Teilhabechancen von Langzeitarbeitslosen deutlich verbessern
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA) und der Deutsche Caritasverband e.V. (DCV) mit seiner Bundesarbeitsgemeinschaft "Integration durch Arbeit" (BAG IDA) machen in einem gemeinsamen Positionspapier Vorschläge, welche Unterstützung Langzeitarbeitslose brauchen, die nach vielen Jahren der Arbeitslosigkeit als besonders „arbeitsmarktfern“ gelten. Wichtig ist es, dass je nach Förderbedarf sehr passgenaue Hilfen bereitgestellt werden.
Das Positionspapier enthält zehn gemeinsame Forderungen:
- Notwendig sind Regelinstrumente. Die Programmpolitik der letzten Jahre muss ein Ende haben.
- Die Instrumente müssen für die freie Wirtschaft, soziale Einrichtungen und die öffentliche Hand offen sein. Die Sozialpartner vor Ort müssen über die Beschäftigungsfelder entscheiden können.
- Notwendig ist eine ganzheitliche Hilfeplanung.
- Anstelle von standarisierten Angeboten brauchen wir individuelle Förderung.
- Förderbedarfe, Förderhöhe und Unterstützungsbedarfe müssen regelmäßig überprüft werden.
- Das Selbstwertgefühl der geförderten Menschen muss gestärkt werden.
- Der Zuschuss zum Förderinstrument 16 i SGB II ist degressiv auszugestalten, muss aber an die Integrationsfortschritte regelmäßig angepasst werden.
- Tragfähige Kooperationen zwischen Unternehmen/Handwerk und Beschäftigungsträgern unterstützen die Integration.
- Erfolgreiche Integration geht nur mit gutem Coaching, welches Beschäftigten und Unternehmen zur Verfügung steht.
- Die Verteilung der Eingliederungsmittel zwischen den Jobcentern muss überprüft werden.