Wie sieht ZusammenLeben aus?
Um diese Frage dreht sich der Fotowettbewerb von Aktion Mensch und Caritas im Rahmen der Gesellschafter-Initiative. Teilnahme
bis 31. März 2010 möglich.
Infos zum Fotowettbewerb ZusammenLeben
Miteinander leben
Der Deutsche Caritasverband hat seine Positionen und Botschaften für eine gerechte Migrations- und Integrationspolitik in der 2008 veröffentlichten Broschüre "Miteinander leben" zusammengefasst:
- Kurzfassung
Miteinander leben – Perspektiven des Deutschen Caritasverbandes zur Migrations- und Integrationspolitik (pdf, 60 Kilo Byte) - Langfassung mit Erläuterungen und Grundlagen
Miteinander leben – Perspektiven des Deutschen Caritasverbandes zur Migrations- und Integrationspolitik (pdf, 2 Mega Byte)
Kontakt
Deutscher Caritasverband e. V.
Referat Migration und Integration
Karlstraße 40
79104 Freiburg
Telefon: 0761/200-374
E-Mail: migration.integration@caritas.de
Integrationsverständnis der Caritas
Migration und Integration sind ureigene Themen der Kirche. Die Solidarität mit Fremden und die Begegnung mit anderen Kulturen sind Kernbestandteile der christlichen Identität. Der biblische Auftrag, allen Fremden Schutz, Gastrechte und Solidarität zu gewähren, ist für die Caritas Verpflichtung und Leitbild. Sie achtet alle Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt, unabhängig von sozialer Herkunft, finanzieller Leistungsfähigkeit, Geschlecht, Alter, Behinderung, Abstammung, Sprache oder Religion.
Die Würde des Menschen ist unantastbar
Ihr Engagement wurzelt insbesondere in der Überzeugung, dass die Menschenwürde unantastbar ist. Diese Würde gründet nach christlichem Selbstverständnis in der Gottesebenbildlichkeit des Menschen. Das christliche Integrationsverständnis ist von dieser Grundüberzeugung geprägt und getragen. Das Wissen um die Gleichwertigkeit eines jeden Menschen schärft die Sensibilität für das Schicksal von Menschen mit Migrationshintergrund unabhängig von ihrer religiösen oder nationalen Zugehörigkeit oder ihrem Rechtsstatus. Neben diesen handlungsleitenden Prinzipien prägen jahrzehntelange Erfahrung in der praktischen und politischen Migrations- und Integrationsarbeit die Aktivitäten der Caritas.
Teilhabe gewährleisten und Gesellschaft gemeinsam gestalten
Die Katholische Kirche in Deutschland und ihre Caritas meinen mit Integration wechselseitige und vielschichtige Prozesse,
die sich in der Gesellschaft und zwischen ihren einzelnen Angehörigen abspielen und sie verändern. Jeder Beteiligte akzeptiert,
zu einem Teil des Ganzen zu werden und verpflichtet sich dazu, die Würde und Integrität des anderen zu respektieren.
Bei der Integration geht es nicht darum, Menschen in etwas Bestehendes und Statisches einzugliedern oder sie daran anzugleichen.
Es geht vielmehr darum, Teilhabechancen zu gewährleisten und die Gesellschaft gemeinsam zu gestalten. Hauptakteure in diesen
Prozessen sind die Menschen selbst. Dieser Prozess wird durch vielerlei private Initiativen, Organisationen und staatliche
Institutionen gefördert. Aus ihrem Selbstverständnis heraus engagiert sich die Katholische Kirche und ihre Caritas stark für
die Integration.
Einstellungen und Verhalten anpassen
Integrationsprozesse finden in unterschiedlichen Lebensbereichen statt und hängen von gesellschaftlichen Bedingungen sowie vorherrschenden Handlungs- und Denkmustern ab. Dies fordert von den jeweiligen Akteuren unterschiedliche Anstrengungen. Für Einzelne – ob mit oder ohne Migrationshintergrund – kann das bedeuten, Einstellungen und Verhalten an geänderte Rahmenbedingungen anpassen zu müssen. Für Institutionen bedeutet es, sich zu öffnen und Zugangshindernisse zu beseitigen.
Gegenseitige Anerkennung und Chancengleichheit
Die Werte der freiheitlich demokratischen Grundordnung, wie sie sich im Grundgesetz widerspiegeln, bilden den Rahmen für das
Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Diese Werte sind die Basis für kulturelle Vielfalt und die
Entfaltung einer gemeinsamen Identität. Eine unverzichtbare Grundlage für Integrationsprozesse sind Toleranz und Achtung vor
dem jeweils Anderen und Neuen.
Ziel von Integration ist, den Einwohner(inne)n Deutschlands eine umfassende selbst bestimmte wirtschaftliche, soziale, kulturelle,
rechtliche und politische Teilhabe zu ermöglichen. Wichtige Merkmale gelungener Integration sind gegenseitige Anerkennung
sowie Partizipation, Gleichberechtigung und Chancengleichheit.


