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Kampagne 2009  

Foto- und Videowettbewerb "Menschen am Rande"

Wie erlebt ihr Menschen am Rande? Diese Frage beantworteten Jugendgruppen beim Foto- und Videowettbewerb der Caritas. Die Sieger kommen aus Oldenburg und Gauting.

Punk mit Piercing und Tätowierungen - (c) Caritas Gauting
Für ihre Bilderserie erhielt die Gruppe aus Gauting den ersten Preis.

Mit einer Kampagne will die Caritas im Jahr 2009 auf die Situation von Menschen am Rand der Gesellschaft aufmerksam machen. Zwei Beiträge zur Diskussion liefern die Gewinner des Jugendwettbewerbs.

1. Preis Kategorie Foto
Team „rise and fall, rage and grace“ aus München
Caritas-Jugendbüro in Gauting

Fünf Jugendliche und ihre Begleiterin Maya Leonova spürten als Fotografen „Menschen am Rande“ auf. „Eigentlich hätten wir uns selbst fotografieren können“, sagen sie. Denn sie kennen aus ihrem eigenen Leben Migration, schwierige Familiensituationen und Ablehnung durch andere. Doch sie entschlossen sich, in die Großstadt München zu gehen, auf der Spurensuche nach den gängigen Klischees, die in den Köpfen der Menschen entstehen, wenn sie von „Menschen am Rande“ hören.
Sie erfuhren Unverständnis, Ablehnung, Aggression, aber auch Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit. „Für uns war es eine ganz andere Erfahrung, die uns gezeigt hat, dass es auch in unseren schönen Stadt Probleme und Leid gibt. Trotzdem begegneten uns die Menschen mit Lebensfreude und Gesprächigkeit und jedes Foto erzählt für uns eine kleine Geschichte. Die gemeinsame Arbeit hat uns nicht nur zusammengeschweißt, sondern auch ein Stück wieder zurück in die Realität geholt“, ziehen sie am Ende ihr Resümee.

Eine Reise nach Berlin wäre der Preis für die Gruppe. Doch die Realität von jugendlichen Flüchtlingen in Deutschland heißt auch, dass eine Reise von München nach Berlin nicht einfach umzusetzen ist. Sie bräuchten zum Beispiel eine behördliche Reisegenehmigung. Auf Wunsch der Gruppe hat der Deutsche Caritasverband die Reise in einem Scheck über 1.000 Euro umgewandelt.


1. Preis Kategorie „Video“
Team „Les Cinéastes“ aus Oldenburg
Siegervideo anschauen

Die Preisträger in der Kategorie Video
Die Sieger in der Video-Kategorie bei der Preisverleihung in Berlin.

Zweimal drei Tage (und wohl auch Nächte) waren die sieben jungen Leute aus Oldenburg engagiert. Am Ende steht ein spannendes Werk: Das Video „Caritas bewegt was“. Zuvor hatten sie Krimis und anderes gedreht, "just for fun", wie sie sagen. Doch der Caritas-Wettbewerb forderte sie heraus: Wie können wir „Menschen am Rande“ thematisieren?

Das Konzept des Films entwickelten Mirjam Stäb und Eileen Wagner beim Hören des Liedes "Dare you to move" der Band Switchfoot. Sie fanden es sehr passend. „Wir wollten den Film als Musikvideo gestalten, damit er emotionaler und eindrücklicher ist. Bei den Themenschwerpunkten orientierten wir uns an den Aufgabenfeldern des Caritasverbandes und welche Situationen wir persönlich mit Menschen am Rande assoziieren. Weitere Ideen ergaben sich bei den Dreharbeiten“. Freunde und Verwandte wurden eingespannt und am Ende überzeugte die Arbeit die Jury. Das Filmteam gewann eine gemeinsame zweitägige Reise nach Berlin. 

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