Geschlechtergerechtigkeit

Generation Y

Anders arbeiten und besser leben

Anne-Kerrin Gomer und Nina Bessing beim Caritaskongress 2016Nina Bessing (rechts) leitet den Bereichs Wirtschaft in der Europäischen Akademie für Frauen , Anne-Kerrin Gomer ist Referentin für Geschlechtergerechtigkeit beim Deutschen Caritasverband.DCV / Harald Geil

Das Thema

Nina Bessing ist Leiterin des Bereichs Wirtschaft in der Europäischen Akademie für Frauen und setzt sich seit 15 Jahren mit der Chancengleichheit und Vielfalt in der Wirtschaft auseinander. Im Mittelpunkt der Session steht die Frage: Gibt es Unterschiede bei der Zusammenarbeit zwischen älteren und jüngeren Generationen? Die Teilnehmer(innen) positionieren sich auf einer gedachten Linie und zeigen damit Zustimmung oder Ablehnung. Die meisten stellen sich in die Mitte, doch es gibt auch Befürworter und Gegner. Im Anschluss beschreibt die Referentin, wie (Wirtschafts-)Unternehmen die Flexibilisierung der Arbeitswelt vorantreiben. Ein Beispiel der Caritas stellte Anne-Kerrin Gomer vor: Das Projekt "Gleichgestellt in Führung gehen"des Deutschen Caritasverbandes.

Die Diskussion

Der Begriff der Geschlechtergerechtigkeit ist sperrig und nicht für jeden verständlich. Griffiger wird es, wenn es um neue Arbeitsmodelle geht, bei denen sich zum Beispiel zwei Frauen eine Führungsstelle teilen. Aus der Runde kommt die kritische Nachfrage, ob organisatorische Veränderungen ausreichen oder ob es dafür nicht zunächst eine neue Führungskultur braucht. Dass es dafür auch innerhalb der Caritas einen Gestaltungsspielraum gibt, zeigen die Anmerkungen der Teilnehmer(innen). Diese bemängeln zugleich, dass die Präsenz von Mitarbeiter(innen) zu hoch bewertet werde. Neue Kommunikationsmöglichkeiten mit Videoschalten oder Telefonkonferenzen würden oft noch skeptisch beäugt. Auch gelinge es einzelnen Arbeitsbereichen gut mit flexiblen Arbeitszeitmodellen zu arbeiten, bei verbandsübergreifenden Arbeiten sei es jedoch eher schwierig.

Das Fazit

Das Thema ist bei der Caritas angekommen. Das zeigt schon die Tatsache, dass es in der Session keinen freien Platz mehr gibt. Alle sind sich einig, dass sich der Verband bewegen muss - in welche Richtung bleibt aber auch am Ende unklar. Die vorgestellten Projekte klingen spannend und interessant, ob und wie sie für die Caritas umsetzbar sind, ist offen. 

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