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Nachgefragt

Braucht die Caritas eine Frauenquote?

Zwei Männer stehen hinter einer FrauNoch sind in den obersten Führungspositionen auch in der Caritas mehr Männer als Frauen.Pedro Citoler

Die Delegiertenversammlung hatte sich bereits im Jahr 2008 dafür ausgesprochen, den Anteil der Frauen in den Leitungen des Verbandes auf 50 Prozent zu erhöhen. Drei Jahre später sieht die Bilanz so aus: Während in mittleren und oberen Führungspositionen der Caritas noch zwischen 42 und 47 Prozent Frauen sind, werden die Geschäftsführer- und Vorstandsposten größerer Träger weiterhin zu 80 Prozent von Männern besetzt. 

Deshalb hat die Delegiertenversammlung im Oktober 2011 in Würzburg eine Empfehlung für die Unternehmen des Verbandes verabschiedet, wonach diese den Frauenanteil in den Vorständen, Geschäftsführungen und Aufsichtsgremien über eine Quote auf 50 Prozent erhöhen sollen.

Gaby HagmansFür eine Frauenquote in der Caritas: Gaby Hagmans vom SkF.

Selbstverpflichtungen genügen nicht

Für Gaby Hagmans ist die Empfehlung der Delegiertenversammlung notwendig, um mehr Frauen in oberste Leitungspositionen zu bringen. "Alle Selbstverpflichtungen waren nicht so wirksam", betont die Bundesgeschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen im Interview. Die Verankerung dieses Zieles in der Unternehmensstrategie trägt aus ihrer Sicht dazu bei, dass bei den Unternehmen des Verbandes Ressourcen freigesetzt und Hemmnisse abgebaut werden.

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Frauenquote für die Caritas

Interview mit der Bundesgeschäftsführerin des SkF, Gaby Hagmans, bei der Delegiertenversammlung 2011 in Würzburg.

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