„Freunde sind so unglaublich wichtig“
Im März 2020 bekommt Rebecca Kronawitter starkes Nasenbluten. Die Diagnose ist ein Schock. Leukämie. Mit 13 Jahren. "Als ich das Wort Krebs hörte, dachte ich, ich müsse sterben und hatte große Angst", erzählt sie. Mitten in der Pandemie musste sie in der Universitätsklinik Regensburg in die Chemotherapie. "Ich durfte nur meine Eltern sehen, das war sehr hart. Da habe ich gemerkt, wie unglaublich wichtig Freunde sind", erzählt die heute 18-Jährige.
Lange war unklar, ob die Behandlung anschlägt. Im Raum stand eine Knochenmarktransplantation. Wie schlecht es Rebecca ging, erfuhr auch Marietta Huber, Leiterin der Caritas-Sozialstation Hauzenberg und der CaJu Caritas Jugendgruppe. "Was können wir für Rebecca tun?", fragte sie. Schnell hatten die Jungen und Mädchen eine Idee. Und starteten eine Spendenaktion, verkauften Lose und hatten bald 3.000 Euro in der Kasse.
Dass sich daran so viele Menschen beteiligt haben, das hat mich schon sehr berührt und aufgebaut", erinnert sich Rebecca. Noch besser war, dass sie am Ende keine Knochenmarkspende brauchte. Nach 18 Monaten Chemotherapie, starken Schmerzen und dem Verlust ihrer Haare galt sie als geheilt. Statt blonde, glatte hat sie nun braune, gewellte Haare. Seit Herbst macht sie eine Ausbildung zur Ergotherapeutin und hat den Führerschein gemacht. Die Aktion kommt nun anderen zugute, sagt Marietta Huber: "Wir haben das Geld an die Knochenmarkstiftung gespendet".