Ausbildungsstätten
Der theoretische und praktische Unterricht findet in der Krankenpflegeschule statt, die praktische Ausbildung in ambulanten und stationären Pflege- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie in verschiedenen Abteilungen von Krankenhäusern:
- innere Medizin (Diagnostik und nichtoperative Behandlung der Krankheiten innerer Organe)
- Geriatrie (Altersheilkunde)
- Neurologie (Diagnostik und nicht operative Behandlung von Nerven-, Rückenmarks-, Gehirn- und Muskelerkrankungen.)
- Chirurgie (Behandlung von Krankheiten und Verletzungen durch Operationen),
- Gynäkologie (Frauenheilkunde)
- Pädiatrie (Kinderheilkunde)
- Wochen- und Neugeborenenpflege.
Zulassung
- Mittlerer Bildungsabschluss oder
- Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Schulabschluss, sofern die Bewerberinnen und Bewerber
- eine erfolgreich abgeschlossene zweijährige Berufsausbildung oder
- eine Erlaubnis als Krankenpflegehelfer/in oder
- eine erfolgreich abgeschlossene einjährige Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe absolviert haben.
Für die Aufnahme in die Krankenpflegeschule sollte der Notendurchschnitt des Bewerbungszeugnisses nicht schlechter als befriedigend sein. Einige Schulen bevorzugen Bewerber/innen aus der näheren Umgebung.
Außerdem ist ein ärztliches Attest erforderlich. Die fachliche und persönliche Eignung wird oft anhand der schriftlichen Bewerbungsunterlagen und in einem persönlichen Gespräch geprüft. Gelegentlich gibt es schriftliche Aufnahmeprüfungen. Nützlich ist ein Freiwilliges Soziales Jahr vor Beginn der Ausbildung.
Inhalte
Theoretische und praktische Unterrichtsinhalte der Krankenpflegeschule sind unter anderem:
- Gesundheits- und Krankenpflege
- Gesundheits- und Kinderkrankenpflege
- Pflege- und Gesundheitswissenschaften
- Naturwissenschaften und der Medizin
- Geistes- und Sozialwissenschaften
- Recht, Politik und Wirtschaft
In der praktischen Ausbildung im Krankenhaus geht es unter anderem um:
- stationäre Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen
- in den Bereichen Geriatrie, Neurologie, innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie, Psychiatrie, Wochen- und Neugeborenenpflege sowie in der Rehabilitation oder der Palliativmedizin
- ambulante Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen
- in präventiven [vorbeugenden], kurativen [heilenden], rehabilitativen [wiederherstellenden] und palliativen [Schmerz lindernden] Einsatzfeldern
Dauer
Die Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre, in Teilzeit maximal fünf Jahre.
Vollzeitpflegeausbildungen, bei denen die Schülerinnen und Schüler zusätzliche Abschlüsse erwerben, dauern insgesamt drei bis dreieinhalb Jahre.
Der Unterricht erfolgt 1.600 Stunden lang gemeinsam mit den angehenden
- Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pflegern und den
- Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pflegern.
- Insgesamt umfasst der Unterricht in der Fachschule 2.100 Stunden, die praktische Ausbildung 2.500 Stunden.
Prüfungen und Abschluss
Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung beendet. Diese umfasst
- einen schriftlichen,
- einen praktischen und eventuell
- einen mündlichen Teil.
Die Abschlussbezeichnungen lauten Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie Gesundheits- und Krankenpfleger. Bei Modellversuchen, die zwei oder drei Abschlüsse vorsehen, lauten die zusätzlich möglichen Abschlussbezeichnungen:
- Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und/oder
- Altenpfleger/in