Jahresempfang

Merkel bei der Caritas

„Wir müssen über den Tellerrand schauen“

 

Viel Beifall und stehende Ovationen erhielt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach ihrer Rede am 14. April 2016 beim Jahresempfang des Deutschen Caritasverbandes, der im Rahmen des Caritaskongresses in Berlin stattfand.Im Mittelpunkt ihrer Ansprache standen die Themen Flucht und Integration. Merkel betonte, wie wichtig es weiterhin sei die Fluchtursachen in der Welt zu bekämpfen: "Sonst wird der Druck der Migration größer."  Künftig sei daher der Blick über "unseren europäischen Tellerrand" nötig - nur so könne die Sicherheit in Europa auch weiterhin garantiert werden.

Gleichzeitig relativierte sie aber auch die Aufgabe: So sei die bisherige Leistung Europas bei der Hilfe für Flüchtlinge im Vergleich zu den direkt an Syrien grenzenden Ländern bislang vergleichsweise überschaubar.

Regierung will weiterhin Integration fördern

Angela bei ihrer Ankunft am KongresszentrumKanzlerin Merkel besucht die CaritasHarald Geil / DCV

Die Kanzlerin ging auch auf die Ergebnisse der jüngsten Koalitionssitzung ein. "Wir haben uns in kurzer Zeit dazu entschieden, dass wir ein Integrationsgesetz auf den Weg bringen - ein Gesetz des Förderns und Forderns mit neuen Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge", so Merkel. Sie kündigte an, dafür die nötigen Haushaltmittel bereitstellen zu wollen.

Besonderen Dank gab es von der Kanzlerin für die Mitarbeiter(innen) der Caritas: "Wir hätten das nicht geschafft, wenn es nicht so viele zupackende Hände und offene Herzen gegeben hätte." Diese seien sowohl hauptamtlich als auch ehrenamtlich zahlreich in den verbandlichen Strukturen der Caritas vertreten.

Lob für Caritas beim Demografischen Wandel

Lob gab es auch für die Herangehensweise der Caritas an das Thema Demografischer Wandel: "Ich möchte der Caritas dafür danken, dass die Diskussion zum Thema nicht alarmistisch geschieht, sondern dass die Diskussion um die alternde Gesellschaft Mut machen soll", so Merkel. Es müsse dafür gesorgt werden, dass Generationen auch in Zukunft nicht misstrauisch aufeinander schauen. "Dafür muss die Politik die nötigen gesetzlichen Vorkehrungen treffen", so Merkel.

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Hintergründe und Methodik

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