Für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Erhalt einer verlässlichen sozialen Infrastruktur: Die Caritas im Norden hat sich am Donnerstag, 8. Oktober, an der Demonstration der Wohlfahrtsverbände in Kiel beteiligt. Gemeinsam mit Tausenden Menschen aus ganz Schleswig-Holstein setzte sie ein deutliches Zeichen gegen geplante Kürzungen im Sozialbereich und für eine Gesellschaft, in der alle Menschen auf Unterstützung und Teilhabe zählen können.
Unter dem Motto "Demokratie sichern, Zusammenhalt stärken" versammelten sich die Demonstrierenden zunächst auf dem Kieler Rathausplatz und zogen anschließend zum Landeshaus. Nach Polizeiangaben nahmen rund 5.000 Menschen an der Demonstration teil. Beschäftigte, Träger und Unterstützende aus zahlreichen Bereichen der sozialen Arbeit machten deutlich, welche Bedeutung soziale Angebote für das Zusammenleben und die demokratische Gesellschaft haben.
Geplante Sozialkürzungen gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt
Jennifer Schlaupitz, Geschäftsfeldleitung Spitzenverband beim Caritasverband für das Erzbistum Hamburg e.V., kritisierte am Rande der Veranstaltung die geplanten Einsparungen deutlich:
"Wir erleben hier keine zukunftsfähigen Reformen, sondern ein reines Sparpaket zulasten der schwächsten Glieder unserer Gesellschaft. Wenn wir jetzt bei der sozialen Infrastruktur, bei Kindern, Familien und pflegebedürftigen Menschen den Rotstift ansetzen, beschädigen wir das soziale Fundament unseres Zusammenlebens nachhaltig. Die Caritas im Norden steht hier, um laut und deutlich zu sagen: Kürzungen im Sozialbereich sind brandgefährlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt."

Soziale Dienste und Einrichtungen unterstützen Menschen in schwierigen Lebenslagen, begleiten Familien und ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe. Damit sie diese Aufgaben erfüllen können, brauchen sie eine verlässliche Finanzierung und Planungssicherheit. Die Caritas im Norden warnt davor, dass Kürzungen notwendige Hilfen gefährden und insbesondere Menschen treffen, die auf Unterstützung angewiesen sind.
Unterstützung erhielten die Demonstrierenden von Schleswig-Holsteins Sozialministerin Aminata Touré. Sie bezeichnete den Protest laut Tagesschau als "beeindruckend und berechtigt" und kritisierte die geplanten Sozialreformen des Bundes als "Schlag ins Gesicht vieler Menschen".
Soziale Sicherheit ist eine Grundlage für Demokratie und Zusammenhalt.
Mit ihrer Teilnahme an der Demonstration unterstreicht die Caritas im Norden, dass politische Reformen die Auswirkungen auf die Menschen berücksichtigen müssen. Eine starke soziale Infrastruktur schafft Teilhabe, wirkt Ausgrenzung entgegen und trägt dazu bei, dass niemand zurückgelassen wird.