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Glossar: Kinder- und Jugendliche

Sozialraumorientierung

Die Sozialraumorientierung ist ein ganzheitliches Handlungskonzept der sozialen Arbeit. Im Kern geht es darum, die Lebensbedingungen aller Menschen in einem Stadtteil, Viertel oder einem ähnlichen Sozialraum zu verbessern. Ihre Interessen und Bedürfnisse stehen dabei im Vordergrund. Das Konzept setzt an den Stärken jeder/jedes Einzelnen an und aktiviert diese. Es soll Menschen in ungünstigen Lebenssituationen ermutigen, die Veränderungen in ihrem Wohngebiet selbst in die Hand zu nehmen. Darüber hinaus werden weitere Ressourcen des Sozialraums gesucht, vernetzt und zugänglich gemacht. Dazu gehören zum Beispiel Räume und Einrichtungen.

Basis des sozialräumlichen Arbeitens sind Kooperationen und Vernetzungen zwischen den Einrichtungen und Diensten der freien Wohlfahrtspflege, der kommunalen Verwaltung, der  lokalen Wirtschaft, der Wohnungswirtschaft, Bildungseinrichtungen, Pfarrgemeinden und den zivilgesellschaftlichen Initiativen. (vgl. Becker 2014: 25 / Deutscher Caritasverband, Eckpunkte Sozialraumorientierung 2013: 2-3)

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Sozialraumorientierung in der Caritasarbeit

Diskussionspapier für die verbandsweite Debatte, erschienen in: neue caritas 08/2011.

Eckpunkte zur Sozialraumorientierung in der Caritasarbeit

Die vorliegenden Eckpunkte bieten eine Orientierung für den Verband, wie durch den Ausbau der Sozialraumorientierung in der Caritasarbeit Strukturen für ein solidarisches Gemeinwesen geschaffen werden können.

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