Donnerstag, 25. Juni 2026
11:00 - 12:00 Uhr
1.1 Werkstattgespräch „Initiative handlungsfähiger Staat“ – Wie kommen wir vor die Lage?
Wenig hat so großen Einfluss auf den Koalitionsvertrag der laufenden Legislaturperiode gehabt wie die "Initiative für einen handlungsfähigen Staat". Unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier haben u.a. Thomas de Maiziere, Bundesinnenminister a.D. und Peer Steinbrück, Bundesfinanzminister a.D. mit einem Kreis ausgewählter Expert:innen Erwartungen und Erfolgsbedingungen für anstehende Reformen zusammengetragen. Große Stiftungen wie die Stiftung Mercator und die ZEIT Stiftung haben das Vorhaben gefördert.
In der Sozialpolitik haben inzwischen verschiedene Regierungskommissionen an den Ideen der Initiative angeknüpft. Wie gelingt die Umsetzung? Was können wir tun, welche Orte braucht es, damit die Ideen der Jungen und die Erfahrung der Alten gemeinsam dazu beitragen, soziale Verantwortung und soziale Daseinsvorsorge im Sinne der Initiative zukunftsmutig weiterzuentwickeln?
Vortragende/ Gäste sind:
Thomas de Maiziere, Bundesminister a.D.
Manuel Hartung, Vorstand Zeit Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Eva Maria Welskop-Deffaa (Moderation)
Durchgeführt von: Deutscher Caritas Verband e.V.
1.2 Gesellschaft quo vadis – Freiwilligenengagement als Gamechanger
1.3 Mitreden. Mitgestalten. Mitentscheiden. Junge Stimmen stark machen in der Caritas
1.4 Inklusive Suchprävention entdecken – Das evaluierte Selbstkontrolltraining „SUPi“ stellt sich vor
In den letzten Generationen hat sich das Leben von Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen deutlich verbessert. Sie leben heute selbstständiger und nehmen selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teil.
Mehr Teilhabe bedeutet auch größere Wahlfreiheit - wie etwa beim Umgang mit Suchtmitteln. Aber wie soll man sich entscheiden, wenn Suchtmittelkonsum gesellschaftlich etabliert ist? Wünschenswert ist eine Auseinandersetzung für ein Bewusstsein zum Konsum und dass dieser Zielgruppe die erforderlichen Werkzeuge und Strategien zur Verfügung gestellt werden, um eine gesunde und bewusste Entscheidungsfindung zu unterstützen.
Der Caritasverband Emsland hat eigens für diese Zielgruppe ein innovatives Gruppentraining entwickelt. Gemeinsam mit Einrichtungen der Behindertenhilfe entstand ein partizipatives Trainingskonzept, welches wissenschaftlich begleitet und evaluiert wurde mit dem Ergebnis: "SUPi wirkt!" Das SUPi-Team Lisa Ahlers und Mandala Clavée vom Caritasverband Emsland gibt Einblicke in das Netzwerk, die Wirkweise des Trainings und liefert Impulse für die eigene Praxis.
Durchgeführt von: Caritasverband für den Landkreis Emsland
1.5 Bahnhofsquartiere für alle - Mobilität und Innenstädte generationsgerecht gestalten
1.6 Pflege im Kloster
1.7 "Hör mir zu.." - "Sprich mit mir..." Wie verschiedene Generationen gemeinsam Probleme angehen können
1.8 Sprachcafé - Sprachlich sicher in der Ausbildung
1.9 Wie gelingt Caritas in einer mehrsprachigen Realität? - Caritas in Südtirol als Beispiel
1.10 Im Sozialraum gemeinsam Zukunft gestalten - Solidarische Gemeinden im Landkreis Ravensburg
Seit 2021 begleitet die Caritas Bodensee-Oberschwaben gemeinsam mit dem Dekanat Allgäu-Oberschwaben und dem Landkreis Ravensburg sechs Kommunen beim Aufbau lokaler Engagementstrukturen. Ziel ist es, das Älterwerden in der Kommune aktiv zu gestalten und Bürger*innen zu beteiligen. Entstanden sind neue Strukturen und Vereine, die konkrete Angebote wie Mittagstische und Fahrdienste - entwickelt aus der Bürgerschaft für die Bürgerschaft. Die Solidarischen Gemeinden stärken den sozialen Zusammenhalt, entlasten kommunale Versorgungssysteme und fördern Vertrauen in lokale Institutionen sowie den übergenerationellen Zusammenhalt vor Ort. Die Vorstellung des Projekts wird durch Mitarbeitende der Caritas aus den Projekten, ehrenamtlich engagierte und ein Vertreter dem DiCV gestaltet. Der DiCV Rottenburg-Stuttgart sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung seiner Überlegungen zur Zukunft der sozialen Daseinsvorsorge.
