Voller Freude zeigen Kerstin Neukirchinger (li.) und Regina Grundmüller den KTK QualitätsbriefJosef Heisl
Vor vier Jahren hat sich das Team der kita-Hutthurm St. Magdalena auf den Weg gemacht, das Bistumsrahmenhandbuch zur Qualitätssicherung in seiner Einrichtung zu erarbeiten. In dieser Zeit wurde viel reflektiert, hinterfragt und optimiert. Mit der erfolgreichen Evaluierung ist das Projekt jetzt abgeschlossen und das Zertifikat übergeben.
Zu dieser festlichen Feierstunde luden die Kita-Leiterin Kerstin Neukirchinger und ihre Stellvertreterin Regina Grundmüller eine Reihe von Persönlichkeiten ein, die mit der kita-St. Magdalena und dem Projekt in Verbindung stehen, darunter die Vertreter des Elternbeirates und Vertreter der Caritas, an der Spitze die Vertreterin des Trägers Caritasverband Passau, Heike Rosenberger sowie die Projektmoderatorin und Fachberaterin Andrea Irouschek. Vom Pfarrverband kam Pfarrer Wolfgang Keller, von der Marktgemeinde die 2. Bürgermeisterin Andrea Koller, die im Namen der Marktgemeinde die Anwesenden begrüßte und zur Urkunde gratulierte. Aus dem Gemeinderat kamen Otto Gottinger, Andreas Gastinger, Manuela Rosenberger sowie Thomas Eder. Den Elternbeirat vertraten unter anderem Julia Weichselsdorfer und Nicole Baumann.
v.l.: Kita Regionalleitung Heike Rosenberger sowie die Projektmoderatorin und Fachberaterin Andrea IrouschekJosef Heisl
Nach ihren Grußworten ging Kerstin Neukirchinger auf das Projekt ein, das unter dem Motto "Nur wer nicht stehen bleibt, kann sich weiterentwickeln" steht. Das war im Jahr 2022 für das Team der Impuls beim Projekt Bistumsrahmenhandbuch mitzuwirken und wenn möglich am Ende der vier Jahre mit dem Qualitätsbrief abzuschließen. Reflektieren, Betrachten, Überdenken, Festschreiben, das waren die Schlagwörter. Qualitativ hochwertig und auf dem neuesten Stand der Pädagogik arbeiten, zum Wohle unserer Kinder und Eltern. Die sieben Qualitätsbereiche im Bistumsrahmenhandbuch galt es zu erarbeiten und zu dem hauseigenen hochwertigen Praxishandbuch zu formen, betonte die Kita-Leiterin. Zu den Qualitätsbereichen zählen Kinder, Eltern, pastoraler Raum, der Sozialraum, Glaube, Träger, Leitung und Personal.
Zudem wurde noch das Schutzkonzept, das sexualpädagogische Konzept und eine Kita-Verfassung mit den geltenden Kinderrechten erarbeitet. Am 15. und 16.Juli 2025 fand eine Evaluierung statt. Nach eingehender Prüfung durch den Bundesverband kam am 4. Dezember 2025 die Mitteilung zur Verleihung des KTK-Qualitätsbriefes. Damit ist die Kita St. Magdalena die zweite Einrichtung im Bistum Passau und die erste in Stadt und Landkreis Passau, die dieses Qualitätsmerkmal erhalten hat.
Rückblickend sei das eine Teamhöchstleistung, weil diese Arbeit neben dem regulären Betrieb mit all seinen Anforderungen stattfand, betonte Kerstin Neukirchinger. An dieser Stelle wolle sie ihrem Team mit seiner herausragenden Fachlichkeit danken. Der heutige Festtag sei ein ankommen, ein zurückblicken und auch ein auf- und durchatmen, ein sich freuen und feiern. Dann gehe es mit neuer Kraft wieder weiter. Die Arbeit sei in Ordnern ausgelegt und den Eltern stets zugänglich, schloss die Kita-Leiterin.
Den Caritasverband der Diözese Passau vertrat Heike Rosenberger. Sie bezeichnete die Veranstaltung als einen Tag der Freude. Die Auszeichnung sei bundesweit anerkannt. Sie stehe für systematische Qualitätsentwicklung, verbindliche Standards und eine klare pädagogische Haltung in katholischen Kindertageseinrichtungen. Der Qualitätsbrief bestätigt, dass zentrale Qualitätsbereiche der Kita regelmäßig überprüft, dokumentiert und weiterentwickelt werden. Die Kita St. Magdalena arbeite mit einer bewusst gestalteten Mischpädagogik aus Kneipp- und Reggio-Ansatz. Bewegung, Gesundheit, Selbständigkeit und Partizipation bilden dabei tragende Säulen des pädagogischen Alltags.
