Berlin - anlässlich des Welttages der Suizidprävention laden die Berliner Fachstelle Suizidprävention und der Caritasverband für das Erzbistum Berlin herzlich zu einem Fachtag ein. Unter dem Titel "Suizidprävention bei jungen Menschen" findet dieser am 10. September 2026 von 14 bis 18 Uhr an der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Treskowallee 8, in Berlin-Lichtenberg, statt. Das Programm richtet sich insbesondere an Fachkräfte und Ehrenamtliche, die mit jungen Menschen arbeiten, sowie an alle Interessierten.
Ein besonderer Bestandteil des Fachtages ist der Workshop "Zu unauffällig für den Notfallplan: Suizidprävention bei Jugendlichen - aus gelebter Erfahrung und Fachpraxis". Die Expert:innen Nora Fieling und Marco Krille haben selbst Erfahrung mit Suizidgedanken. Im Workshop bringen sie ihre persönliche Perspektive einerseits und Fachwissen andererseits ein. Beide stehen Medienvertreter:innen auch für Interviews zur Verfügung.
Das Programm des Fachtages ab 14 Uhr:
- Begrüßung durch Cornelia Konrad, Leiterin Berliner Fachstelle Suizidprävention
- Grußwort von Prof. Dr. Ulrike Kostka, Direktorin und Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin
- Erfahrungen mit dem psychosozialen Hilfesystem: Viktoria Szewczyk im Gespräch mit Lara Rodday (Leitung Online-Suizidprävention [U25])
- Vortrag von Sibylle Löschber (Leitung Beratungsstelle neuhland - Hilfe in Krisen gGmbH)
- Kaffeepause und Besuch der Informationsstände
- Workshops, Themen u.a. Warnsignale, Gesprächsführung, Krisenintervention
- Abschluss gegen 18:00 Uhr
Bei jungen Menschen unter 25 Jahren ist Suizid die häufigste Todesursache. Umso wichtiger ist es, Warnsignale zu erkennen, über Suizidgedanken sprechen zu können und in Krisensituationen sicher zu handeln. "Suizid ist ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Mit unserem Fachtag möchten wir Handlungssicherheit im Umgang mit betroffenen jungen Menschen vermitteln und dazu ermutigen, Suizidgedanken im Alltag anzusprechen", sagt Cornelia Konrad, Leiterin der Berliner Fachstelle Suizidprävention.
Die Hauptstadt weist im Bundesvergleich eine überdurchschnittlich hohe Suizidrate auf. Die Berliner Fachstelle für Suizidprävention (in Trägerschaft der Caritas) koordiniert die Aktivitäten zur Verhinderung von Suiziden und das Netzwerk Suizidprävention, zu dem fast 100 Organisationen, darunter Krankenhäuser, Polizei und Feuerwehr, gehören. Die Fachstelle arbeitet im Auftrag des Berliner Senats.
"Die Suizidprävention sollte auch in dem Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung eine wichtige Rolle einnehmen und die Fachstelle für die nächsten Jahre gesichert werden. Diese wichtige Arbeit muss für Berlin eine hohe Priorität haben. denn Suizidprävention rettet Leben", sagt Ulrike Kostka, Direktorin des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin.
Pressekontakt:
Alex Eichner, a.eichner@caritas-berlin.de, 0172 789 1124