Im Caritas-Treff zu Libori in Paderborn wurde in drei Kategorien der Pauline-von-Mallinckrodt-Preis der CaritasStiftung im Erzbistum Paderborn verliehen an die „Nachbarbude“ des SKM Dortmund (rechts), an „Cook Mal“ der youngcaritas Dortmund (links) sowie CariChic der Caritas Iserlohn (Mitte). Es gratulierten Carina Uhlen, Tobias Bartholomäus (beide cdg), Diözesan-Caritasdirektor Ralf Nolte und Petra Brinkmann (CaritasStiftung) (von links) sowie der Caritasrats-Vorsitzende Thomas Witt Diözesan-Caritasdirektorin Esther van Bebber und Nadine Mersch (Stiftungsvorsitzende) (von rechts).(Foto: cpd/Tanja Münnich
Der Pauline-von-Mallinckrodt-Preis der CaritasStiftung für das Erzbistum Paderborn geht in diesem Jahr an drei Projekte, die auf unterschiedliche Weise zeigen, wie Ehrenamt Lücken in der Begleitung von Hilfsbedürftigen schließt. Bei einer Feierstunde im Rahmen des Libori-Festes im Caritas-Treff am Kleinen Domplatz in Paderborn überreichte Weihbischof Matthias König gemeinsam mit den Vorsitzenden von Vorstand und Kuratorium der Stiftung, Petra Brinkmann und Diözesan-Caritasdirektorin Esther van Bebber, den mit jeweils 2.000 Euro dotierten Preis. In der Kategorie Ehrenamt wurde das Projekt "NachbarBude" des SKM Dortmund ausgezeichnet. Den Preis in der Kategorie "Junges Ehrenamt" erhielt das Projekt "Cook Mal" der youngcaritas Dortmund. Der Preis für Nachhaltigkeit, erneut gestiftet von der Caritas-Dienstleistungsgenossenschaft (cdg), ging an das Second-Hand-Projekt "CariChic - Love it. Loop it." des Caritasverbandes Iserlohn, Menden, Hemer, Balve.
Den Pauline-von-Mallinckrodt-Preis für das Ehrenamt erhielt das Projekt „NachbarBude“ des SKM Dortmund. Nadine Mersch (Stiftungs-Geschäftsführerin), Diözesan-Caritasdirektor Ralf Nolte, Petra Brinkmann (Vorsitzende CaritasStiftung) (v. l.) sowie Thomas Witt (Caritasrats-Vorsitzender) und Diözesan-Caritasdirektorin Esther van Bebber (v. r.) gratulierten den im Projekt Engagierten Mukkades Bakir, Faoumata Bah, Michaela Schröder, Manfred Solbach (vorn v. l.), sowie Kamran Zeidouni und Silvia Koslowski (hinten Mitte).
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Mit dem Pauline-von-Mallinckrodt-Preis für das Ehrenamt würdigt die Jury das Dortmunder Quartiersprojekt "NachbarBude" des SKM Dortmund. Im Mittelpunkt steht ein Bauwagen in der Nordstadt, der als offener Treffpunkt Menschen unterschiedlichster Herkunft, Generationen und Lebenssituationen zusammenbringt. Ehrenamtliche helfen bei Reparaturen, besuchen einsame Menschen, geben Sprachunterricht oder organisieren Nachbarschaftsfeste und kreative Angebote. Ziel ist es, Menschen aus der Einsamkeit zu holen und sie an ihre demokratische Gestaltungskraft zu erinnern. "NachbarBude" zeige beispielhaft, wie Ehrenamt Vorurteile abbauen und Begegnung schaffen könne, sagte Petra Brinkmann.
Den Pauline-von-Mallinckrodt-Preis für das „Junge Ehrenamt“ erhielt das Projekt „Cook Mal“ der youngcaritas Dortmund mit (Mitte vorn v. l.) Reem Alshikh Ali, Johanna Ntinos, Ben-Luca Warnecke sowie (Mitte hinten v. l.) Jalika Jatta, Oumu Barry, Jason Joel Reimering und Thilaksan Sivakumar. Es gratulierten Nadine Mersch (Stiftungsvorsitzende), Diözesan-Caritasdirektor Ralf Nolte und Petra Brinkmann (CaritasStiftung) (v. l.) sowie Thomas Witt (Caritasrats-Vorsitzender) und Diözesan-Caritasdirektorin Esther van Bebber (v. r.). (Foto: cpd/Tanja Münnich
Den Preis in der Kategorie "Junges Ehrenamt" erhält die Kochaktion "Cook Mal" der youngcaritas Dortmund. Das Projekt wurde von Jugendlichen selbst initiiert und organisiert. Junge Ehrenamtliche kochen gemeinsam mit Kindern in ihrem Dortmunder Stadtteil Scharnhorst und vermitteln dabei ganz praktisch Kochkenntnisse, Selbstständigkeit und Gemeinschaft. Das Angebot richtet sich insbesondere an Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Lebenslagen sowie mit Flucht- oder Migrationserfahrung. Die Jury würdigt besonders den Peer-to-Peer-Ansatz: Junge Menschen übernähmen Verantwortung, engagierten sich für andere und verschafften Kindern auf diese Weise Alltagskompetenzen, die ihr weiteres Leben prägen, sagte Esther van Bebber.
