„Es ist ein gutes Gefühl, dass mehr als 130 engagierte Menschen aus der ambulanten und stationären Hospizarbeit sich hier treffen“, freute sich Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer, Vorsitzender des Caritasverbands für die Diözese Speyer, bei der Begrüßung der Teilnehmer zum Hospizbegleitertag am 15. September im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen. Einmal im Jahr sind die Ehrenamtlichen der Ökumenischen Hospizhilfe Pfalz-Saarpfalz zu einem solchen Tag eingeladen, „um miteinander Erfahrungen auszutauschen, neue Impulse zu bekommen und an einem Thema zu arbeiten, das uns alle bewegt.“
Karl-Ludwig Hundemer, der Vorsitzende des
Caritasverbands für die Diözese Speyer, begrüßt die Zuhörer beim
Hospizbegleitertag.
Der Caritasvorsitzende verabschiedete bei der Gelegenheit Barbara Pflüger, die eine Gruppe von Hospizbegleiterinnen und -begleitern in Germersheim geleitet hat.
Das Thema des Tages für die Ehrenamtlichen war in diesem Jahr der Umgang mit demenzkranken Menschen. Das Besondere daran ist, so Sonja Birkenmayer, dass die allermeisten Teilnehmenden aus eigener Erfahrung mit Demenz schon konfrontiert wurden. „Demenz ist eine der größten Herausforderungen in unserer Gesellschaft“, betonte sie, und Demenz habe auch viel mit Hospizarbeit gemeinsam: „Beides hat mit Abschiednehmen zu tun.“
Ganz eindringlich und lebensnah zeigte Thomas Borggreve in einem selbst geschriebenen Theaterstück, was Demenz mit den Menschen macht – mit den Betroffenen, aber auch mit den Angehörigen, Ärzten und Pflegekräften in Einrichtungen. Die Krankheit entwickelt sich ganz schleichend, beginnt mit Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, auf die Betroffene und Angehörige mit Unverständnis und Unwillen reagieren. Es entwickeln sich Diskussionen und Auseinandersetzungen, wie es weitergehen soll angesichts dieser Veränderungen. Zunehmend verlieren sich die Menschen. Im Theaterstück stirbt der Demenzkranke am Ende, und für den Sohn bleibt die Trauer vor allem deshalb, weil er keine Gelegenheit hatte, sich von seinem Vater wirklich zu verabschieden – und weil die Frage bleibt, wann er ihn tatsächlich verloren hat.
Der rege Austausch im Anschluss zeigte, wie sehr das Thema und das Stück die Teilnehmenden berührt hat. In einem anschließenden Impulsreferat erfuhren sie, wie man mit Demenzkranken umgehen kann, was hilfreich ist für den Umgang mit ihnen und den Angehörigen. In Workshops erarbeiteten die Teilnehmenden für verschiedene Situationen Lösungsstrategien. Und auch da zeigte sich, wie viel die Einzelnen durch eigene Erfahrungen zur Diskussion beisteuern konnten.
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