Lebendig, bunt und inklusiv: Unter dem Motto „Fühle das Leben“ feierten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam einen besonderen Caritas-Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter in Ketten in Montabaur. Die selbst gestalteten Emojis sowie die musikalische Begleitung mit Geige und Gitarre sorgten für eine besondere Atmosphäre.Caritasverband WWRL
Freude, Traurigkeit, Wut, Angst - Gefühle gehören zum Leben und verbinden Menschen miteinander. Unter dem Motto "Fühle das Leben" stand deshalb der inklusive Caritas-Gottesdienst, der in der Pfarrkirche St. Peter in Ketten in Montabaur gefeiert wurde. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung der inklusiven Gruppe "Die Unternehmungslustigen" der Pfarrei St. Peter Montabaur und erlebten eine lebendige und abwechslungsreiche Messfeier.
Gestaltet wurde der Gottesdienst von Pater Edward Fröhling SAC, dem Theologen und Seelsorger für Menschen mit Behinderung des Bistums Limburg, Jochen Straub, sowie Schwester Claudia Mazurek ADJC gemeinsam mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der "Unternehmungslustigen". Im Mittelpunkt standen die unterschiedlichen Gefühle, die Menschen im Alltag begleiten. Dabei wurde auch der Bezug zur Bibel hergestellt: Freude und Trauer, Angst und Wut - auch Jesus kannte und zeigte unterschiedliche Gefühlslagen.
Besonders anschaulich wurde das Thema durch zahlreiche selbst gestaltete Emojis, mit denen die Gruppe den Kirchenraum geschmückt hatte. Die unterschiedlichen Gesichter machten Gefühle sichtbar und spielten auch während der Messfeier immer wieder eine Rolle. Die Frohe Botschaft und weitere Messtexte wurden in Leichter Sprache vorgetragen. Passende, eingängige Lieder luden die gesamte Gemeinde zum unkomplizierten und lebendigen Mitsingen ein.
Für die musikalische Gestaltung sorgten Angela und Franz Schmitz-Buchholz. Mit Geige und Gitarre begleiteten sie den Gottesdienst und trugen zur besonderen Atmosphäre in der Pfarrkirche bei.
Zum Abschluss griff Rainer Lehmler, Referent für Gemeindecaritas beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn, die aktuelle Jahreskampagne des Deutschen Caritasverbandes "Zusammen geht was - Caritas verbindet Generationen" auf und schlug damit den Bogen zum gemeinsamen Feiern in Montabaur.
"Dieser Gottesdienst zeigt auf eine wunderbare Weise, was Inklusion und Gemeinschaft bedeuten: Menschen kommen zusammen, bringen sich mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten ein und gestalten gemeinsam etwas. Genau dann wird aus einem Nebeneinander ein echtes Miteinander - und zusammen geht eben was", betonte Lehmler. Er dankte allen Mitwirkenden und Helfenden, die den Gottesdienst vorbereitet und gestaltet hatten.
Nach der Messfeier ging die Gemeinschaft im Forum St. Peter weiter. Bei einem Imbiss und Getränken blieb viel Zeit für Begegnungen, Gespräche und ein gemütliches Beisammensein. Menschen mit und ohne Behinderung kamen miteinander ins Gespräch und ließen den Nachmittag gemeinsam ausklingen.
Der inklusive Caritas-Gottesdienst hat sich in Montabaur mittlerweile zu einer guten Tradition entwickelt. Und so waren sich die Beteiligten am Ende einig: Auch im kommenden Jahr soll wieder gemeinsam Gottesdienst gefeiert werden - offen, lebendig und inklusiv.