Mit einer gemeinsamen Baumpflanzaktion im Mariengarten des Caritasverbandes Erfurt ging am 7. Mai die Bundestagung 2026 des Bundesverbandes Caritas Kinder- und Jugendhilfe
e. V. (BVkE) in Erfurt zu Ende. Unter dem Motto "Nachhaltig. Demokratisch. Inklusiv. - Kinder- und Jugendhilfe als Motor einer starken Gesellschaft" setzten die Teilnehmenden ein sichtbares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und nachhaltige Entwicklung.
Im Rahmen des Projekts "Natur (er)leben! Kinder- und Jugendhilfe packt an", das im Bun-desprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird, wurde ein Maulbeerbaum im Mariengarten in Erfurt gepflanzt. Weitere Maulbeerbäumchen werden durch die Teilnehmenden der Bundestagung bundesweit gepflanzt. Sie stehen symbolisch für Klimaschutz, Umweltverantwortung und gemeinschaftliches Handeln.
Die Aktion verbindet ökologische Nachhaltigkeit mit pädagogischer Praxis und zeigt, wie die Kinder- und Jugendhilfe aktiv zur Gestaltung zukunftsfähiger Lebensbedingungen beiträgt.
Ein Baum mit Haltung
Die gepflanzten Bäume greifen die zentralen Leitgedanken der Tagung auf: Nachhaltigkeit, Demokratie und Inklusion. Sie machen deutlich, dass junge Menschen nicht nur begleitet, sondern aktiv beteiligt werden müssen: an Entscheidungen, an gesellschaftlichen Prozessen und an der Gestaltung ihrer Umwelt.
"Diese Bäume sind mehr als ein symbolischer Abschluss. Sie stehen für das, was Kinder- und Jugendhilfe täglich leistet: Selbstwirksamkeit stärken, Beteiligung ermöglichen und Perspektiven eröffnen", sagt Thomas Domnick, Vorstandsvorsitzender des BVkE. "Damit dieser Impuls weiterwirkt, erhielten alle Teilnehmenden ein kleines Maulbeerbäumchen, um die Idee in ihre Einrichtungen zu tragen."
"Natur (er)leben!" - Praxis, die wirkt
Die Pflanzaktion ist Teil des Kooperationsprojekts "Natur (er)leben! Kinder- und Jugendhilfe packt an", mit dem Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe dazu ermutigt und befähigt werden sollen, gemeinsam mit jungen Menschen konkrete Beiträge zur Förderung der biologischen Vielfalt sowie zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Dazu zählen auch die vom Projektpartner Bergwaldprojekt e. V. durchgeführten Waldwochen, in denen die teilnehmenden Jugendlichen aktiv beim Erhalt der Waldökosysteme mitarbeiten, sowie das Angebot
einer naturpädagogischen Weiterbildung für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.
Im Vorfeld der Aktion gestalteten Kinder und Jugendliche kreative Anhänger, die nun an den Bäumen angebracht werden - als Zeichen für Vernetzung, Beteiligung und gemeinsames Lernen. "Wenn junge Menschen selbst aktiv werden, entsteht echte Wirkung.
‚Natur (er)leben!‘ zeigt, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung ganz praktisch gelingt - mit Kopf, Herz und Hand", sagt Catja Teicher, Projektleitung und stellvertretende Geschäftsführerin des BVkE.
Gemeinsam wachsen lassen - über die Tagung hinaus
Die Aktion unterstreicht einen zentralen Anspruch der Kinder- und Jugendhilfe: nachhaltige Strukturen zu schaffen, die langfristig wirken - ökologisch, sozial und demokratisch.
Die gepflanzten Maulbeerbäume stehen dabei auch für Resilienz und Zukunftsfähigkeit: Sie sind robust, anpassungsfähig und tragen Früchte: genau wie die Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe.
Starkes Signal aus Erfurt
Mit der Baumpflanzaktion endete die Bundestagung nicht nur symbolisch, sondern sandte ein klares Signal: Die Kinder- und Jugendhilfe übernimmt Verantwortung für junge Menschen, für gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die Mitwirkung an der sozial-ökologischen Transformation.
Philipp Nitsche, Diözesan-Caritasdirektor für das Bistum Erfurt, betont: "Der Mariengarten ist gestern um einen Baum reicher geworden. Er ist ein Ort, an dem Zukunft sichtbar wächst. Wir haben die Bundestagung gerne begleitet und freuen uns, dass dieses starke Zeichen von Erfurt ausgeht."
Über das Projekt
Das Projekt "Natur (er)leben! Kinder- und Jugendhilfe packt an" startete am 1. August 2023 und wird gemeinsam vom Bergwaldprojekt e. V. und dem Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe e. V. durchgeführt.
Das sechsjährige Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Interessierte Einrichtungen können sich unter www.naturerleben.org über das Projekt informieren.