Projektbeteilige vor dem Schaufenster der Fairkauf Boutique am Schillerplatz, einem der neuen Notinsel-Standorte, gekennzeichnet mit einem Aufkleber: Sophie Glaser, Geschäftsführerin des Vereins „Sicherheit in Mannheim“ (v.l.), Stefanie Paul, Abteilungsleiterin beim Caritasverband Mannheim, Bürgermeister Dr. Volker Proffen, Vorsitzender des Vereins „Sicherheit in Mannheim“ und Christian Endres vom Caritas-Quartierbüro Schönau.
Die neuen Kindernotinseln sind über ganz Mannheim verteilt, dazu gehören das Haus der Caritas in der Innenstadt, das Kinderheim St. Anton, die Bahnhofsmission, mehrere Pflegeheime, Quartierbüros, der Fairkauf und die Fairkauf Boutique. Anstoß dazu gab die Initiative des Quartierbüros Schönau, welches im Rahmen eines Projekts mit dem Verein "Sicherheit in Mannheim" (SiMA e.V.) neue Notinseln auf der Schönau gesucht und gefunden hat und diese per Kärtchen und Flyer an den Schulen bekannt macht.
"Als Caritas ist es für uns selbstverständlich, dass wir Kindern und Jugendlichen zur Seite stehen. Deshalb sind wir gerne Partner des Notinsel-Projekts geworden und haben 24 Standorte ausgewählt, die besonders gut geeignet sind. Dazu gehören alle unsere Mannheimer Pflegeheime, die den Vorteil haben, dass dort rund um die Uhr Mitarbeitende vor Ort sind", sagt Volker Hemmerich, Vorstand des Caritasverbands Mannheim.
"Die Mannheimer Notinseln leisten einen tollen Beitrag, die tatsächliche und gefühlte Sicherheit von Kindern zu verbessern. Nicht zuletzt rückt damit auch der Kinderschutz wieder ins Bewusstsein", sagt Bürgermeister Dr. Volker Proffen, Vorsitzender des Vereins "Sicherheit in Mannheim". "Ich würde mich freuen, wenn wir noch viele weitere Notinseln in Mannheim eröffnen könnten."
Notinsel-Aufkleber im Schaufenster der Fairkauf Boutique
Das Notinsel-Projekt wurde 2002 von der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel ins Leben gerufen, damit Kinder in Not- und Gefahrensituationen und auch bei alltäglichen kleineren Problemen Anlaufstellen in ihrer Umgebung finden. Notinseln leisten konkrete und praktische Hilfen, zum Beispiel durch Zuhören, Trösten, ein Pflaster aufkleben oder einen Anruf bei den Eltern. In prekären Situationen kontaktieren die Mitarbeitenden der Notinseln auch die Polizei, den Rettungsdienst, das Jugendamt oder andere spezialisierte Anlaufstellen. Eine entsprechende Handlungsanweisung liegt in allen Notinseln an einem zentralen Ort für alle im Team einsehbar aus. Zur Hilfeleistung verpflichtet sich die Notinsel in einer Selbstverpflichtungserklärung.
Aktuell gibt es deutschlandweit rund 17.000 Notinseln. Auf www.notinsel.de sind alle verzeichnet und können über die Postleitzahl oder über den eigenen Standort gefunden werden.