Durchgeführt von: DiCV RottenburgStuttgart, CR Bodensee-Oberschwaben
1.11 Zusammen geht Pflege: Sechs Praxisbeispiele zur Generationenverständigung in Wohnen, Arbeit und Versorgung
1.12 Ideenwerkstatt Agendasetting: Jahreskampagnen 2027 und 2028
1.13 Nach uns die Zukunft: Sozialstaat, Generationenvertrag und die Rolle der Sozialwirtschaft?
Die Sozialwirtschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen: Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, steigende Kosten und begrenzte öffentliche Mittel stellen Geschäftsführungen vor neue strategische Herausforderungen. Der Programmpunkt beleuchtet die wirtschafts- und sozialpolitischen Rahmenbedingungen, unter denen soziale Organisationen künftig arbeiten und wachsen müssen. Im Fokus stehen dabei die folgenden Themen:
• die makroökonomischen und sozialpolitischen Rahmenbedingungen des Sozialstaats,
• die finanzielle Tragfähigkeit sozialer Sicherungssysteme,
• sowie die Implikationen für die Finanzierungs- und Entwicklungsperspektiven sozialer gemeinnütziger Einrichtungen wie der Caritas
Der Vortrag mit anschließender Diskussion bietet Orientierung für strategische Entscheidungen im Spannungsfeld von sozialem Auftrag, wirtschaftlicher Stabilität und nachhaltiger Refinanzierung.
Durchgeführt von: Deutscher Caritasverband e.V.
12:15 - 13:15 Uhr
1.14 Aus Alt mach Neu. Erzählcafékultur im Wandel
Nach 25 Jahren des bisherigen Formats ging das erste Essener Erzählcafé, das Borbecker Erzählcafé im Dezember 2025 zu Ende. 2026 wird nach einem neuen, zeitgemäßen und generationenübergreifenden Format gesucht. Der Mitmachraum lädt alle Interessierten dazu ein, sich über Best-/Worst-Practice-Beispiele auszutauschen – sowohl aus der Sicht der Organisator*innen, Anleitenden als auch Teilnehmenden. Lasst uns gemeinsam Ideen für eine moderne und nachhaltige Erzählcafékultur entwickeln! Erzählcafés können Generationen verbinden.
1.15 Wie Generationendialog Zukunft schafft. Caritas auf dem Weg zu neuer Wirksamkeit.
1.16 AVR Caritas: Attraktiv für Jung und Alt?
1.17 Entlastung für Pflegeeinrichtungen: Betriebliche Inklusion - Ein Gewinn für Alle!
1.18 Talk mit Gast „Wenn der Kontakt verlorenzugehen droht … bei Auszug, Trennung oder anderen familiären Veränderungen: Was führt wieder zusammen?“
Melde Dich mal wieder! Sollte in Zeiten von Chatgruppen und Social Media kein Problem sein. Aber was, wenn sich der Kontakt zwischen Großeltern, Kindern oder Enkelkindern schwierig gestaltet, nicht erwünscht oder nur einseitig ist? Was kann man auch vorausschauend tun, um wirklich und nicht bloß virtuell in Kontakt zu bleiben, wenn Kinder ausziehen oder sonstwie Trennung, Abschied ansteht?
Gast: Buchautor Sascha Schmidt ist Paar- und Familienberater. Moderation: Gerhard Vogel, Dipl.-Psychologe und Erziehungsberater
1.19 Jugendarmut gemeinsam bekämpfen
1.20 Dialog als Strategie? Zum Umgang mit ausgrenzenden Haltungen als Caritas
1.21 Schneller Aufstieg, starke Begleitung: Eine junge Führungskraft übernimmt
1.22 Generation X trifft Generation Z – und die Mitte zeigt den Weg: Warum die Generation Y die Zukunft prägt.
1.23 Mitwirkung im Caritas Netzwerk Deutschland – Chancen der neuen Verbandsordnung!
1.24 Ukraine - Deutschland: Entwurzelt im Alter
Durch den Angriffskrieg Russlands leben in der Ukraine rund vier Millionen Binnenvertriebene, unter ihnen eine große Gruppe alleinstehender älterer und hochbetagter Menschen. Haupt- und Ehrenamtliche der beiden Caritas-Organisationen Caritas Ukraine und Caritas Spes versorgen und betreuen Hunderte von ihnen. Durch Migration und Flucht entwurzelte ältere und hochbetagte Menschen zu integrieren, zu betreuen und zu versorgen ist auch eine wachsende Herausforderung für Caritas-Dienste in Deutschland. Hochrangige Vertreter der ukrainischen Caritas berichten über ihre Erfahrungen in der Versorgung entwurzelter, älterer Menschen unter Kriegsbedingungen und stellen sich unseren Fragen.
Durchgeführt von: Caritas international
1.25 Caritas – gute Unternehmensführung: Wie kommen wir bei unternehmerischen Fragestellungen im Verband und in der Politik voran?
Mit der neuen Satzung des Deutschen Caritasverbandes erhalten Unternehmensinteressen innerhalb der Caritas ein größeres Gewicht. Doch was bedeutet das konkret für den Verband, seine Strukturen und seine politische Arbeit?
UnternehmensvertreterInnen der Caritas stehen vor großen strategischen Herausforderungen: Demografische Entwicklung, Digitalisierung, Klimawandel und die Sicherung einer leistungsgerechten Finanzierung. Welche Erwartungen verbinden sie damit an die verbandliche Caritas? Wie können sie ihre Expertise und ihre Interessen wirksam in das Netzwerk der Caritas und die Organe des DCV einbringen?
