Sozialcourage
Nachbarschaftshilfe
Zukunft Familie gegen Gebührenerhöhung
Stuttgart. Der Vorstand des Caritas-Fachverbands Zukunft Familie, in dem sich die Träger von Organisierten Nachbarschaftshilfen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zusammengeschlossen haben, empfahl seinen Mitgliedern im Juli, eine Gebühr von maximal 9,25 Euro pro Stunde für eine Nachbarschaftshelferin in Rechnung zu stellen.
Nachbarschaftshelferinnen selbst sollen maximal 6,75 Euro pro Stunde als Aufwandsentschädigung
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erhalten. Mit dieser Empfehlung will Zukunft Familie das Profil der Organisierten Nachbarschaftshilfe als freiwilliges kirchliches Engagement schärfen: Die Grenzen zwischen bürgerschaftlichem Engagement und einer Tätigkeit im Niedriglohnsektor müssten erkennbar bleiben. Die Nachbarschaftshilfe könne ansonsten als "Grauzone" im Bereich von "Schwarzarbeit" wahrgenommen werden - unter dem Dach von kirchlichen Trägern. Darüber hinaus sieht der Verband die Gefahr, dass viele Hilfebedürftige nicht in der Lage sind, höhere Gebühren zu bezahlen.
Mit der Gebühr für Einsätze der Organisierten Nachbarschaftshilfe soll vermieden werden, dass Nachbarschaftshelferinnen als "Putzhilfen" ausgenutzt werden. Die Ehrenamtlichen erhalten eine Aufwandsentschädigung (Übungsleiterpauschale) als Anerkennung für ihr Engagement.