Unter diesem Leitsatz der Jahreskampagne macht die Caritas macht deutlich, dass niemand ausgegrenzt oder alleingelassen werden darf. Am Caritas-Sonntag, der traditionell den Auftakt zu unserer Sammlungswoche bildet, erinnert die Kirche besonders an ihren diakonischen Auftrag: Türen zu öffnen für Menschen in Not. Jede geöffnete Tür, sei es ein Gespräch, eine helfende Hand oder ein offenes Herz, kann für jemanden ein Neuanfang sein.
Dazu braucht es Menschen, die mutig handeln und entschlossen aufeinander zugehen. Im ersten Brief des Apostel Johannes heißt es: "Wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit" (1 Joh 3,18). Die Zeit in der wir heute leben, polarisiert. Sie ist geprägt von Ängsten, Unsicherheit, Einsamkeit und sozialer Not.
Gerade jetzt sind wir aufgerufen Türen und Herzen zu öffnen. Der Caritas-Sonntag lädt uns ein, konkrete Zeichen der Hoffnung zu setzen durch unsere Hilfe, unser Gebet und unsere Solidarität.
Denn gelebte Nächstenliebe ist das sichtbar gewordene Evangelium. Nächstenliebe ist ein Grundvollzug unseres Glaubens. Caritas bedeutet: nicht nur anderen zu helfen, sondern in ihnen Christus zu begegnen. Wer in Gott ein taucht, taucht neben seinem Nächsten wieder auf. Und wer in die Not der Menschen eintaucht, taucht im innersten Wesen Gottes auf.
Unterstützen Sie uns in der kommenden Sammlungswoche und auch gerne darüber hinaus. Öffnen Sie Ihre Türen für unsere Sammlerinnen und Sammler. Setzen Sie ein Zeichen der Solidarität für diejenigen Mitmenschen, die sich in einer Notlage befinden. Jede Spende - ob groß oder klein - zählt.
So setzt sich am Caritas-Sonntag eine starke Gemeinschaft der Nächstenliebe in Bewegung. Herzlichen Dank allen, die sich engagieren. Ihnen allen einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche.
Stefan Seiderer
Bischöflich Beauftragter und
Vorstand des Caritasverbandes für die Diözese Passau e.V.