Ein besonderer Stellenwert kommt dem Kinderschutz und der Präventionsarbeit zu. Das Schutzkonzept der Einrichtung definiert klare Handlungsleitlinien und stärkt Kinderrechte. Die Kita versteht sich als Ort der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern, betont Kerstin Neukirchinger und ergänzt, dass Qualitätsentwicklung kein Projekt sei, sondern gelebter Alltag.
Die Auszeichnung bestätigt die fachliche Arbeit des Teams und ihr kontinuierliches Engagement für gute Bildungs- und Entwicklungsbedingungen für Kinder. Mit dem Qualitätsbrief wird der Einrichtung ein weiterer Schritt auf dem langfristigen Weg der Qualitätsentwicklung bescheinigt. Ziel bleibt die kontinuierliche Sicherung und Weiterentwicklung der Standards zum Wohle der Kinder. Die Kita St. Magdalena in Hutthurm betreut Krippen- und Kindergartenkinder und versteht sich als familienergänzende Bildungs- und Betreuungseinrichtung.
Andrea Irouschek war es anschließend vorbehalten, die Urkunde auszuhändigen. Die Evaluatorin des KTK Qualitätsbriefes sah darin ein sichtbares Zeichen für hohe pädagogische Qualität, für Verlässlichkeit und für eine Haltung, die die Kinder in den Mittelpunkt stellt. Wenn man von Qualität spreche, meinen wir mehr als Güte und Wert, betonte Irouschek. Die Einrichtung habe nachgewiesen, dass sie ein wirksames System zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität aufgebaut hat und auch lebt. Die Einrichtung erfüllt vollständig die Kriterien des KTK-Qualitätsbriefes. Der Weg dorthin sei intensiv gewesen.
Qualität bedeute weit mehr als nur gut organisierte Abläufe, sie bedeute Kinder in ihrer Einzigartigkeit wahrzunehmen und zu stärken. ihnen Sicherheit, Orientierung und Geborgenheit zu geben, sie zu selbständigen, neugierigen und verantwortungsvollen Persönlichkeiten zu begleiten. Bildung sei als ganzheitlicher Prozess zu verstehen, mit Herz, Verstand und Hand. Mit dem Eröffnungsgottesdienst im Dom zu Passau habe alles 2022 begonnen, die Evaluierung am 15. und 16.07.2025 habe diese Arbeit eindrucksvoll bestätigt.
Das Ergebnis sei, diese Kita arbeite professionell, reflektiert und werteorientiert. Dafür sagte Andrea Irouschek allen Beteiligten und vor allem dem ganzen Kita-Team für ihre Fachkompetenz, ihr Herzblut und ihre Ausdauer einen herzlichen Dank und überreichte der Kita-Leitung St. Magdalena den KTK-Qualitätsbrief. Der heutige Tag sei ein Meilenstein aber kein Zielpunkt. Der KTK-Qualitätsbrief sei für sie als Träger Ansporn, weiterhin gute Rahmenbedingungen zu schaffen, Entwicklung zu ermöglichen und Qualität nachhaltig zu sichern. Gemeinsam könne man stolz auf das Erreichte sein und mit Zuversicht nach vorne blicken.
Pfarrer Wolfgang Keller griff die beiden Worte auf "Zusammen.-Wachsen". "Eure Lebensqualität wächst zusammen, wenn ihr im Schönen und im Schweren mit den Kindern und dem Team nicht stehen bleibt, sondern euch weiterentwickelt. So wünsche er ihnen weiterhin genügend Zeit zur Freude in Gott und zum Lachen mit den Menschen, betonte der Pfarrer und dankte allen für ihren Einsatz und gratulierte zur Auszeichnung.
Die Vertreter des Elternbeirats blickten ebenfalls anerkennend auf die vier Jahre zurück. Darin stecken vier Jahre intensive Arbeit, die man im normalen Kita-Alltag nicht sieht. Der Prozess sei für Viele wie ein Marathon, die Evaluierung wie ein Sprint gewesen. Die Kita nehme jetzt eine Vorreiterrolle ein und setze einen Goldstandard für die ganze Region, betonte Julia Weichselsdorfer. Dieser Qualitätsbrief sei für die Eltern nicht nur ein Ordner im Regal oder ein Siegel an der Tür, Qualität werde jeden Tag ganz praktisch erlebt. "Was ihr hier listet geht weit über den Dienstplan hinaus", schloss die Vertreterin des Elternbeirats. Bei Getränken und einem kleinen Imbiss wurde anschließend auf die engagierte Arbeit zurückgeblickt.
Text: Josef Heisl