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Pressemitteilung des Deutschen Caritasverbandes |
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75 Jahre BAG katholischer Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher stehen für ein Berufsbild von hoher fachlicher Qualität |
FREIBURG. 22. November 1999. Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) katholischer Ausbildungsstätten für Erzieherinnen begeht dieses Jahr das Jubiläum ihres 75jährigen Bestehens. Aus diesem Anlaß veranstaltet sie vom 24. bis 26. November in Trier einen Fachkongreß, in dem es besonders um die Weiterentwicklung des eigenständigen Profils katholischer Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher sowie um die ständig zu lösende Aufgabe der Qualitätssicherung geht.
In der 1924 gegründeten BAG katholischer Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher mit Sitz in Freiburg sind heute bundesweit 81 katholische Fachschulen und Fachakademien für Sozialpädagogik mit insgesamt 10.000 Schulplätzen zusammengeschlossen. Jährlich beenden annähernd 3.900 Absolventen dort ihre Ausbildung; das ist etwa ein Viertel der in Deutschland insgesamt ausgebildeten Erzieherinnen und Erzieher.
Zu den Aufgaben der BAG gehören die Förderung der Kooperation zwischen den Mitgliedsschulen, die Fortschreibung des eigenständigen Profils der sozialpädagogischen Ausbildung in katholischen Schulen und die Weiterentwicklung der Inhalte und Formen der Ausbildung auf der Grundlage des christlichen Glaubens und Menschenbildes, aber auch die gemeinsame fach- und bildungspolitische Interessenvertretung und die Mitgestaltung der staatlichen Rahmenbedingungen und der Ausbildungsordnungen für die Erzieherberufe.
Das herkömmliche Bild der "Kindergärtnerin" paßt in keiner Weise mehr zu dem heutigen Berufsprofil von Erzieherinnen und Erziehern. Die Anforderungen, die heute an sie gestellt werden, sind eng verflochten mit den gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen. Probleme wie veränderte Familienstrukturen und Familienarmut, Medieneinflüsse auf die Kinder, soziale Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit vieler Kinder und Jugendlicher, der hohe Anteil ausländischer Kinder und Jugendlicher, aber auch erziehungs- und umweltbedingte Verhaltensauffälligkeiten verlangen Fähigkeiten, die dem entsprechenden Bedarf gerecht werden. Dazu gehören etwa Beratungskompetenzen in der Zusammenarbeit mit den Familien, medienpädagogische und freizeitpädagogische Kenntnisse, Fähigkeit zur Förderung interkultureller Erziehung und Integration sowie entwicklungspsychologisches und heilpädagogisches Fachwissen.
Weitere Informationen:
Telefonische Rückfragen: Frau Monika Seemann-Pfistner, Tel. 07 61 / 2 00 – 2 21