Freiburg/Bensberg 18. Juni 2004.
120 Teilnehmer aus ganz Europa und den
USA diskutierten auf einer Konferenz der „European Service
Learning
Association“ (ESLA) im
Kardinal-Schulte-Haus
in
Bensberg, wie die amerikanische Idee des „Service
Learning
“
auf Europa übertragen werden kann. „Wir haben ein europäisches Netzwerk
geknüpft, um auch bei uns die Idee des Service
Learning
voranzubringen“, sagte Gabriele
Göhring
, Referentin
für den Verbund Freiwilligen-Zentren im Deutschen Caritasverband, heute zum
Abschluss der Konferenz.
Der Vizepräsident des Deutschen Caritasverbandes, Norbert Feldhoff, hatte
angeregt, dass sich die Einrichtungen der Caritas als
Lernorte
für Schüler öffnen sollten. Die Caritas könne Kindern und Jugendlichen
Begegnungen mit der sozialen Wirklichkeit ermöglichen. Die Konzeption des
Service
Learning
biete in diesem Zusammenhang eine
einzigartige Verknüpfung von Theorie und Wirklichkeit und aus der Sicht der
Caritas viele Chancen. Den Schülern könne zum Beispiel vermittelt werden,
welche Bereicherung bürgerschaftliches Engagement für das eigene Leben bedeute.
Auf dem Gebiet des Service
Learning
gebe es in
Deutschland großen Nachholbedarf, machte Ute
Kumpf
,
Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, in ihrem
Grußwort deutlich. Nicht zuletzt als Konsequenz aus PISA sei es notwendig, die
Debatte über die Veränderung von Schule als
Lernort
und die Förderung von Engagement für die Schule zu intensivieren und neue Wege
zu beschreiten. Service
Learning
könne viel bewegen:
„Verantwortungsgefühl stärken, Kreativität anregen und Wertebewusstsein für den
Nachwuchs vermitteln“, so
Kumpf
.
Organisiert wurde die Konferenz in Bensberg vom Deutschen Caritasverband, dem
Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln und der Freudenberg-Stiftung in
Weinheim, finanziell unterstützt wurde sie von der Essener Stiftung Mercator.
Die Idee des Service
Learning
gehört in den USA schon
länger zum Schul- und Studienalltag: Schüler und Studenten lernen durch aktive
Beteiligung an sozialen,
caritativen
oder
ökologischen Projekten für die Gemeinschaft. Ziel der Projekte ist es,
schulisches Lernen über das Klassenzimmer und die Universität hinaus in die
Gestaltung der Gemeinde so einzubringen, dass andere Menschen und die
Gemeinschaft davon profitieren.
Der Deutsche Caritasverband beschäftigt sich seit der Europäischen
Freiwilligenuniversität im Jahr 2001 intensiv mit dem Thema Service
Learning
. „Uns ist es wichtig, dass Jugendliche Solidarität
lernen und mit der Lebenswelt hilfsbedürftiger Menschen in Berührung kommen“,
erläutert Gabriele
Göhring
. So schaffen die
Freiwilligen-Zentren der Caritas schon seit Jahren Kontakte zwischen Schulen
und sozialen Einrichtungen. Die Caritas ist beteiligt an der „European Service
Learning
Association“, die sich im April 2001 formiert hat.
Weitere
Kontakt:
Gabriele
Göhring
, Deutscher Caritasverband, Referat Gemeindecaritas,
Verbund Freiwilligen-Zentren, Tel. 07 61 / 2 00 – 7 51
Dr. Thomas
Möltgen
, Diözesan-Caritasverband
Köln,Tel
02 21 / 20 10-1 35
Anne
Sliwka
, Freudenberg-Stiftung, Tel. 0 62 01 / 1
74 98