Reportage

Corporate Volunteering

Kultur und Kulinarisches im Pflegeheim

Erste Kontaktaufnahme zwischen KMPG-Mitarbeitenden
und den Bewohnern

Die Steuerung der Rollstühle und die andere Geschwindigkeit der alten Menschen bringen sie dabei in spannende kommunikative Situationen - auch mit den Menschen, die sich um sie herum in der Stadt bewegen. Den Abschluss des Tages bildet eine gemeinsame Kochaktion mit gemütlichem Beisammensein. Besonders hilfreich bei diesem Freiwilligentag: eine Mitarbeitende von KMPG bringt zum Freiwilligentag ihren Hund mit ins Altenheim. Das Tier wirkt dabei wie ein Türöffner und vereinfacht so die Kommunikation mit den Menschen, die oftmals "in ihrer eigenen Welt" leben.

Am diesjährigen "Make a Difference Day" im Pflegezentrum nehmen 14 Mitarbeiter der KPMG teil. Für sie beginnt der Tag mit einer Einweisung in den Umgang mit dem Rollstuhl. Danach wird das Erlernte praktisch umgesetzt. Viele der Teilnehmer sitzen zum ersten Mal in einem Rollstuhl und haben daher erst einmal ordentlich Respekt. Zu zweit üben sie Manövrieren, Bremsen, Bordstein überwinden sowie den Ein- und Ausstieg.

Wirtschaftsprofis und alte Menschen verstehen sich schnell

Manche der Bewohner warten schon ungeduldig im Eingangsbereich. Dank lockerer Moderation kommen sich Wirtschaftsprofis und alte Menschen näher. Man bildet gemischte Zweierteams und lässt sich von einer Pflegefachkraft, sowie einer weiteren Betreuungsperson begleiten. Beim nun folgenden Spaziergang in Richtung Stadtmitte hilft das Gespräch über Land und Leute, um vollends miteinander warm zu werden.

An der Stiftskirche angekommen, stehen einige Bewohner aus ihren Rollstühlen auf, um sich die Beine zu vertreten. Dann beginnt der gemeinsame Rundgang. Wissenswertes über das Gotteshaus lesen die KPMG-Mitarbeiter aus einem Faltblatt vor. Im Anschluss setzen sich die Paare in die Bänke, unterhalten sich oder lauschen der Orgel.

Gemeinsam planen und handeln

Am Nachmittag verteilen sich die KMPG-Mitarbeiter auf die Wohngruppen, um dort zusammen mit den Bewohnern das Abendessen vorzubereiten. Einige Bewohner haben noch Lust, mit den Besuchern Wurstsalat zu schneiden. Hier gibt es viel Diskussionsbedarf, wie denn ein "richtiger" Wurstsalat zuzubereiten sei.

Zum Schluss ist noch Zeit für eine Besichtigungstour durch das Heim. Dabei treffen die Wirtschaftsprüfer auf einen Kunstmaler, der seine im Zimmer ausgestellten Bilder gerne zeigt. In der nun folgenden Abschlussrunde bedankt sich Kerstin Eichhorn nochmals bei allen Beteiligten und erklärt, dass Zuwendung, wie heute geschehen, viel wert sei. Oft sogar mehr als die reine Pflege.

Der Nutzen

Für die soziale Einrichtung und die alten Menschen

  • Dank des Engagements von Unternehmen können personalintensive Aktivitäten, (die eine Eins-Zu-Eins-Betreuung benötigen) angeboten werden. In der Regel können die hauptamtlichen Mitarbeiter solch aufwändige Ausflüge und Projekte aufgrund des engen Personalschlüssels nicht anbieten.
  • Ausflüge bringen "frischen Wind", Abwechslung im Alltag im Heim. Dafür sind die alten und pflegebedürftigen Menschen sehr dankbar.
  • Aktivierung ist ein wichtiges Mittel, um die Fähigkeiten der Menschen zu erhalten und zu fördern. Dies ist ein zentrales Anliegen im Rahmen der Betreuung der Seniorinnen und Senioren.
  • Die Begegnung mit Menschen, die voll im Berufsleben stehen, sind bereichernd für die Senioren - und ermöglichen den Austausch darüber, wie das Berufsleben früher war.

Für das Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • Mitarbeitende in Unternehmen haben großes Interesse, zu erfahren, wie alte Menschen in Heimen leben. Sie möchten wissen, wie es "damals" war und was es bedeutet, in einer betreuten Lebenssituation zu sein.
  • Einmal selbst in einem Alten- und Pflegeheim aktiv, gewinnen die Mitarbeitenden Sicherheit im Umgang mit dem Thema Pflege - und sind so besser vorbereitet, wenn sie selbst einmal in ihrer Familie mit diesem Thema konfrontiert sind.
  • Mitarbeitende in Unternehmen haben das Bedürfnis, sich zu engagieren und können dies Dank der Organisation von Seiten des Unternehmens im Rahmen ihrer Berufstätigkeit tun.
  • Im Rahmen eines solchen Engagements treffen Menschen zusammen, die sich innerhalb des Unternehmens aufgrund unterschiedlicher Hierarchieebenen und Funktionen ansonsten kaum begegnen. Dies ist sehr förderlich für das Betriebsklima und die Zusammenarbeit im Team.

Die beteiligten Institutionen im Portrait

KPMG AG

Die KPMG gehört zu den weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung. Allein in Deutschland ist die Gesellschaft mit mehr als 8.000 Mitarbeitern an mehr als 20 Standorten vertreten. Zu den Mandanten gehören sowohl mittelständische Unternehmen als auch weltweit agierende Konzerne. Der Firmenname KPMG setzt sich aus den Initialen der vier Gründungsmitglieder zusammen.

KPMG AG, Niederlassung Stuttgart
Susanne Demski
Telefon 0711 9060-41614
www.kpmg.de

Württembergisches Lutherstift

Das Württembergische Lutherstift ist ein Alten- und Pflegeheim und seit Jahrzehnten fester Bestandteil im Stuttgarter Westen. Der zentrale Standort mitten im pulsierenden Stuttgarter Westen und die freundliche Atmosphäre sind Markenzeichen des Hauses. Das Stift bietet neben professioneller Pflege auch Geselligkeit und regelmäßige Veranstaltungen, die dem Leben im Haus Abwechslung und Anregung geben. Das Gebäude bietet kleine Wohnbereiche auf jedem Stockwerk. Die Senioren können unter verschiedenen Freizeit- und Aktivierungsangeboten wählen.

Württembergisches Lutherstift Stuttgart
Kerstin Eichhorn
Telefon 0711 22913-28
www.ev-heimstiftung.de

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