Die Position benennt die aus Sicht der Caritas zentralen fachlichen und politischen Herausforderungen des Reformvorhabens. Wir kommen zu dem Schluss, dass der aktuelle Regierungsentwurf Weichenstellungen vorsieht, die die Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe grundlegend verändern. Derart weitreichende Veränderungen bedürfen einer fundierten Wirkungs- und Kostenfolgenabschätzung. Diese sind bislang nicht erkennbar. Insgesamt lässt das aktuell vorgesehene zweistufige Gesetzgebungsverfahren noch zu viele wesentliche Fragen offen. Vor diesem Hintergrund plädieren wir dafür, das Gesetzgebungsverfahren vorübergehend auszusetzen und die offenen fachlichen, rechtlichen und finanziellen Fragen zunächst im Dialog mit allen Beteiligten zu klären.