
Im Mittelpunkt standen dabei stets die Menschen, ihre Lebensrealitäten und diejenigen, die sie täglich begleiten und unterstützen. Die Aktionswochen im Vorfeld der Landtagswahl am 6.9.2026 haben gezeigt: Menschlichkeit wird dort konkret, wo Teilhabe ermöglicht, Unterstützung gesichert und Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen nicht allein gelassen werden.
Somit richtet die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege im Land Sachsen-Anhalt bereits den Blick auf die anstehende Regierungsbildung. Aus Sicht der Freien Wohlfahrtspflege kommt es nun darauf an, dass für die kommende Legislaturperiode die notwendigen Entscheidungen getroffen und die anstehenden Aufgaben angegangen werden. Sachsen-Anhalt steht vor großen gesellschaftlichen Veränderungen: Der demografische Wandel, soziale Ungleichheiten, Migration und Integration, Fachkräftemangel sowie der zunehmende Antisemitismus stellen das Land vor Herausforderungen, die nahezu alle Lebensbereiche betreffen.
Für die LIGA ist dabei entscheidend, dass bei den anstehenden politischen Entscheidungen Menschlichkeit der Maßstab bleibt. Politik muss sich daran messen lassen, ob sie Menschen Sicherheit, Teilhabe und Perspektiven ermöglicht und die Voraussetzungen für ein gutes Zusammenleben in Sachsen-Anhalt schafft.
Die soziale Infrastruktur gilt es nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern dort weiterzuentwickeln und zu stärken, wo sich Bedarfe verändern oder wachsen. Kinder und Jugendliche brauchen gute Bildungs- und Entwicklungschancen. Ältere und pflegebedürftige Menschen müssen wohnortnah Unterstützung erhalten. Menschen mit Beeinträchtigungen brauchen gleichberechtigte Teilhabe. Zugewanderte benötigen Zugänge zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Beratungs- und Unterstützungsangebote müssen für Menschen auch dann erreichbar bleiben, wenn Lebenslagen schwierig werden.
Eine verlässliche Finanzierung bleibt damit eine wesentliche Voraussetzung. Sie ist jedoch kein Selbstzweck: Sie ermöglicht stabile Angebote, gute Arbeitsbedingungen, fachliche Qualität und die notwendige Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur.
„Wir benötigen Handlungsfähigkeit und Planungssicherheit - statt langwieriger Hängepartien. Auf Landesebene stehen wichtige Reformen und Entscheidungen an, die unmittelbare Folgen für die Menschen und die soziale Infrastruktur in Sachsen-Anhalt haben", erklärt die Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege im Land Sachsen-Anhalt, Katja Fischer.
Die LIGA wird den weiteren politischen Prozess fachlich begleiten und sich dort einbringen, wo Entscheidungen die soziale Infrastruktur und die Lebensbedingungen der Menschen in Sachsen-Anhalt betreffen. Dabei will sie die Erfahrungen aus der täglichen Arbeit ihrer Verbände, Einrichtungen und Dienste in die politische Debatte einbringen.
Unser gemeinsames Ziel ist ein Sachsen-Anhalt, in dem jeder Mensch seinen Platz findet und Unterstützung erhält, wenn sie gebraucht wird. Dafür braucht es eine starke soziale Infrastruktur und politische Entscheidung, bei denen Menschlichkeit der Maßstab bleibt.
Hintergrund
Zur LIGA der Freien Wohlfahrtspflege im Land Sachsen-Anhalt gehören diese sechs Spitzenverbände:
Arbeiterwohlfahrt (AWO) Sachsen-Anhalt - www.awo-sachsenanhalt.de
Caritasverband für das Bistum Magdeburg - www.caritas-bistum-magdeburg.de
Der Paritätische Sachsen-Anhalt - www.paritaet-lsa.de
Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Landesverband Sachsen-Anhalt - www.sachsen-anhalt.drk.de
Diakonie Mitteldeutschland - www.diakonie-mitteldeutschland.de
Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt - www.lv-sachsen-anhalt.de
Gemeinsam vertreten diese Verbände mehrere tausend soziale Einrichtungen und Dienste im Land - von Pflegeheimen, Beratungsstellen und Krankenhäusern über Kitas und Jugendhilfeeinrichtungen bis hin zu Angeboten für Menschen mit Behinderungen, Migrantinnen und Migranten sowie ehrenamtlichem Engagement. Nach Angaben der LIGA engagieren sich unter ihrem Dach rund 30.000 Ehrenamtliche und mehr als 65.000 hauptamtliche Mitarbeitende in über 3.600 Einrichtungen und Diensten in Sachsen-Anhalt.