Stammzellforschung
Keine Änderung der Stichtagsregelung
Caritas fordert mehr
Investition in
adulte
Stammzellforschung
Berlin. 23. November 2007.
Entschieden wendet sich der Deutsche Caritasverband
(DCV) gegen Überlegungen, den Stichtag zur Einfuhr embryonaler Stammzellen zu
ändern. Das bisherige Gesetz stellt einen Kompromiss dar, der
Grundlagenforschung ermöglicht und das Verbot der verbrauchenden Embryonenforschung
aufrecht erhält
.
„Die gemeldeten Erfolge bei der
Reprogrammierung
menschlicher Körperzellen durch zwei ausländische Forscherteams zeigen
deutlich, dass es gleichwertige Alternativen zur embryonalen Stammzellforschung
gibt. Die Potentiale der
adulten
Stammzellforschung, in
der Deutschland weltweit führend ist, sind für die Entwicklung von
therapeutischen Verfahren längst noch nicht ausgeschöpft“, stellt Peter Neher,
Präsident des DCV fest.
Der DCV fordert die Politik auf,
von der
geplanten Novelle zur Änderung der Stichtagsregelung Abstand zu nehmen.
Entscheidend ist, mehr Geld
in die
adulte
Stammzellforschung zu investieren. Die Entscheidung
des Bundesforschungsministeriums, dafür in den kommenden drei Jahren
zusätzliche fünf Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, ist aus Sicht des DCV
ein Schritt in die richtige Richtung. Sie trägt auch dazu bei, den Forschungsstandort
Deutschland im Bereich der
adulten
Stammzellforschung
auszubauen und attraktiv zu machen.
Kontakt:
Angelika Maier, Arbeitsstelle Ethik des DCV, Telefon: 0761
200-451, E-Mail:
Angelika.Maier@caritas.de
