Vom 02. bis 13. März 2026 ist im Rheinberger Stadthaus die Präventionsausstellung „Echt Klasse“ zu sehen. Die Ausstellung richtet sich an Grundschulkinder und verfolgt das Ziel, Kinder frühzeitig zu stärken und sie altersgerecht für ihre eigenen Gefühle, Grenzen und Rechte zu sensibilisieren.
„Echt Klasse“ wurde vom PETZE-Institut für Gewaltprävention entwickelt und wird bundesweit in Schulen und Kommunen eingesetzt. Im Mittelpunkt steht ein präventiver Ansatz, der Kinder ermutigt, auf ihr Bauchgefühl zu hören, ihre Grenzen wahrzunehmen und sich Hilfe zu holen, wenn sie sich unwohl fühlen.
Was macht „Echt Klasse“ besonders?
Die Ausstellung ist als interaktiver Erlebnisraum konzipiert. An verschiedenen Mitmachstationen setzen sich die Kinder spielerisch mit wichtigen Themen auseinander, unter anderem mit:
- dem Recht auf den eigenen Körper
- dem Unterschied zwischen guten und schlechten Geheimnissen
- angenehmen und unangenehmen Berührungen
- dem Vertrauen in das eigene Gefühl
- dem Mut, Nein zu sagen
- dem Wissen, dass Hilfe holen erlaubt und wichtig ist
Die Inhalte sind bewusst kindgerecht, altersangemessen und stärkend gestaltet. Auf belastende Darstellungen wird vollständig verzichtet.
Begleitete Ausstellung für Kinder
Die Kinder besuchen die Ausstellung in kleinen Gruppen und werden dabei von pädagogischen Fachkräften begleitet. Die Fachkräfte erklären die Stationen behutsam, beantworten Fragen verständlich und achten darauf, dass sich alle Kinder sicher und wohlfühlen.
Der Fokus liegt nicht auf Angst oder Abschreckung, sondern auf Selbstvertrauen, Handlungssicherheit und positiver Stärkung. Die Kinder sollen erleben, dass ihre Gefühle ernst genommen werden und sie Unterstützung bekommen können.
Prävention, die stärkt
„Echt Klasse“ vermittelt wichtige Grundlagen der Präventionsarbeit:
- Kinder lernen, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu benennen
- sie entwickeln Sprache für Gefühle und Situationen
- sie erfahren, dass sie mit Sorgen nicht allein sind
- sie wissen, an wen sie sich wenden können
Die Ausstellung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur frühen Prävention sexualisierter Gewalt und zur Förderung einer offenen, respektvollen Gesprächskultur.
Organisation und Durchführung
Die Ausstellung wird kostenfrei durch die Hänsel & Gretel Kinderschutzstiftung zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung vor Ort erfolgt in Kooperation mit dem Rheinberger Kinderschutznetzwerk, bestehend aus Schulsozialarbeiter*innen der Rheinberger Schulen, Mitarbeitenden der Stadt Rheinberg sowie der Caritas Moers-Xanten.