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Pressemitteilung des Deutschen Caritasverbandes |
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Gesetzeslage bringt Verwirrung - Vollfinanzierung muß beibehalten werden |
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FREIBURG/HÜNFELD. Die Umsetzung des Sparpakets im Gesundheitswesen bewirkt bei Betroffenen große Verwirrung. Zu diesem Schluß kommen die Teilnehmer der Bundeskonferenz der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Mütterkuren, die heute abend in Hünfeld bei Fulda endet. Beunruhigt zeigen sich die Versammelten darüber, daß von den Krankenkassen zunehmend die Vollfinanzierung von Müttergenesungskuren zurückgenommen werde. Damit seien die Mütterkuren akut gefährdet. Einhelligkeit besteht bei den katholischen Trägern der Kureinrichtungen darüber, daß diese Praxis der Krankenkassen im Interesse der Mütter und Familien zurückgenommen werden müsse. Seit Ende des vergangenen Jahres ist nach Angaben der Katholischen Arbeitsgemeinschaft Müttergenesung die Anzahl der Kuranträge stark rückläufig. Viele Frauen seien nicht über die Ausnahmeregelung für Mütterkuren informiert, wonach der Eigenanteil der Finanzierung für die Frauen gleich bleibe wie bisher (alte Bundesländer 12.00 DM, neue Bundesländer 9 DM pro Tag). Auch wüßten die Frauen oft nicht, daß für die Kur kein Urlaub beantragt werden müsse. Der Caritasverband möchte deshalb nochmals die Gelegenheit nutzen, um darüber zu informieren, daß für die Beantragung und Vorbereitung einer Mütter- oder einer Mutter-Kind-Kur die örtlichen Wohlfahrtsverbände zuständig und behilflich sind. |
Pressemitteilung
Sparpolitik im Gesundheitswesen wirkt sich negativ auf Müttergensung und Mutter-Kind-Kuren aus.
Erschienen am:
16.01.1997
Beschreibung