Den Pauline-von-Mallinckrodt-Preis für Nachhaltigkeit ging an „Cari Chic“ des Caritasverbandes Iserlohn, Hemer, Menden, Balve. Es gratulierten Nadine Mersch (Stiftungsvorsitzende), Tobias Bartholomäus (cdg), Diözesan-Caritasdirektor Ralf Nolte, Carina Uhlen (cdg, sitzend) und Petra Brinkmann (CaritasStiftung) (von links) sowie Thomas Witt (Caritasrats-Vorsitzender) und Diözesan-Caritasdirektorin Esther van Bebber (v. r.). Über die Auszeichnung freuten sich (Mitte vorn v. l.) Anne Voß, Gabi Schneider, Heidi Hoffmann, Gisela Jansen sowie (Mitte hinten v. l.) Barbara Herzig, Margret Christophery, Markus Röper, Ralf Kraft und Svitlana Kostyrenko.
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Der Pauline-von-Mallinckrodt-Preis für Nachhaltigkeit geht an "CariChic - Love it - Loop it" des Caritasverbandes Iserlohn, Menden, Hemer, Balve. Als Vertreter der cdg überreichte Tobias Bartholomäus die Auszeichnung. Rund 25 Ehrenamtliche betreiben die Second-Hand-Boutique in Iserlohn, bereiten gespendete Kleidung auf, beraten Kundinnen und organisieren Modenschauen sowie Upcycling-Projekte und Bildungsangebote. Models aus dem Kreis der Ehrenamtlichen wurden durch Theaterpädagogen angelernt. Das Projekt verbindet nachhaltigen Konsum mit sozialem Engagement: Es schont Ressourcen, unterstützt Menschen mit geringem Einkommen sowie Frauenhäuser und macht Nachhaltigkeit im Alltag sichtbar. Die Jury hebt besonders hervor, dass "CariChic" ökologische Verantwortung und gesellschaftliche Teilhabe auf kreative Weise miteinander verbindet.
Im Gottesdienst für die Engagierten in der Caritas würdigte Weihbischof Matthias König deren Engagement für die Gesellschaft.(Foto: cpd/Tanja Münnich
In einem Pontifikalamt vor der Preisverleihung griff Weihbischof Matthias König das Jahresmotto der Caritas "Mittendrin - Zusammen geht was" auf. Menschen dürften nicht am Rand stehen bleiben, sondern müssten Gemeinschaft und Zugehörigkeit erfahren, betonte er. Gerade die Caritas nehme diejenigen in den Blick, die sich ausgeschlossen oder einsam fühlten, und lade sie ein, wieder Teil der Gemeinschaft zu werden. Ehrenamtliche und hauptberuflich Engagierte leisteten dazu einen unverzichtbaren Beitrag: Sie schenkten Zeit, Aufmerksamkeit und Hoffnung und zeigten, dass christliche Nächstenliebe ganz konkret Menschen zusammenführt. Der Glaube sei dabei Kraftquelle und Auftrag zugleich, so Weihbischof König. "Zusammen geht was" sei nicht nur ein Motto, sondern Ausdruck des Vertrauens, dass Menschen gemeinsam die Welt zum Besseren verändern können.
Hintergrund: Pauline-von-Mallinckrodt-Preis
Benannt ist der Preis der CaritasStiftung nach der seligen Pauline von Mallinckrodt (1817-1881), der Begründerin der Blindenfürsorge in Paderborn und Gründerin der Ordensgemeinschaft der Schwestern der christlichen Liebe. Mit dem Preis fördert die CaritasStiftung ehrenamtliche Caritas-Initiativen im Erzbistum, die sich in besonderer Weise im Sinne des jeweiligen Mottos verdient machen. Seit 2019 wird zudem ein Preis für "Junges Ehrenamt" verliehen, seit 2023 auch für Nachhaltigkeit, gestiftet von der Paderborner Caritas-Dienstleistungsgenossenschaft (cdg). Der Pauline-von-Mallinckrodt-Preis der CaritasStiftung für das Erzbistum Paderborn wird gewöhnlich im Rahmen des Caritas-Tages in der Paderborner Libori-Festwoche vergeben.