„Das Kleinteilige ist nicht mein Ding“
An seine Zeit als Bundesfreiwilligendienstleistender (Bufdi) erinnert sich Elias Bauer noch genau. "Das Jahr in den Wolfsteiner Werkstätten hat mir sehr gutgetan. Es hat mich darin bestärkt, Heilerziehungspfleger zu werden", sagt der heute 18-Jährige.
Ausschlaggebend war die Zusammenarbeit mit den dort arbeitenden Menschen mit Behinderungen. Er empfand es als sehr befriedigend, dazu beizutragen, dass sie durch seine Hilfe am Arbeitsleben teilnehmen können. "Es ist schon faszinierend, wie unterschiedlich Menschen sind und reagieren", erzählt er. Auch Carola Schmid konnte er regelmäßig unterstützen. "Ich habe sie zu den arbeitsbegleitenden Maßnahmen eskortiert. Sie ist zwar gut zu Fuß, aber kann sich nur schlecht orientieren." Also hat er sie begleitet und wieder abgeholt.
Das hat Carola Schmid gutgetan. Was sie dort macht? "Wir spielen zusammen, kegeln oder tanzen auch mal. Ja mei, das Tanzen gefällt mir sehr", sagt sie. Es ist eine kurze Auszeit von der Arbeit, auf die sie allerdings nicht verzichten möchte. Aber sie muss dafür auch körperlich ran. In der Serienfertigung 2 verpackt die schwerhörige Frau für einen Autohersteller Ersatzteile und darüber hinaus Dichtungsringe oder Schrauben, die sie beispielsweise in Zehnergebinde verpacken muss. Das Kleinteilige ist nicht ihr Ding. "Mit den kleinen Schrauben habe ich meine Schwierigkeiten. Größere Ersatzteile verpacke ich lieber", sagt sie lachend. "Denn bei denen sehe ich viel schneller, was ich heute schon geleistet habe."