Caritas-Studie

Schüler ohne Abschluss

Bildungschancen vor Ort

Jeder 18. Jugendliche verlässt in Deutschland die Schule ohne Abschluss – und damit ohne Perspektive auf eine berufliche Zukunft. Eine im Juli 2016 aktualisierte Studie der Caritas deckt Gründe für diese hohe Quote auf. Sie beschreibt auch Maßnahmen, wie Städte und Kreise für mehr Chancengerechtigkeit in Sachen Bildung sorgen können.

Nachdenklicher junger Mann | (c) Fotolia | a.k. / (c) Fotolia | a.k.

Bildungschancen 2016

Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss steigt leicht

Rund 47.000 Jugendliche haben im Jahr 2014 ihre Schule ohne Abschluss verlassen. Laut Caritas-Bildungsstudie 2016 stieg die Quote bundesweit auf 5,7 Prozent. Der Berufseinstieg für diese jungen Leute ist schwierig. Abhilfe bietet eine frühzeitige Förderung. Dann können die Zahlen wie in Mecklenburg-Vorpommern auch mal stark zurückgehen. mehr

Interaktive Karte

Abgänger ohne Hauptschulabschluss

Wie sieht es in Ihrer Region aus? Wie viele Jugendliche bleiben dort ohne Hauptschulabschluss? Auf der interaktiven Deutschlandkarte finden Sie alle Werte und können diese mit anderen Kreisen oder kreisfreien Städten vergleichen. Die Daten wurden im Juli 2016 aktualisiert. mehr

Caritas-Studie

Was die Abgängerquote beeinflusst und was nicht

Junge vor Graffiti-Wand | (c) Fotolia.com | Gelpi / (c) Fotolia.com | Gelpi

Junge vor Graffiti-Wand | (c) Fotolia.com | Gelpi / (c) Fotolia.com | Gelpi

Die Caritas-Studie ermittelt Faktoren, die die Quote der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss in einem Kreis oder einer Stadt statistisch beeinflussen. Dazu gehört neben der Zahl der Arbeitslosen auch die der Förderschüler. Die Verschuldung eines Kreises oder die Zahl der Hauptschüler spielen dagegen keine messbare Rolle. mehr

Nachricht

Auf den politischen Willen kommt es an

Junge mit Sonnenbrille | Fotolia.com  | Major Kord / (c) Fotolia.com | Major Kord

Junge mit Sonnenbrille | Fotolia.com  | Major Kord / (c) Fotolia.com | Major Kord

Die Caritas-Studie über Jugendliche ohne Schulabschluss zeigt: Es gibt Landkreise und Städte, denen es trotz schwieriger Rahmenbedingungen gelingt, jungen Menschen gute Chancen auf Bildung zu geben. Auch wenn es keine Patentrezepte gibt, lassen sich doch einige Erfolgsfaktoren benennen, die offenbar vielerorts wirken. mehr


Klartext

Hausaufgaben für Bundesländer und Kreise

Junge mit Kaputzenjacke vor Wand | (c) Fotolia.com | Armin Staudt / (c) Fotolia.com | Armin Staudt

Junge mit Kaputzenjacke vor Wand | (c) Fotolia.com | Armin Staudt / (c) Fotolia.com | Armin Staudt

Jeder Jugendliche ohne Schulabschluss ist einer zu viel. Die Caritas-Studie über die Bildungschancen in Deutschland beschreibt, was getan werden kann, um die Quote zu senken. Große Verantwortung haben die Bundesländer, die ihr Schulsystem auf den Prüfstand stellen müssen. Aber auch die Kreise und Kommunen sind gefordert. mehr

Hintergrund

Kein Abschluss, keine Perspektive

Junge Frau mit Sommersprossen / Fotolia - Ines Pérez Navarro

Junge Frau mit Sommersprossen / Fotolia - Ines Pérez Navarro

Jugendliche ohne Schulabschluss haben es nicht leicht, einen Einstieg in Ausbildung zu finden. Viele machen eine Bildungsmaßnahme nach der anderen. Weniger als ein Viertel findet einen Arbeitgeber, der sie ausbildet. Bei den Gleichaltrigen mit Hauptschulabschluss liegt die Quote bereits bei 50 Prozent. mehr


Klartext

Keine Ausreden mehr!

Blonder Junge vor Graffitiwand / pegasusart - Fotolia

Blonder Junge vor Graffitiwand / pegasusart - Fotolia

Für die Caritas ist jeder Schulabgänger ohne Abschluss einer zu viel. Deshalb fordert Caritas-Präsident Neher mehr Bildungsgerechtigkeit für Deutschland. Er appelliert an die Bundesländer, Kreise und Städte, aktiv zu werden und durch gezielte Förderung die Quote der jungen Menschen ohne Hauptschulabschluss zu senken. mehr

Kommentar

Die Weichen sorgsam stellen

Junge blickt nachdenklich (c) Fotolia.com |  fresnel6 / (c) Fotolia.com |  fresnel6

Junge blickt nachdenklich (c) Fotolia.com |  fresnel6 / (c) Fotolia.com |  fresnel6

In Deutschlands Kreisen gibt es zwischen 0,4 und 10,8 Prozent Sonder- oder Förderschüler. Diese Unterschiede lassen sich weder durch die zentrale Lage von Schulen noch durch einen regional erhöhten Förderbedarf erklären. Ein Grund liegt vielmehr in der bundesweit uneinheitlichen Bestimmung des sonderpädagogischen Förderbedarfs. mehr