Gründung der Caritas-Elfers-Stiftung (von links): Diözesancaritasdirektor Dominique Hopfenzitz, Benjamin Wenkers vom Caritasverband Rheine, Dieter Fühner vom Caritasverband Rheine, Norbert Winter, Ludger Schröer vom Caritasverband Rheine, Tobi Glose von der Caritas-GemeinschaftsstiftungCaritasverband für die Diözese Münster
Mit großer Dankbarkeit hat die Caritas die Einrichtung der Caritas-Elfers-Stiftung unter dem Dach der Caritas-Gemeinschaftsstiftung vorgenommen. Die Geschwister Carola und Rudolf Elfers aus Rheine-Neuenkirchen hatten frühzeitig den Wunsch geäußert, ihr Vermögen langfristig für soziale und karitative Zwecke einzusetzen und damit Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen.
Bereits Anfang Dezember 2025 wurde dazu ein eigener Stiftungsfonds gegründet. In einem weiteren Schritt wurde nun beim Notar ein wesentlicher Teil des derzeit verfügbaren Vermögens in diesen Stiftungsfonds eingebracht. Damit ist bereits heute eine tragfähige Grundlage geschaffen, um soziale Arbeit in Neuenkirchen und Umgebung dauerhaft zu stärken.
Allen Beteiligten war wichtig, den eingeschlagenen Weg maßvoll, rechtssicher und mit Blick auf die gegenwärtige Situation zu gestalten. Die Caritas-Elfers-Stiftung ist daher so angelegt, dass sie bereits jetzt wirken kann und zugleich für künftige Entwicklungen offenbleibt. "Der Caritasverband für die Diözese Münster ist im Rahmen der Nachlassregelung als Erbe vorgesehen", sagt Dominique Hopfenzitz, Vorstand des Diözesan-Caritasverbands. "Diese Rolle haben wir von Beginn an nicht als formale Rechtsposition verstanden, sondern als besondere Verpflichtung."
"Uns war und ist bewusst, dass Vermögen aus diesem familiären Zusammenhang nicht kurzfristig verbraucht, sondern nachhaltig, transparent und im Sinne des mutmaßlichen Willens der Geschwister eingesetzt werden muss", sagt Hopfenzitz. "Gemeinsam mit dem Caritasverband Rheine und dem Bevollmächtigten haben wir deshalb bewusst entschieden, die bereits möglichen Vermögenswerte schrittweise in eine Stiftung einzubringen und mit der Caritas-Elfers-Stiftung eine Struktur zu schaffen, die diesem Anspruch gerecht wird - dauerhaft, gemeinwohlorientiert und regional verankert."
Die Geschäftsbesorgung für die operative Umsetzung der Stiftung übernimmt der Caritasverband Rheine. Damit ist gewährleistet, dass die Fördermittel nah an den tatsächlichen sozialen Bedarfen vor Ort eingesetzt werden. "Wir verstehen unsere Aufgabe so, dass die Mittel der Stiftung umsichtig und zielgerichtet eingesetzt werden", sagen Dieter Fühner und Ludger Schröer, Vorstände des Caritasverbandes Rheine. "Es geht darum, die soziale Arbeit in Neuenkirchen und Umgebung dort zu stärken, wo sie konkret gebraucht wird - heute und in Zukunft."
Begleitet wird dieser Weg weiterhin von Norbert Winter, der die Familie Elfers seit vielen Jahren unterstützt. "Die schrittweise Einrichtung der Stiftung entspricht nach meiner Überzeugung dem Willen der Familie Elfers", so Norbert Winter. "Es war und ist ihnen ein Anliegen, dass ihr Vermögen dauerhaft sozialen und karitativen Zwecken in Neuenkirchen und Umgebung zugutekommt." Die Familie Elfers haben das Bild von der Dorfgesellschaft in Neuenkirchen mitgeprägt. "Sie war immer ihr Lebensmittelpunkt." Die nun gewählte Lösung trägt diesem Wunsch Rechnung: "Mit Augenmaß und Respekt vor der aktuellen Situation."
Die Caritas-Elfers-Stiftung ist bewusst als offene Stiftung konzipiert. Zustiftungen und Spenden sind jederzeit möglich. "Diese Stiftung ist ein Angebot an alle, die sich für soziale Verantwortung in der Region engagieren möchten", betont Tobias Glose, Geschäftsführer der Caritas-Gemeinschaftsstiftung Münster. "Wir freuen uns über jede Zustiftung und jedes Zeichen der Verbundenheit mit der sozialen Arbeit vor Ort."
Die Caritas-Elfers-Stiftung steht für Weitsicht, Verantwortung und Solidarität. Sie verbindet den Wunsch der Familie Elfers, Gutes zu tun, mit einer professionellen und gemeinwohlorientierten Umsetzung. So wächst aus einem Vermächtnis Schritt für Schritt eine dauerhafte Unterstützung für Menschen in Neuenkirchen und Umgebung.
Von Recke bis Recklinghausen, von Emmerich bis Lengerich - die Caritas im Bistum Münster ist für Menschen in Notsituationen da. Ob Jung oder Alt, Alleinstehend oder Großfamilie, mit Behinderung oder Migrationshintergrund, körperlicher oder psychischer Erkrankung. Unter dem Motto "Not sehen und handeln" sind 80.000 hauptamtliche Mitarbeitende und 30.000 Ehrenamtliche rund um die Uhr im Einsatz. Für die Hilfe vor Ort sorgen 25 örtliche Caritasverbände, 18 Fachverbände des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) und 3 des SKM - Katholischer Verein für Soziale Dienste. Hinzu kommen 57 Kliniken, rund 150 Einrichtungen der Behindertenhilfe, 205 Altenheime, 95 ambulante Dienste, 115 Tagespflegen, 27 Pflegeschulen, 89 Kindertageseinrichtungen und 22 stationäre Einrichtungen der Erziehungshilfe. Über 6.200 Teilnehmende nutzen jährlich die 350 Fort- und Weiterbildungsangebote des Diözesancaritasverbands.
006-2026 (mib) 23. Februar 2026