Konkrete Hilfe

Abhängigkeit beenden

Ohne Sucht leben lernen

Weinender Mann

Wichtig ist: Süchtige sind krank. Und wie bei anderen Krankheiten gibt es Fachleute, die einem dabei helfen können, gesund zu werden. Deshalb sollte der Besuch einer Suchtberatungsstelle auf dem Terminplan stehen - egal ob alleine oder mit Angehörigen oder Freunden. Hier gibt es erfahrene Fachkräfte, mit denen Betroffene gemeinsam ihre nächsten Schritte in ein Leben ohne Sucht planen können.

Den Körper vom Gift befreien

In der Beratungsstelle wird man zunächst danach schauen, wie tief jemand in die Sucht verstrickt ist und ob eine körperliche Abhängigkeit vorliegt. In diesem Fall ist eine von Medizinern begleitete Entgiftung während eines stationären Aufenthaltes in einer Klinik angezeigt. Das geht verhältnismäßig schnell: Ein Alkoholentzug beispielsweise dauert in der Regel drei bis fünf Tage. Doch der körperliche Entzug ist nur die eine Seite. Ein härteres Stück Arbeit ist es, den Ursachen der seelischen Abhängigkeit nach der Droge auf die Spur zu kommen. Um sich von der Sucht langfristig frei zu machen, muss man wissen, was sie verursacht hat. Ein Blick auf tiefer liegende Probleme und lange verdrängte Gefühle ist nötig. Der kann schmerzhaft sein. Doch nur wer weiß, was ihn in die Sucht führte, findet auch langfristig die Mittel und Wege, wieder heraus zu kommen.

Intensiver Blick auf die Ursachen

Manchen reicht dafür das regelmäßige Gespräch mit anderen Süchtigen in einer Selbsthilfegruppe. Andere nehmen sich in einer stationären Therapie ein paar Monate die Zeit dafür, genauer hinzusehen. Auch eine ambulante Betreuung am Heimatort ist möglich - oder eine Mischform, bei der man zuerst vier Wochen lang in einer Klinik therapiert und dann über einen längeren Zeitraum in der Beratungsstelle ambulant weiterbehandelt wird, um wieder stabil zu werden. Eine wichtige Frage dabei: Was hat die Sucht gebracht und wo hat sie geschadet? Was könnte in Zukunft im Leben anstelle von Drogen den Kick, die Spannung und die guten Gefühle bringen?

Auch wenn Rückschläge wahrscheinlich sind, der Weg ins suchtfreie Leben lohnt sich, betonen Betroffene. Der süchtige Mensch erkämpft sich seine Entscheidungsfreiheit zurück. Er spürt: Sucht hat mit Freiheit nichts zu tun. Es kann für mich etwas Besseres geben. Ich kann es schaffen.

Artikel

Service

Clean bleiben

Neue Kicks fürs Leben ohne Stoff

Was macht eigentlich...?

Suchtadaptionseinrichtung

Weg vom Alkohol in ein neues Leben

Konkrete Hilfe

Angebote der Caritas

Das Netz zum Ausstieg aus der Sucht