Lösung

Nahversorgung

CAP-Markt ermöglicht Einkauf vor Ort

Mitarbeiter des Cap-Markt HundsangenJan Heilig

Hundsangen ist ein Dorf im Westerwaldkreis mit 2100 Einwohnern. Nachdem der dortige Lebensmittelmarkt geschlossen wurde, organisierte die Gemeinde einen Fahrdienst, der die Senioren regelmäßig ins Nachbardorf zum Einkaufen chauffierte. Das Problem wurde dadurch zwar gelindert, aber nicht zufriedenstellend gelöst.

Nahversorgung und Integration

Im Mai 2014 wurde dann der CAP-Lebensmittelmarkt eröffnet. Der Markt in Hundsangen ist einer von mehr als 100 CAP-Märkten in ganz Deutschland und der erste CAP-Markt unter der Leitung des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn. Mit dem CAP-Markt soll die Nahversorgung wiederhergestellt, der Ortskern wiederbelebt sowie Menschen mit Handicaps in die Gemeinschaft integriert werden. Sie haben direkten Kundenkontakt, wodurch mehr Akzeptanz erreicht und Menschen mit Behinderung mehr Selbstbewusstsein erhalten sollen. In Hundsangen sind derzeit insgesamt 19 Mitarbeiter tätig, davon zwölf Menschen mit Behinderung.

Ergänzende Angebote

Der CAP-Markt wird gut angenommen. Die Nahversorgung des Dorfes ist wiederhergestellt und gerade ältere, weniger mobile Dorfbewohner können ohne fremde Hilfe einkaufen. Ein Auslieferungsservice und begleitender Einkauf ergänzen das Angebot im Markt. Im Markt kaufen die Bürger nicht nur täglich ein, sondern er ist auch Ort für Begegnungen und Gespräche. Somit ist er wichtiger Teil der dörflichen Infrastruktur.

Das Projekt Schritt für Schritt

Schritt 1: Lebensmittelmarkt zu – und dann?

Suchen Sie nach Lösungen, um die Nahversorgung weiterhin zu gewährleisten. In Hundshangen machte der Betreiber des bis April 2013 bestehenden EDEKA-Marktes den Bürgermeister auf die CAP-Märkte aufmerksam.

Schritt 2: Gehen Sie auf Projektträger zu

Der Orts-Bürgermeister informierte sich über das Konzept der CAP-Märkte und kontaktierte den Franchisegeber der CAP-Märkte – die GDW Süd.

Schritt 3: Die Caritas prüft das Projekt

Die GDW trat an die Caritaswerkstätten WWRL heran. Die Caritas prüfte, ob sie das Projekt durchführen kann: Nach zwei unabhängigen Marktgutachten wagen die Caritaswerkstätten das "Projekt CAP-Markt". So können sie zum einen die örtliche Nahversorgung wieder sicherstellen und den Beschäftigten zum anderen ein neues Arbeitsfeld außerhalb der Werkstatt bieten.

 

Projektträger:

Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn
Warthestr. 21
56410 Montabaur
Tel.: 02602 13070
www.caritaswerkstaetten-wwrl.de
mail@caritaswerkstaetten-wwrl.de