Bistum Osnabrück, 22.03.2012. Wenn die Suchtprobleme der Eltern den Familienalltag überschatten, ist fachliche Hilfe nötig. Besonders für die Kinder. Sie stehen im Mittelpunkt eines neuen Gruppenangebotes, das die Fachambulanz für Suchtprävention und Rehabilitation des Caritasverbandes für den Landkreis Emsland initiiert hat. Studien belegen, dass deutschlandweit rund 2,7 Millionen Kinder unter 18 Jahren mit mindestens einem alkoholkranken Elternteil leben.
„Für Kinder ist die Sucht der Eltern bedrückend und gefährlich. Eine Kinderseele kann unter diesem Druck schnell zerbrechen. Außerdem besteht das Risiko, selbst süchtig zu werden“, weiß Caritas-Beraterin Marion Feldmann, Leiterin der Fachambulanz für Suchtprävention und Rehabilitation des Caritasverbandes für den Landkreis Emsland.
Kinder suchtbelasteter Eltern leiden an gesundheitlichen Problemen und brauchen Unterstützung auf emotionaler Ebene. Eine positive Lebenseinstellung und ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln, ist für sie besonders schwer. Hier setzen die Präventions- und Beratungsangebote der Caritas-Fachambulanzen an. Neben der Vermittlung von Therapieplätzen für suchtkranke Eltern wenden sich die Caritas-Berater auch direkt an die Kinder. Früh und umfassend vorbeugen ist das Ziel des neuen Gruppenangebotes für Kinder im Emsland, das sich aus den Spenden der Caritas-Gemeinschaftsstiftung finanziert.
Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen: Josef Moß, E-Mail: jmoss@caritas-os.de, Tel.: 0541/34978-165.