
Erfurt, 9. März - Philipp Nitsche, Diözesan-Caritasdirektor, und Sabina Kuchta, Fachreferentin für Migration und Integration bei der Caritas im, Bistum Erfurt, haben sich mit der Thüringer Ministerin für Migration, Justiz und Verbraucherschutz, Beate Meißner, über den geplanten Ausbau der Rückkehrberatung im Freistaat ausgetauscht. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Weiterentwicklung der Beratungsangebote für Menschen ohne Bleibeperspektive. Die Rückkehrberatung ist auch ein wichtiger Bestandteil der Migrationsarbeit der Caritas. Sie richtet sich an Menschen, die nach Abschluss ihres Asylverfahrens keine langfristige Aufenthaltsperspektive in Deutschland haben und sich mit der Frage einer Rückkehr in ihr Herkunftsland auseinandersetzen müssen. In dieser Situation bietet die Beratung Orientierung, informiert über rechtliche und organisatorische Fragen und unterstützt bei den nächsten Schritten. Dazu gehören unter anderem Hilfe bei der Beschaffung von Reisedokumenten, Unterstützung bei der Organisation der Ausreise sowie Informationen zu Förderprogrammen, die eine freiwillige Rückkehr und einen Neustart im Herkunftsland erleichtern können. Die Beratung erfolgt unabhängig und individuell und orientiert sich an der jeweiligen Lebenssituation der Ratsuchenden. Vor diesem Hintergrund plant das Land Thüringen, die bestehenden Strukturen der Rückkehrberatung weiter auszubauen und landesweit zugänglicher zu machen. Der Austausch in Erfurt diente dazu, Erfahrungen aus der Beratungsarbeit einzubringen und Perspektiven für die Weiterentwicklung des Angebots zu besprechen.