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Caritas zur Bundestagswahl 2017

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Populismus und Wahlkampf

Wählt Menschlichkeit

Caritas-Präsident Peter NeherWählt Menschlichkeit: Die Caritas-Aktion zur Bundestagswahl vom 16. August bis 22. September 2017.

„Von Anfang an war klar, dass das pulsierende Herz des politischen Projekts Europa nur der Mensch sein konnte.” Mit diesen anschaulichen Worten erinnerte Papst Franziskus jüngst die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union an die Unterzeichnung der Römischen Verträge. Der Optimismus vergangener Jahrzehnte ist der Ernüchterung gewichen. Um das vereinte Europa scheint es nicht sonderlich gut zu stehen: In Wahlkämpfen versuchen populistische Parteien Stimmung gegen die EU und eine scheinbar an den Menschen „vorbeizielende” Politik zu machen.

Besonders kontrovers wird die Frage diskutiert, wie wir in Deutschland, aber auch in Europa mit denjenigen umgehen, die zu uns geflohen sind. Von daher wird sich der diesjährige Bundestagswahlkampf nicht nur um Gerechtigkeitsfragen drehen, sondern auch um die Ideale, die unser Handeln und Zusammenleben prägen. Der Erfolg populistischer Kräfte beschäftigt viele. In Zeiten, in denen Menschen ihr Leben und das, was ihnen wichtig ist, als unsicher empfinden, haben einfache Lösungen Hochkonjunktur. Bei vielen treffen sie auf das Gefühl, abgehängt und von der Politik vergessen zu sein. Das Thema Flüchtlinge ist zu einem Katalysator für tiefer sitzende Sorgen und Ängste geworden. Es ist die Aufgabe der Politik und der gesellschaftlichen Kräfte, diese Befürchtungen aufzugreifen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen - aber sie nicht auch noch zu verstärken. Die Liste der anstehenden Themen ist lang und umfasst genauso Fragen der Integration wie die Debatte um das europäische Selbstverständnis.

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Wir müssen uns mit anderen Meinungen auseinandersetzen

Im Vorfeld der Bundestagswahl werden wir mit der Caritas-Aktion „Wählt Menschlichkeit” beginnen. Dabei geht es nicht um eine Wahlempfehlung. Vielmehr wird es darum gehen, für die Werte und Ideale zu sensibilisieren, die unser Zusammenleben ausmachen. Von ihrem eigenen Selbstverständnis her setzt sich die verbandliche Caritas insbesondere für Menschen in Not ein. Unter dieser Prämisse gilt es, die Zusammenarbeit mit all denen zu suchen, die sich für zwischenmenschliche Solidarität einsetzen. Dazu gehört es aber auch, sich mit denjenigen argumentativ auseinanderzusetzen, die andere Meinungen vertreten. Dass es hierbei auch Grenzen gibt, liegt auf der Hand, insbesondere wenn antisemitische, rassistische oder reli­gionsfeindliche Positionen und Ansichten vertreten werden. Denn ein Zusammenleben in Vielfalt kann nur gelingen, wenn wir einander in Offenheit und mit Respekt begegnen.

19.08.2017 | 15:54  
Lars Underberg schreibt

Es ist eine unglaublich und ignorante Sichtweise so konsequent nach einem reinem Helfersyndrom zu argumentieren. Sie sprechen hier von Menschen die unsere Hilfe wollen. Das ist unfassbar! Die meisten wollen lediglich unser Geld, einen vollen Kühlschrank und ein um 10000000% Besserverdiener Leben ohne dafür arbeiten zu müssen! Wie verblendet muss man sein um nicht zu sehen, dass viele kommen mit aggressiver Gesinnung und rein wirtschaftlichen Interessen. Das sind Menschen die Christen verachten, die unsere Gesellschaft verachten! Es sind schlicht zu viele als das unsere Gesellschaft keinen Schaden davon nimmt! "Menschlichkeit kennt keine Obergrenze" das ist so naiv, das ich erstarre vor Wut! Dummheit kennt scheinbar auch keine Obergrenze

20.08.2017 | 13:14
Pascal Stein antwortet  

Es ist eine unglaubliche und ignorante Sichtweise, so konsequent mit unbelegten Tatsachenbehauptungen am Thema vorbeizudiskutieren. in diesem Artikel wird mit keinem Wort irgendeine Agenda oder Lösung der Flüchtlingsfrage vorgeschlagen, erwähnt oder empfohlen. Die einzigen Aussagen zu diesem Problem sind die Sätze: "Besonders kontrovers wird die Frage diskutiert, wie wir [...] mit denjenigen umgehen, die zu uns geflohen sind." sowie die Aufforderung sich mit den durch diese Problematik in der Bevölkerung ergebenden Ängsten und Befürchtungen, (so wie zum Beispiel denen die offensichtlich Ihrem Kommentar zugrunde liegen), auseinander zu setzen. Im letzten Absatz findet sich ausserdem noch die These dass man Menschen in Not helfen sollte (wohlgemerkt, ohne dass hier "Menschen in Not" irgendwie auf Flüchtlinge, Ausländer oder sonstwen bezogen würde). Mit ihrer Behauptung, hier würde über "Helfersyndrom" argumentiert zeigen Sie also bestenfalls, dass Sie den Artikel nicht gelesen haben.

20.08.2017 | 13:23
Pascal Stein antwortet  

Schlechtestenfalls zeigen Sie eine Reflexreaktion auf das Konzept "Flüchtling". Niemand hier redet im übrigen davon, unbesehen jeden der irgendwo über die Grenze kommt, mit Geld und Wohlstand zu überschütten. Wir haben in Deutschland diesbezüglich ein System, dass in den allermeisten Fällen auch ausgezeichnet funktioniert, und über die Jahre immer wieder den aktuellen Begebenheiten angepasst wurde. Wenn allerdings jemand, der in Not ist, weil sein Haus, seine Stadt und seine Lebensgrundlage auf Grund seines Aussehens, seiner Meinung oder seiner Lebensumstände (oder schlichtem Pech) abgebrannt, zerbombt oder sonstwie vernichtet wurde dann ist es in unserem vielfach beschworenen Christlich-Judäischem Abendland aus unserem kulturellen Wertesystem heraus Pflicht, im Rahmen unserer Möglichkeiten (!) zu helfen. Sicherlich würden auch Sie wollen, das Ihnen jemand hilft wenn ohne ihr Zutun ihr ganzes Leben plötzlich aufhört zu existieren?

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