In einem interaktiven Dialogformat diskutiert Dr. Friedrich von Schönfeld, Vorstand für Finanzen und Recht, gemeinsam mit den Teilnehmenden der Session diese Fragen. Ziel ist es, Handlungsbedarfe zu identifizieren und Impulse für eine stärkere Verankerung unternehmenspolitischer Anliegen in der Verbands- und politischen Arbeit des DCV zu entwickeln.
Durchgeführt von: Deutscher Caritasverband e.V.
1.26 Kooperationen und Zusammenschlüsse in der Sozialwirtschaft
Gemeinsam geht Vieles besser. Einrichtungen und Träger der Sozialwirtschaft begegnen aktuellen Herausforderungen zunehmend auch durch ein Miteinander. Anhand einer Fallstudie werden organisatorische, rechtliche und steuerliche Aspekte von Kooperationen und Zusammenschlüssen dargestellt und diskutiert.
Vortragende sind: Herr Dr. Axel Scherff (Geschäftsführer) und Herr Holger Salentin (Rechtsanwalt, Partner)
Durchgeführt von: Solidaris Revisions-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
16:30 - 17:30 Uhr
1.27 Dafür steht Caritas. Solidarität schafft Zukunft Sozialstaat neu denken – Soziale Arbeit jenseits der Ressourcendebatte.
1.28 Beratungsangebote für Jungen und Männer Ist jung = digital und alt = analog?
Der Workshop bietet Raum für Austausch, Reflexion und Vernetzung – und für die gemeinsame Weiterentwicklung zukunftsfähiger, generationsübergreifender Beratungsansätze.
1.29 Mit neuen Impulsen in das Ehrenamt der Zukunft
1.30 GEN – Generationen Entdecken sich Neu – Entdecken wir die Zauberkraft im Miteinander der Generationen, heben wir Potenziale für die frühkindliche Bildung
1.31 Zwischen Herkunft und Zukunft – Mutterrollen in der Kinder- und Jugendhilfe
Was bedeutet Muttersein, wenn Herkunft und neues Zuhause aufeinandertreffen? In Adoption und Pflegekinderhilfe prägen mehrere Mütter das Leben eines Kindes. Dieser Impuls lädt dazu ein, Mutterrollen neu zu betrachten, Spannungsfelder wahrzunehmen und die Bedeutung von Wertschätzung, Zugehörigkeit und Perspektiven für Kinder in den Blick zu nehmen. Eine Einladung zum Innehalten, Weiterdenken und Perspektivwechsel in der Kinder- und Jugendhilfe.
1.32 Suizidalität im Alter - Hintergründe und Handlungsmöglichkeiten
1.33 Nach den Boomern kommen wir: Die Generation X
1.34 „Werte erleben, ein Leitbild gemeinsam gestalten“ Von der Werkstatt auf den Spieltisch – ein kreativer Weg zu gelebten Werten
1.35 Mut-mach-Geschichten...rund um...
Wie durch den Alltag kommen? Es braucht die nötige Portion Mut, sich jeden Tag dem Alltäglichen neu zu stellen. Schwer daranzukommen? Nein! Mut schlummert als Ressource in uns – gespeichert in vielen winzigen Geschichten, die uns oft überraschend passieren. Geschichten, die uns Mut machen, müssen erzählt werden. Wir haben festgestellt: Wir brauchen den Mut dringend voneinander und zwischen den Generationen, um gut durch den Tag und belastete Zeiten zu kommen. Junge Kollegen*innen verfügen – so die Erfahrung – über unerhört andere Zugänge zum Alltag als die älteren – gegenseitiges Zuhören lohnt! So profitieren wir voneinander.
1.36 Peru: Geht das? Netzwerke für Menschen mit Behinderung
In einem der vielen Projektländer von Caritas international Mutter oder Vater eines Kindes mit Behinderung zu werden, bedeutet ein Leben in meist extremer Armut. Staatliche Hilfen sind im guten Fall minimal und müssen oft über Jahre hinweg erstritten werden. Die Antwort der Caritas-Partnerorganisationen vor Ort ist der Aufbau von Selbsthilfestrukturen und Netzwerken. Dazu gehören die Anleitung, Ausbildung und Unterstützung der betreuenden Angehörigen, der Aufbau von Selbsthilfegruppen in Quartieren und Gemeinden und die anwaltschaftliche Beratung. Die Erfahrung zeigt, dass es eine starke Gemeinschaft braucht, um ihre schwächsten Mitglieder aufzufangen. Vertreter_innen aus dem Ausland berichten über Erfolge und Schwierigkeiten beim Aufbau von Selbsthilfestrukturen für Inklusion und soziale Teilhabe in Gemeinden. Die Veranstaltung lädt zu Begegnung und Austausch ein. Gemeinsam können die Teilnehmenden Möglichkeiten und Grenzen der sozialen Teilhabe für Menschen mit Behinderung ausloten.
Durchgeführt von: Caritas international