, der Freundin/dem Freund, in der Schule, in der Ausbildung oder im Job hast,
  • wenn du in der Schule zu versagen oder deinen Arbeitsplatz zu verlieren drohst,
  • wenn du soziale Beziehungen oder körperliche Bedürfnisse wie schlafen, essen, sich bewegen, Körperpflege vernachlässigst,
  • wenn du unter Essstörungen mit Übergewicht leidest,
  • wenn du die Hausarbeit liegen lässt,
  • wenn du depressive Phasen und Antriebslosigkeit verspürst,
  • wenn du Ausreden erfindest, um weiter spielen oder chatten zu können,
  • wenn du, sobald der PC aus ist, dich langweilst und Entzugserscheinungen bekommst, wie schlechte Laune, Nervosität, Reizbarkeit, Schlafstörungen oder Schweißausbrüche.

Bei diesen Anzeichen solltest du Hilfe, das heißt zunächst einmal eine Beratung, in Anspruch nehmen. Wenn du dir nicht sicher bist, mach einfach mal einen Selbsttest (siehe Link-Tipps in der Box). Er kann dir Orientierung geben, ob dein PC-Gebrauch problematische Tendenzen aufweist.

Tipp 2

Tipp 2: Du musst nicht auf alles verzichten!

Es geht nicht darum, etwas loszuwerden, sondern vielmehr darum, etwas wieder zu finden: Frage dich, was du in letzter Zeit vernachlässigt hast (Freunde, Sport, Hobbys usw.), was dir offline wichtig ist und welche Ziele du verfolgen möchtest (Beziehungen, Hobbys, Ausbildung, Job oder Studium usw.).

Tipp 3

Tipp 3: Hol dir die Kontrolle zurück!

Setze dir feste Regeln für deine Computernutzung, zum Beispiel mit Zeitsperren: Tag ist Tag und Nacht ist Nacht! Um deine Zeit im Internet oder am Computer besser unter Kontrolle zu bekommen, kannst du einen Online-Wecker herunterladen. Einfach eingeben, wie viel Zeit du am Computer verbringen möchtest und der Wecker sagt dir, wann diese Zeit um ist. Oder: Führe ein Computertagebuch. Denn Selbstkontrolle braucht gute Selbstbeobachtung (siehe Link-Tipps in der Box).

Außerdem: Plane, was du machst, wenn du offline bist. Aktiviere dich selbst (Sport, Musik, Freunde treffen, Ausgehen) und habe Spaß ohne Computer, Internet und Smartphone. Denk an deine Ziele!

Und am besten du holst dir andere mit ins Boot. Erzähle ihnen, dass du deine Zeit vor dem PC reduzieren willst. Es sollte jemand sein, der oder die bereit ist, sich dein Vorhaben anzuhören und es zu unterstützen (Familienangehörige, Freunde, Lehrer oder Ausbilder).

Tipp 4

Tipp 4: Gehe die Ursachen an!

Finde heraus, weshalb der PC in deinem Leben so wichtig geworden ist und was du in deinem realen Leben ändern musst. 

Wenn du in diesem Punkt nicht alleine weiter kommst, hol dir Beratung – "Beratung hilft" heißt nämlich auch der nächste Tipp, wo du entsprechende Linktipps findest.

Tipp 5: Beratung hilft!

Tipp 5

Tausche dich mit jemandem aus, der sich mit dem Thema Computersucht auskennt. Beratung ist keine Therapie, Beratung heißt miteinander reden und Fragen klären. Das kann eine Beratungsstelle oder eine Selbsthilfegruppe an deinem Wohnort sein, eine Online-, Chat- oder Mailberatung.

Caritas-Adressen bei dir vor Ort findest du über die Suchbox auf dieser Seite, gib einfach deinen Ort oder deine PLZ ein.

Weitere Adress-Datenbanken für Beratungsstellen und andere Hilfeeinrichtungen:

Die Online-Beratung der Caritas bietet Suchtberatung im Internet und im Chat:

Selbsthilfegruppen:

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