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Migrantenkinder in Marokko – ohne Hilfe fast verloren

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Unbegleitete Minderjährige in MarokkoDrei Leidensgenossen, die sich im Migrationszentrum anfreundeten.Hermann Kenfack/ Caritas international

Wie muss es sich anfühlen, wenn man als junger Mensch seine Familie und seine Heimat hinter sich lässt? Und nach einer Odyssee von tausenden Kilometern kurz vor dem Ziel scheitert?Immer wieder lassen Menschen beim Versuch, die meterhohen Sperranlagen an der Grenze zu überwinden, ihr Leben oder ziehen sich schwere Verletzungen zu. Was passiert mit denen, die an der "Festung Europa" scheitern? Wer nimmt sich ihrer an?

Migrationszentren der Caritas begleiten Gestrandete

In Rabat ist eines von vier Migrationszentren der Caritas in Marokko. Zwischen 2013 und 2016 hat die Caritas in ihren Zentren in Rabat, Casablanca und Tanger etwa 12.000 gestrandete Migranten begleitet. Etwa jeder zehnte Neuankömmling ist inzwischen minderjährig und ohne Begleitung der Eltern oder eines Erziehungsberechtigten.

Die Caritas in Marokko kümmert sich seit Jahren um die gestrandeten Jugendlichen, die sie nicht selten völlig demoralisiert und traumatisiert vorfindet. Die Mitarbeitenden helfen ihnen bei der Beantragung von Asyl- oder Aufenthaltsgenehmigungen sowie bei der Weiterqualifizierung, damit sie besser Fuß fassen oder auch bei der Rückkehr in ihre Heimat.

Notunterkünfte, Kleinstprojekte und Behördengänge

Die Caritas gibt den Jugendlichen eine Stimme und setzt sich für ihre Rechte ein, indem sie eng mit lokalen Behörden, Gesundheitsdiensten, privaten Institutionen, Vereinen sowie mit internationalen Organisationen wie dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) oder der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zusammenarbeitet.

Bei der Arbeit mit Flüchtlingen und Migranten nehmen Schwangere, alleinerziehende Mütter und unbegleitete Minderjährige als besonders gefährdete Gruppen einen Sonderstatus ein. Die Caritas-Mitarbeitenden vermitteln ihnen Notunterkünfte, versorgen sie mit dem Lebensnotwendigen, fördern Kleinstprojekte, mit denen sie etwas Geld verdienen können und helfen bei Behördengängen zur Beantragung ihrer Aufenthaltsgenehmigung, welche Grundvoraussetzung für eine Schullaufbahn ist.

Ohne die helfenden Hände vieler engagierter Bürger(innen) und ehrenamtlicher Mitarbeiter wäre Hilfe in dem Umfang nicht möglich. Um diese Unterstützung weiterhin gewährleisten zu können, sind die Migrationszentren der Caritas in Marokko aber auch auf Spenden angewiesen.

Tragen Sie mit Ihrer Spende dazu bei, unbegleiteten Minderjährigen in Marokko eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen.

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