Gut zu wissen
Für Mutige
Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland
Es ist der Traum vieler: Ein Jahr im Ausland verbringen, eine Sprache lernen und in eine andere Kultur eintauchen. Diese Erfahrungen machen die Freiwilligen, die über katholische Anbieter das FSJ im Ausland absolvieren.
Junge Leute mit einer Vision: FSJ-Gruppe
aus der Diözese Münster.www.fsj-muenster.de
Das FSJ im Ausland passt für junge Leute, die
- bereit sind, sich auf eine andere Kultur und Lebensweise einzulassen,
- flexibel, weltoffen und sprachlich begabt sind,
- Mut und Lust haben, sich für andere Menschen einzusetzen,
- nach der Schule etwas Praktisches im sozialen Bereich machen wollen,
- sich beruflich orientieren möchten,
- Wartezeiten bis zum Start einer Ausbildung oder eines Studiums sinnvoll überbrücken wollen,
- auf eigenen Füßen stehen möchten.
Die Fakten zum FSJ im Ausland
Teilnehmer
Junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren. In einigen Ländern erst ab 18 Jahren möglich.
Dauer
Derzeit maximal ein Jahr. Ab 2009 voraussichtlich bis zu zwei Jahre.
Einsatzbereiche
Die FSJ-Einsätze im Ausland finden in Einrichtungen und Projekten statt. Das können unter anderem sein: Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Kindertagesstätten, Einrichtungen für behinderte Menschen, Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, ambulante Sozialdienste oder Beratungsstellen. Es sind auch Einsätze in der Jugendarbeit, in Kirchengemeinden und Schulen möglich.
Aufgaben
Anderen Menschen helfen, sie betreuen, unterstützen und begleiten sind Kernaufgaben für FSJ-Freiwillige. Die speziellen Aufgaben von FSJ-Freiwilligen im Ausland richten sich nach dem Einsatzfeld.
Anleitung
FSJ-Freiwillige kommen oft direkt von der Schule und haben in der Regel keine Fachkenntnisse. Deshalb werden sie von Fachkräften in ihren Arbeitsbereich eingeführt und individuell angeleitet.
Anforderungen
Teamfähigkeit und Flexibilität sowie die körperliche und seelische Belastbarkeit werden vorausgesetzt. Außerdem die Bereitschaft, eine Sprache zu lernen und sich offen auf die Kultur, Religion und Lebensweise der Menschen am Einsatzort einzulassen. Manche Einsatzstellen erwarten eine tragfähige christliche Grundhaltung von den Freiwilligen.
Seminare
Die Träger bieten vierwöchige Vorbereitungsseminare an, von denen zwei Wochen auch im Ausland stattfinden können. Das einwöchige Nachbereitungsseminar findet in Deutschland statt. Die FSJ-Freiwilligen tauschen dabei ihre Praxiserfahrungen aus, arbeiten an Problemen und diskutieren religiöse, interkulturelle und gesellschaftliche Themen. Außerdem geht es um die berufliche Orientierung der Einzelnen. Die Leitung und Begleitung übernehmen sozialpädagogische Fachleute.
Ein Sprung in die Selbständigkeit. Zwei FSJlerinnen
beim Seminar in der Diözese Münster.www.fsj-muenster.de
Leistungen
FSJ-Freiwillige im Ausland erhalten ein monatliches Taschengeld, eine Kranken- und Unfallversicherung für das Ausland sowie die Übernahme der Kosten der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Der Anspruch auf Kindergeld bleibt während des FSJ erhalten. Unterkunft und Verpflegung werden in der Regel gestellt oder als Geldersatzleistung erstattet.
Bewerbung
Die Bewerbung erfolgt ausschließlich bei regionalen FSJ-Trägern. Diese machen ein Auswahlverfahren und vermitteln die Interessenten an Partner-Einrichtungen im Ausland. Die Formalitäten des Bewerbungsverfahrens beschreiben die Träger auf ihren Internetseiten, auch den möglichen Zeitpunkt für den Einstieg in das FSJ. Bewerbungen sollten frühzeitig gestellt werden, da die Nachfrage größer ist als das Angebot. Die Zugehörigkeit zur Katholischen Kirche ist nicht erforderlich.
Adressen der katholischen Träger für das FSJ im Ausland