Freiburg/Yangon, 23. März 2026. Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar hat Caritas international gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen und der katholischen Kirche vor Ort mehr als 300.000 Menschen mit lebenswichtiger Hilfe erreicht. Das Beben der Stärke 7,7 hatte am 28. März 2025 mehr als 3.700 Menschen getötet und in manchen Regionen bis zu 80 Prozent der Häuser zerstört - in einem Land, das bereits seit Jahren von einem Bürgerkrieg geprägt ist.
Unmittelbar nach der Katastrophe hatte die Caritas Myanmar gemeinsam mit rund 1.000 kirchlichen Mitarbeitenden eine landesweite Nothilfeaktion gestartet. Unter schwierigen Sicherheitsbedingungen und in teilweise schwer erreichbaren Regionen wurden Lebensmittel, Hygieneartikel und Bargeld an Betroffene verteilt. Gleichzeitig unterstützte Caritas Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser und half ihnen, ihre Existenzgrundlagen wiederherzustellen. Caritas und ihre Partner leisten bis heute in Myanmar Nothilfe und engagieren sich im Wiederaufbau. Neben materieller Unterstützung gehören psychosoziale Angebote für traumatisierte Menschen sowie Schulungen für Frauengruppen zur Katastrophenvorsorge zum festen Bestandteil der Programme.
Während die Menschen noch unter den Folgen der Naturkatastrophe leiden, setzt das Militärregime im Bürgerkrieg seine Angriffe auf die eigene Bevölkerung fort. Immer wieder kommt es zu Luftangriffen auf Dörfer, zu willkürlichen Verhaftungen, Folter und der Vertreibung ganzer Gemeinden. Schätzungsweise 3,6 Millionen Menschen sind inzwischen innerhalb des Landes auf der Flucht.
Trotz dieser aus Bürgerkrieg und Erdbeben resultierenden großen menschlichen Not, bleibt die internationale Hilfe weit hinter dem humanitären Bedarf zurück. "Aufgrund drastischer Mittelkürzungen konnten lebenswichtige Hilfsmaßnahmen im Jahr 2025 nur zu 17 Prozent finanziert werden. Das bedeutet: Nur etwa jeder fünfte Mensch, der dringend auf Hilfe angewiesen ist, erhält tatsächlich Unterstützung", sagt Myanmar-Referentin Angela Gärtner. Die Folgen sind gravierend: Rund 16 Millionen Menschen sind weiterhin auf humanitäre Hilfe angewiesen, zwölf Millionen leiden unter akutem Hunger. Es wird erwartet, dass durch den Iran-Krieg die Konzentration von humanitären Geldern auf den Nahen Osten noch weiter zunehmen wird und humanitäre Krisen wie die in Myanmar weiter aus dem Blickfeld der Weltöffentlichkeit geraten werden.
Caritas international bittet um Spenden:
Menschen in akuter Not weltweit
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