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Stand: 21.09.2017

Pressemitteilung

Betreuungsgeld

Alle Familien brauchen Förderung

Kleine Kinder müssen rund um die Uhr betreut werden. "Ob Eltern ihr Kind 24 Stunden am Tag selbst oder teilweise von Verwandten oder in einer Kita betreuen lassen, darf nicht den Ausschlag geben, wie sie finanziell gefördert werden", so Neher. Alle Eltern wenden neben ihrer Liebe und ihrem Engagement auch Zeit und Geld für die Erziehung ihrer Kinder auf und tragen so wirtschaftliche Lasten, die der ganzen Gesellschaft zu Gute kommen. Sie haben daher das Recht auf einen Familienlastenausgleich. Der Gesetzgeber sollte hier niemanden unzulässig begünstigen oder benachteiligen. Unabhängig davon hat das BVerfG dem Betreuungsgeld heute die Verfassungsmäßigkeit abgesprochen.

FamilieAlle Familien brauchen Förderung. Caritas

Einkommensunabhängige Förderung

"Wir befürchten jetzt allerdings, dass das wichtige Anliegen, Familien mit kleinen Kindern in besonderer Weise zu unterstützen, unter den Tisch fällt und die für das Betreuungsgeld eingeplante Summe nicht mehr den Familien zu Gute kommt", so Neher. Die Caritas schlägt daher vor, das Elterngeld und das Betreuungsgeld zu einer einkommensunabhängigen Leistung für alle Familien zusammen zu führen. "Alle Familien sollten unabhängig von der Art der Kinderbetreuung in den ersten drei Jahren nach der Geburt eines Kindes 300 Euro monatlich zusätzlich zum Kindergeld und Sozialgeld erhalten", fordert Neher. Wer nur kurz aussetzen möchte, könnte sich einen höheren Betrag in einem kürzeren Zeitraum auszahlen lassen.

Familien müssen Wahlmöglichkeiten haben. Dazu gehört auch, dass gute Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, der Beruf der Erzieherin aufgewertet und weiter in die Qualität der öffentlich geförderten Kinderbetreuung investiert wird. Die Caritas plädiert hier für bundesweit gültige Qualitätsstandards.

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Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Einführung des Elterngeld Plus

Der Deutsche Caritasverband (DCV) schlägt vor dem Hintergrund der anstehenden Elterngeldreform ein alternatives Modell eines einkommensunabhängigen Familienlastenausgleichs vor. Dieses soll durch eine Zusammenführung und Weiterentwicklung des derzeitigen Eltern- und Betreuungsgeldes erreicht werden. Vom 30. April 2014