Werde Türöffner!

Rückblick

Zusammen bringen wir Flüchtlinge in Arbeit

 

Die Jobsuche von Geflüchteten und die dabei wichtige Rolle ehrenamtlicher Patinnen und Paten stellte der Deutsche Caritasverband Ende November 2016 in den Fokus der "Aktion Türöffner". Auf der Website www.werde-tueroeffner.de berichteten 38 Geflüchtete und deren Pat(inn)en eine Woche lang über ihre Bemühungen an ein Praktikum oder eine Beschäftigung zu kommen. Ihre Videos, Fotos und Texte zeichneten ein realistisches Bild, wie kompliziert der Einstieg ins Arbeitsleben für Geflüchtete ist. Zugleich waren die authentischen Berichte auch Ansporn für viele Menschen im Web, diesen Tandems mit Tipps und konkreten Jobangeboten zu helfen. Damit wurde ein zentrales Ziel der Aktion erreicht, die deutlich machen wollte, dass jeder zum Türöffner für Geflüchtete werden kann, wenn er oder sie die eigenen Netzwerke und Kontakte aktiviert.

Update: Aufgrund eines technischen Problems ist die Aktionswebsite nicht aktuell. Sie zeigt den Stand vom Beginn der Aktion. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Die Tandems

Tandem bei der Aktionswoche 'Werde Türöffner'Odie und Venja waren eines von 38 Tandems, die sich an der Aktion "Werde Türöffner" beteiligten.

Bewerbungen schreiben, Beratungstermine beim Jobcenter und Vorstellungsgespräche: Von Wittnau über Erkrath bis Pirna war der größte Teil unserer 38 Tandems vom 20. bis zum 25. November aktiv auf Jobsuche. Durch die Unterstützung aus dem Web konnten Odie und Venja einen Job klar machen, Shekaib und Günter wurden zum Vorstellungsgespräch eingeladen und Dorothee und Mehari berichteten von ihrem ersten Besuch beim Jobcenter. Für den gelernten Kameramann Rashed mit seiner Patin Paola ging ein Traum in Erfüllung. Er wurde zu einem Praktikum bei stern.de eingeladen.  

Die Zahlen

Innerhalb von einer Woche konnten wir zirka 50.000 Menschen auf die Aktions-Seiten der Tandems locken, haben mit unseren Beiträgen auf Twitter und Facebook zirka 1,6 Millionen Menschen erreicht und knapp 50 Kommentare, mehr als 100 Tipps und 15 konkrete Jobangebote erhalten. 

Der Social-Media-Einsatz

Entscheidend für den Erfolg war die gezielte Bewerbung der Jobgesuche auf Facebook und Twitter. Das übernahm die dreiköpfige Aktionszentrale in Freiburg, die mit 100 Tweets und 80 Facebook-Postings rund 1,6 Millionen Nutzer(innen) auf die Aktion aufmerksam machte und mehr als 25.000 Minuten Videomaterial zur Wiedergabe brachte.
Zur Reichweite trugen auch Organisationen wie Pro Asyl, die Diakonie oder die Amadeu-Antonio-Stiftung bei. Auch Politiker wie die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer oder der Bundesvorsitzende der Grünen Cem Özdemir folgten dem Aufruf selbst zum Türöffner zu werden, und machten die Aktion über ihre Kanäle bekannter. 

Die Experten-Talks

Drei Mal haben wir während der Aktionswoche Livestreams eingerichtet und mit Experten über Ehrenamt, Arbeitsrecht und Jobsuche gesprochen. Thomas Glaser von der Würzburger Initiative IntegrAI.de gab praktische Tipps zur begleitenden Jobsuche von Geflüchteten. Caritas-Rechtsexperte Bernward Ostrop beantwortete die Fragen der User zu den Themen Arbeits- und Asylrecht. Zum Abschluss sprach Caritas-Präsident Peter Neher mit Flüchtlings-Koordinatorinnen aus Pfaffenhofen über ehrenamtliches Engagement in der Betreuung von Schutzsuchenden und stellte sich den Fragen der User. 

Das Medienecho

Zum Start der Aktionswoche berichtete der Radiosender SWR3 in seinen Nachrichten von „Werde Türöffner”. Wenig später folgten Beiträge beim BRRPR1Antenne1, Radio7, RadioTON, 107.7, donau3fm und Radio NRJ. Das Fernsehen berichtete über das Tandem aus Bamberg und die Hamburger Morgenpost schrieb einen Artikel zum Hamburger-Tandem Rashed und Paola. Für deren Video hatte sich zwischenzeitlich sogar das Afghanische Fernsehen interessiert. Und dann meldete sich noch der Korrespondent der italienischen Tageszeitung La Stampa, die ebenfalls einen Artikel über die Caritas-Aktion veröffentlichte.

Wie geht es weiter?

Aufgrund technischer Probleme konnte die Aktionswebsite nicht wie geplant noch ein halbes Jahr lang online bleiben. Die Patenschaftschaftsprojekte der Caritas für Flüchtlinge und Ehrenamtliche laufen aber selbstverständlich weiter.